Brunnen sprudeln wieder in Charlottenburg-Wilmersdorf

Die Berliner Brunnen sind jedes Frühjahr ein echtes Highlight in der City West. Ab Mitte April bis Oktober sprudeln die Zierbrunnen wieder und laden zum Verweilen, Staunen und Erholen ein. Berlinweit gibt es mehr als 270 Zierbrunnen, Charlottenburg-Wilmersdorf bietet mit 35 Anlagen eine beeindruckende Vielfalt – von historischen Schmuckstücken bis zu charmanten Treffpunkten im Kiez. Hier stellen wir ein paar unserer besonders sehenswerten Brunnen vor.

Informationen zu allen Brunnen sind auf der Webseite des Bezirks zu finden. Weitere Hinweise zu den berlinweiten Brunnenanlagen befinden sich auf der Webseite der Berliner Wasserbetriebe.

„Wasserpilz“ am Leon-Jessel-Platz

„Wasserpilz“ am Leon-Jessel-Platz

Der Wasserpilz-Brunnen befindet sich auf dem Leon-Jessel-Platz im Berliner Ortsteil Wilmersdorf, nahe dem U-Bahnhof Fehrbelliner Platz und dem Preußenpark. Die Brunnenskulptur wurde 1984 von dem Künstler Emanuel Scharfenberg geschaffen und ist in der Form eines überdimensionalen Pilzes aus Bronze gestaltet. Das Wasser fließt bei Betrieb über den Hut des Pilzes und ergießt sich in eine flache Brunnenschale. Der Pilz sieht sehr lebendig und echt aus und ist besonders bei Kindern beliebt.

Der Leon-Jessel-Platz selbst wurde 1984 neu gestaltet und erhielt seinen Namen 1985 zu Ehren des Komponisten Leon Jessel.

Heute ist der Wasserpilz ein markantes Wahrzeichen des Platzes und ein beliebter Treffpunkt in der City West.

„Entenbrunnen“ vor dem Renaissance-Theater

„Entenbrunnen“ vor dem Renaissance-Theater

Der Entenbrunnen ist ein beliebter Schmuckbrunnen in der Berliner City-West. Er befindet sich zwischen Hardenbergstraße und Knesebeckstraße direkt vor dem Renaissance-Theater.

Der Brunnen wurde 1911 vom Bildhauer August Gaul geschaffen und war ein Geschenk des Fabrikanten und ehrenamtlichen Charlottenburger Stadtrates Max Cassirer an die damalige Stadt Charlottenburg. Trotz der Wirren der beiden Weltkriege blieb der Brunnen erhalten und ist bis heute als geschütztes Baudenkmal in Betrieb.

Der Entenbrunnen besteht aus einem Brunnenbecken aus Muschelkalk, das auf einem niedrigen Sockel steht. In der Mitte erhebt sich (zufälligerweise wieder) ein rund 1,30 Meter hoher steinerner Pilz, über dessen Hut das Wasser in das Becken läuft. Auf den beiden schmalen Beckenrändern sind jeweils drei Bronze-Enten dargestellt, als würden sie am Brunnen Pause machen und sich erfrischen. Vor allem deshalb ist der Brunnen wohl so beliebt und ist mittlerweile auch als „Streichelbrunnen“ bekannt. Die glatt und glänzend gestreichelten Köpfe der Enten erklären wohl, warum.

„Wasserspiele“ auf dem Walter-Jessel-Platz

„Wasserspiele“ auf dem Walter-Jessel-Platz

Der Wasserspiele-Brunnen am Walter-Benjamin-Platz ist ein modernes, computergesteuertes Wasserspiel, das im Jahr 2000 installiert wurde. Er befindet sich auf der Westseite des Platzes, zur Leibnizstraße hin, und ist ein zentrales Gestaltungselement des von Hans Kollhoff entworfenen Stadtplatzes.

