Schulwegsicherheitsprogramm im Umfang von 40 Millionen Euro vorgelegt

Schulwegsicherheit Bild

Damit der Schulweg sicherer wird: „Kiss and go“ Zone eingerichtet.

Pressemitteilung vom 12.08.2021

Das Bezirksamt hat vor zwei Jahren ein Planungsbüro beauftragt, die für alle Schulen im Bezirk konkrete Vorschläge zur Erhöhung der Schulwegsicherheit entwickeln sollte, die anschließend mit den Schulen diskutiert wurden. In einem ersten Schritt werden seit Beginn 2021 an den meisten Schulen sogenannte „Kiss-and-go“ Zonen eingerichtet. Mit diesen sollen Eltern ermutigt werden, ihre Kinder den restlichen Weg bis ins Klassenzimmer alleine laufen zu lassen. Die Einrichtung wird bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.
Jetzt wurde dem Verkehrsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) die Umsetzungsplanung des Gesamtprogramms im Volumen von rund 40 Millionen Euro vorgelegt und Vorschläge zum Umgang und zur Priorisierung gemacht.

Oliver Schruoffeneger, Stadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt:

bq. Das Programm verdeutlicht, welchen Anstrengungen es bedeutet, die Stadt und insbesondere das Umfeld der Schulen verkehrssicherer zu machen. Obwohl die Vorschläge der Gutachter*innen vielen Eltern nicht weit genug gehen, werden wir schon mit der Realisierung dieser Maßnahmen einige Jahre zu tun haben. Der Verkehrsausschuss der BVV wird die schwere Aufgabe haben, Prioritätenentscheidungen zu treffen. Dies wird zu der schmerzhaften Erkenntnis führen müssen, dass viele notwendige verkehrslenkende Maßnahmen nicht sofort realisiert werden können. Klar ist aber auch, die finanzielle Ausstattung der Bezirke für den Tiefbaubereich braucht völlig andere Dimensionen, wenn in den nächsten Jahren neben der baulichen Unterhaltung der Verkehrsinfrastruktur auch noch die Verkehrswende umgesetzt werden soll. Ohne eine Verdoppelung der Mittel über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren kann das nicht gelingen. Unser Ziel ist es, die nun projektierten Schulwegsicherheitsmaßnahmen innerhalb von fünf Jahren umzusetzen.“
Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat für Tiefbaumaßnahmen jährlich ein Budget von rund sieben Millionen Euro zur Verfügung. Dazu kommen eine bis zwei Millionen Euro pro Jahr für größere Investitionen. Von diesen Mitteln muss die bauliche Unterhaltung aller Geh-, Rad- und Fahrwege gesichert werden, Verkehrsschilder gepflegt sowie Bänke und Poller repariert und aufgestellt werden. Dazu kommen alle Baumaßnahmen, die aufgrund verkehrspolitischer Entscheidungen der BVV umgesetzt werden sollen.

Im Auftrag
Farchmin