Bezirksamt fordert besseren Lärmschutz beim Neubau der Westendbrücke
Die Westendbrücke.
Bild: Google Maps
Pressemitteilung vom 28.06.2021
Nach jetzigem Planungsstand möchten die Bundesautobahngesellschaft und die DEGES beim Neubau der Westendbrücke auf Lärmschutzmaßnahmen verzichten, da es sich nach deren Auffassung nur um einen Ersatzbau handelt. Unabhängig davon, ob man diese Einschätzung bei einer Trassenveränderung teilt oder nicht, ist diese Entscheidung für das Bezirksamt aus Gründen des Gesundheitsschutzes der Anwohner*innen nicht akzeptabel.
Das Hauptargument: Die Siedlung der Charlottenburger Baugenossenschaft an der Westendbrücke ist im Umweltgerechtigkeitsatlas der Senatsverwaltung als einer der mit höchsten Umweltbelastungen ausgewiesenen Planungsräume der Stadt und in einem gesundheitsgefährdenden Maß lärmbelastet. Der Neubau der Brücke muss nach Ansicht des Bezirksamtes deshalb genutzt werden, um hier eine deutliche Verbesserung zu erreichen.
Umweltstadtrat Schruoffeneger:
bq. Lärmschutzsanierung findet in Berlin faktisch nicht statt. In den Jahren 2016 bis 2019 wurde in Berlin kein Cent (bundesweit über 476 Millionen Euro) für Lärmvorsorge und Lärmschutzsanierung ausgegeben, seit 2010 ganze 4,7 Millionen Euro bei 1.168,4 Millionen Euro bundesweit. Es wird höchste Zeit massive Lärmschutzsanierungsmaßnahmen auch für Berlin durchzusetzen.
Im Auftrag
Held
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Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
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