Der Brunnen besteht aus 115 computergesteuerten Düsen, aus denen bis zu 840 Kubikmeter Wasser pro Stunde emporschießen können. Die Fontänen erreichen dabei Höhen von bis zu zwölf Metern und erzeugen durch wechselnde Wasserfiguren ein lebendiges Bild, das den Platz besonders im Sommer belebt.
Der Brunnen ist bodengleich angelegt und mit Pollern sowie Ketten umzäunt. Wegen Rutschgefahr ist das Plantschen im Brunnen nicht erlaubt.

„Delphin-Brunnen“ auf dem Hohenzollernplatz

„Delphin-Brunnen“ auf dem Hohenzollernplatz

Der Delphinbrunnen am Hohenzollernplatz wurde 1968 vom Bildhauer Hans Bautz geschaffen und besteht aus einer Bronzeplastik, die in einem Betonbecken aufgestellt ist. Die Skulptur zeigt drei spielende Delphine: Zwei von ihnen bilden einen Ring, durch den der dritte Delphin hindurchspringt. Diese Komposition vermittelt einen Eindruck von Eleganz und Lebensfreude. Die Delphine sind relativ realistisch, aber leicht stilisiert dargestellt.

Das Brunnenbecken ist quadratisch und besteht aus Beton mit einer Einfassung aus hellgrauem Granit. An zwei Seiten des quadratischen Brunnens sind die Betonschwellen erhöht und mit Holzplanken zum Sitzen versehen. Der Brunnen ist von einem gepflasterten Platz und Bänken umgeben. Bei Betrieb sprudeln aus drei Düsen Wasserfontänen in das Becken.

„Wasserklops“ am Breitscheidplatz

„Wasserklops“ am Breitscheidplatz

Der Berliner Weltkugelbrunnen, im Volksmund auch „Wasserklops“ genannt, ist ein markantes Wasserspiel auf dem Breitscheidplatz vor dem Europa-Center in Berlin-Charlottenburg. Die Brunnenanlage wurde 1983 vom Bildhauer Joachim Schmettau gemeinsam mit Susanne Wehland geschaffen und im Zuge der Neugestaltung des Platzes durch die Architekten Ivan Krusnik und Oskar Reith installiert. Das Zentrum des Brunnens bildet eine große, aus rotem Granit gestaltete Halbkugel mit einem Durchmesser von 8,5 Metern, die in einem 16 Meter breiten Wasserbecken liegt. Verschiedenste Figuren und Formen verleihen dem Brunnen einen verspielten Charakter.

Die Gestaltung des Brunnens ist vielschichtig: Eine großzügige Treppenanlage umgibt das Hauptbecken und führt vom Breitscheidplatz ins Souterrain des Europa-Centers. In den südöstlichen Treppenlauf ist ein weiterer Wasserlauf aus Bronze mit fünf Szenen – Gebirge, Alm, Stadtlandschaft, Mülldeponie und Nixen – integriert. Nördlich des Hauptbeckens steht ein kleinerer Brunnen mit der Bronzefigur „Spiel mit Marionette“. Der Weltkugelbrunnen gilt als die größte und städtebaulich interessanteste moderne Wasseranlage des Bezirks und ist sowohl bei Berlinern als auch bei Besuchern ein beliebter Treffpunkt und Fotomotiv.

„Säule in der Brandung“ am Adenauerplatz

„Säule in der Brandung“ am Adenauerplatz

Die Brunnenskulptur „Säule in der Brandung“ steht im Zentrum des Adenauerplatzes. Sie wurde von dem Künstlerpaar Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff entworfen und 1974 aufgestellt. Die Skulptur besteht aus Chromnickelstahl und erhebt sich als etwa vier Meter hohe Säule aus einem flachen Rundbecken aus Stein. Charakteristisch ist die Ummantelung der Säule durch verschweißte Metallröhren, die sich etwa auf halber Höhe blütenartig öffnen. Zwischen der zentralen Säule und den Röhren tritt Wasser aus, das durch integrierte Düsen in unterschiedlichen Höhen aufsteigt und so einen lebendigen, dynamischen Eindruck vermittelt.

Der Brunnen ist nicht nur ein künstlerischer Blickfang, sondern auch ein beliebter Treffpunkt und prägt das Erscheinungsbild des Platzes maßgeblich.

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