Charlottenburg-Wilmersdorf stand vergangene Woche ganz im Zeichen internationaler Begegnung: Jugendliche aus Bangangté (Kamerun) waren zu Gast – und setzten damit einen besonderen Austausch fort. Bereits im vergangenen Jahr hatten Berliner Jugendliche Kamerun besucht und dort an einem Wasserprojekt mitgearbeitet, das heute rund 2.000 Menschen mit frischem Wasser versorgt.
Nun ging das Projekt in die nächste Runde – diesmal in Berlin.
Ein Schwerpunkt lag auf praktischer Umweltarbeit. Gemeinsam mit Auszubildenden des Grünflächenamts und lokalen Initiativen bepflanzten die Teilnehmenden Baumscheiben und engagierten sich in Urban-Gardening-Projekten.
Doch das Programm ging über die praktische Arbeit hinaus: Sie erhielten Einblicke in nachhaltige Stadtentwicklung und erfuhren, wie öffentliche Räume gemeinschaftlich gestaltet werden können.
Auch die Musik spielte eine zentrale Rolle. Zusammen mit der Musikschule City West organisierten die Jugendlichen ein Abschlusskonzert, auf das sie sich eine Woche lang vorbereiteten. Schon beim ersten Treffen in Bangangté hatte Musik eine besondere Verbindung geschaffen – über Sprachgrenzen hinweg.
Ergänzt wurde das Programm durch Workshops zu Themen wie Wasser, Hygiene und Nachhaltigkeit. Diese knüpften direkt an das Wasserprojekt in Bangangté an.
Ein zentraler Aspekt des Austauschs war das Leben in Gastfamilien. So erlebten die Jugendlichen aus Kamerun den Alltag in Berlin hautnah. Gemeinsame Ausflüge – etwa in den Zoo, zur Philharmonie oder auf die Spree – rundeten die Woche ab.
Der Austausch ist Teil einer langfristigen Partnerschaft zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf und Bangangté. Ziel ist es, gemeinsam Themen wie Umwelt, Wasser und nachhaltige Entwicklung voranzubringen und junge Menschen aktiv einzubeziehen.
Die Planungen laufen bereits weiter: Für 2027 ist ein neues Projekt in Kamerun vorgesehen – erneut getragen vom Engagement junger Menschen.