Würdigung einer Pionierin der Sozialen Arbeit – der neue Clara-Israel-Platz
Bild: BACW
Clara Israel (1876-1942) war eine der prägendsten Persönlichkeiten der Sozialen Arbeit der 1920er Jahre in Deutschland. Seit dieser Woche erinnert ein Platz und eine Stele vor der Villa Kogge, dem Standesamt Charlottenburgs, an die sozial engagierte Vordenkerin.
Bei der Einweihung haben die Bezirksstadträte Oliver Schruoffeneger (Ordnung, Umwelt, Straßen und Grünflächen) und Simon Hertel (Jugend und Gesundheit) sowie die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Judith Stückler und die ehemalige Jugendamtsleiterin Uta von Pirani (Sozialwissenschaftlerin) gesprochen. Anschließend wurde das Lebenswerk der Sozialarbeiterin mit einem öffentlichen Symposium im Festsaal des Rathauses Charlottenburg-Wilmersdorf geehrt. Für das Gedenken an Clara Israel hat sich besonders Judith Stückler eingesetzt.
Clara Israel war die erste Leiterin des Jugendamts in Charlottenburg und machte sich bereits in den 1920er Jahren für die Professionalisierung des Berufsfeldes stark. Als Dozentin an verschiedenen Mädchen- und Frauenschulen gab sie ihr Wissen an die nächste Generation weiter.
Als die Nationalsozialisten im Jahr 1933 an die Macht kamen, verlor sie ihre Ämter. In den folgenden Jahren engagierte sie sich im Jüdischen Hauspflegeverein Berlin-Charlottenburg. Als 1942 ihre Deportation drohte, entschied sie sich gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Freundin für den Freitod.
Clara-Israel-Platz: Grünfläche vor dem Standesamt Charlottenburg (Alt-Lietzow 28, 10587 Berlin)
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