120 Jahre Rathaus Charlottenburg: Ausstellung blickt auf die facettenreiche Geschichte
Eine neue Ausstellung in der Rathausgalerie beleuchtet die Bau- und Nutzungsgeschichte des denkmalgeschützten Gebäudes – mit selten gezeigten Fotografien, historischen Plänen und erstmals veröffentlichten Dokumenten.
Das Rathaus Charlottenburg wurde am 21. Mai 1905 nach sechsjähriger Bauzeit eröffnet und ersetzte einen älteren Bau an gleicher Stelle. Schon bei der Einweihung war klar, dass der Platz für die wachsende Verwaltung nicht ausreichen würde.
Für die Ausstellung hat Stefan Knobloch in Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsinformationszentrum (VIZ) des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf zahlreiche Bauakten und historische Illustrationen durchforstet, um die Geschichte des Rathauses möglichst detailgetreu darzustellen. Abbildungen zeigen unter anderem den historischen BVV-Saal sowie die ehemalige Sparkassenhalle.
Besucherinnen und Besuchern können, anhand zahlreicher Skizzen die baulichen Veränderungen über die Jahrzehnte nachverfolgen – von den ersten Plänen Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus 1916. Ein Highlight der Ausstellung sind Materialien aus dem Nachlass des Architekten Max Kluge. Seine in Schweden lebende Enkelin stellte bislang unveröffentlichtes Material zur Verfügung.
Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch und Bezirksverordnetenvorsteherin Judith Stückler haben die Ausstellung zum 120-jährigen Jubiläum des Rathauses Charlottenburg in der Rathausgalerie (Otto-Suhr-Allee 100, 2. Etage) eröffnet. Zahlreiche Ausstellungsbesucherinnen und -besucher nutzten am Eröffnungstag die Gelegenheit für einen Austausch mit den Ausstellungsmachern. Viel Lob gab es für die akribische Zusammenstellung der Chronik oder die detaillierten Skizzen.
Bis einschließlich Mittwoch, 28. Mai 2025, besteht noch die Gelegenheit, die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besuchen.