Konzept zur Schulwegsicherheit vor der Nelson-Mandela-Schule wird verändert

temporäre Schulstraße Pfalzburger Straße

Pressemitteilung vom 25.11.2024

Gemeinsame Erklärung der Elternvertretung der Nelson-Mandela-Schule und dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf zur temporären Schulstraße in der Pfalzburger Straße:

In einem Gespräch zwischen Elternvertretern der Nelson-Mandela-Schule, den zuständigen Vertretern des Straßen- und Grünflächenamtes und dem zuständigen Bezirksstadtrat wurde die künftige Strategie zur Verbesserung der Schulwegsicherheit erörtert und unmissverständliche Einigkeit über das weitere Vorgehen hergestellt.

Augenscheinlich haben beidseitige kommunikative Missverständnisse zu falschen Erwartungshaltungen bezüglich der Verantwortlichkeit bei der Umsetzung einer Schulstraße geführt. Die Praxis hat überdies gezeigt, dass die Kiss & Go-Zonen in der Hauptverkehrsstraße (Hohenzollerndamm) aufgrund von zahlreichen Parkverstößen und hohem Verkehrsaufkommen nur unter enormem Aufwand freigehalten werden konnten, ohne neue Gefahrensituationen zu verursachen. Auch ließ sich der tägliche logistische Aufwand (Straßenschilder) nicht auf ein zumutbares Maß minimieren.

Schulstraßen sind grundsätzlich ein geeignetes Mittel, um das Ausmaß von Kinderbringverkehr zu reduzieren und Bereiche unmittelbar vor Schulgebäuden zu befrieden. Ergab eine Verkehrszählung zwei Wochen vor der Maßnahme im Schnitt rund 60 Fahrzeuge im Abschnitt vor der Schule zwischen 7:30-8 Uhr morgens – bei einer Schülerzahl von rund 500 mit stadtweitem Einzugsgebiet eine bereits relativ niedrige Quote –, verringerte sich dieser Kinderbringverkehr nach Einrichtung der Schulstraße auf etwa ein Drittel, d.h. rund 20 Fahrzeuge an den beiden Seiten des Straßenabschnitts.

Im kommenden Jahr sollen nun im Umfeld der Nelson-Mandela-Schule bauliche und verkehrslenkende Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für die Schulkinder erfolgen. Dazu gehört die Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung sowie die Verbesserung von Sichtachsen und die Sicherung von Kiss-and-Go Zonen. Der Bezirk prüft die Möglichkeit weiterer geschwindigkeitsreduzierender Maßnahmen in direkter Schulnähe. Die Maßnahmen sollen sukzessive im nächsten Frühjahr umgesetzt werden, einzelne Maßnahmen können in provisorischer Ausführung auch frühzeitiger begonnen werden, sobald Planung, Ausschreibung und Witterung dies zulassen. Die Schule prüft unter diesen Bedingungen die Wiedereinführung der Schülerlotsendienste. Die derzeitige temporäre Schulstraße soll vorerst noch eine Woche weitergeführt werden. Die Entscheidung über eine weitere Fortsetzung des Projektes erfolgt in dieser Woche in der Sitzung der Gesamtelternvertretung.

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger: „Schulstraßen bilden ein sinnvolles Instrument der Schulwegsicherung. Es hat sich aber herausgestellt, dass das Instrument nicht in allen Verkehrssituationen umgesetzt werden kann. Komplexe verkehrliche Lagen mit vielbefahrenen Kreuzungssituationen sowie lange Entfernungen zwischen Kreuzungsbereichen und der Schule können damit kaum bewältigt werden. In diesen Situationen sind dann bauliche Maßnahmen das Mittel der Wahl.“

Im Auftrag
Räsch