Familienmitglieder des Architekten Max Kluge wurden herzlich im Rathaus Charlottenburg begrüßt

Besuch der Familie Kluge im VIZ

Michaela Kluge, Carsten Röding ;Charlottenburger Baugenossenschaft, Fiddeli Kluge, Olle Kluge, Carsten Kluge, Lisa Tripic;VIZ, Thomas Wolfes; VIZ (v.l.n.r.)

Um 1900 war der junge Architekt Max Kluge Teil der Hochbauabteilung, die am Bau des Charlottenburger Rathausturms beteiligt war. In den folgenden Jahren wirkte er an mehreren Bauprojekten im Bezirk mit – bis er 1911 einen ungewöhnlichen Schritt wagte: Er gab seine Architektenlaufbahn auf, wanderte nach Schweden aus und wurde Landwirt. Dort kaufte er ein Bauernhaus, das bis heute im Besitz seiner Familie ist.

Erst viele Jahrzehnte später entdeckten Familienangehörige auf dem Dachboden des Hauses eine Kiste mit alten Bauzeichnungen, Briefen und Fotografien. Kluges Enkelin, Mikaela Kluge, begann daraufhin, die Geschichte ihres Großvaters zu erforschen – und stieß dabei auf seine Verbindung zu Berlin und dem Charlottenburger Rathaus.

Ein glücklicher Zufall: Zur gleichen Zeit plante das Verwaltungsinformationszentrum (VIZ) eine Ausstellung zum 120-jährigen Jubiläum des Rathauses. Die Familie stellte daraufhin Dokumente und Fotografien aus dem Nachlass für die Ausstellung zur Verfügung. Außerdem erstellte Mikaela Kluge eine kleine Publikation, in der ein Teil der Materialien zusammengestellt ist. Ein Exemplar hat sie dem VIZ für das Rathausarchiv übergeben.

Im Juni reiste die Familie Kluge nach Berlin, um die früheren Wirkungsstätten Max Kluges zu besuchen. Das VIZ organisierte eine Tour durch den Bezirk, die in der vierten Etage des Rathauses begann – dort, wo einst die Hochbauabteilung untergebracht war. Die Tour führte weiter zu zwei von Kluges erhaltenen Gebäuden: einem Wohnhaus in der Eosanderstraße 4 sowie zur Hans-Litten-Schule in der Danckelmannstraße. Auch seine früheren Wohnorte in der Sybelstraße und in der Mommsenstraße standen auf dem Programm.

Für die Familie war der Besuch eine besondere Gelegenheit, die Arbeit ihres Vorfahren erstmals im städtischen Raum zu erleben und mehr über sein Leben zu erfahren. Im Archiv des Stadtmuseums Spandau entdeckten sie zudem zahlreiche Dokumente über Max Kluges Vater Theodor Kluge (1852–1927), seinen Großvater Theodor Kluge (1821–1884) und seinen Urgroßvater Johan Friedrich Kluge (1793–1871).

Kontakt

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Verkehrsanbindungen