Erster Spatenstich geschafft: Neues Holzbausystem für Schulen startet in Berlin-Schöneberg

Gruppenfoto der am Projekt Beteiligten

Gruppenfoto der am Projekt Beteiligten

Pressemitteilung Nr. 282 vom 03.07.2026

An der Friedenauer Gemeinschaftsschule nimmt „Das Fliegende Klassenzimmer 2.0“ Gestalt an

Frau und Mann stehen vor der Kamera

Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino (rechts) mit dem Senator für Finanzen und Kultur Stefan Evers

Auf der Baustelle der Friedenauer Gemeinschaftsschule in der Rubensstraße 63 hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg am Freitag den Grundstein für ein neuartiges Schulgebäude gelegt. Mit dem Holzmodulbau „Das Fliegende Klassenzimmer 2.0“ testet der Bezirk erstmals ein System, das künftig deutlich schneller neue Schulplätze schaffen soll als der klassische Schulbau.

Sichtlich stolz zeigte sich Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino bei der Zeremonie:

„Heute haben wir den Grundstein für die Zukunft des Schulbaus in Berlin gelegt: ‘Das Fliegende Klassenzimmer 2.0‘ ist in Friedenau gelandet! Wie Duplo-Steine ist es flexibel stapelbar, wieder ab- und aufbaubar, nachhaltig und hochwertig, es kann auf die Umgebung reagieren. Außerdem können wir Planungs- und Bauzeiten so massiv verkürzen!“

Außerdem betonte sie den Nutzen für die ganze Stadt:

„Wir brauchen in Berlin dringend Schulplätze. In nur zehn Monaten ist ein Standort errichtet! So ist das Fliegende Klassenzimmer der Schlüssel für die Zukunft des Schulbaus in Berlin, egal ob temporärer Ergänzungsbau oder als Ersatzbau bei Sanierung von Bestandgebäuden. Ich freue mich, dass wir in Tempelhof-Schöneberg mit diesem Pilotprojekt vorangehen konnten.“

Frau hält ein Rohr in der Hand, das mit Zeitungen befüllt wird.

Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino befüllt die Zeitkapsel

Bei der Feier drehte sich alles um Handwerk und Zukunftsmusik zugleich. Unter den Gästen und Rednern waren neben Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino, der Senator für Finanzen und Kultur, Stefan Evers, der Leiter der Schulentwicklungsplanung und Schulinfrastruktur in Berlin, Mario Bade und Bezirksstadtrat Tobias Dollase. Alle bedankten sich insbesondere bei den am Projekt beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, den beteiligten Planungsbüros, den Bauschaffenden und der Schulleitung für die hervorragende Kooperation. Für den passenden Rahmen sorgten Schülerinnen und Schüler der Friedenauer Gemeinschaftsschule mit einem musikalischen Beitrag.

Ein besonderer Moment folgte im Anschluss: Gemeinsam mit den anwesenden Gästen wurde eine Zeitkapsel gefüllt, die von nun an im Fundament des Gebäudes ruhen wird.

Pilotprojekt für nachhaltigen Schulbau in Berlin-Schöneberg Grundstenlegung

Hinter der Baustelle steckt mehr als nur ein weiterer Schulneubau: Die Rubensstraße 63 ist der Ort, an dem das Bezirksamt sein neu entwickeltes DFK-2.0-System zum ersten Mal in der Praxis erprobt. Entwickelt wurde die Gebäudereihe vom Fachbereich Baumanagement im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit dem Ziel, Schulstandorte im gesamten Stadtgebiet schneller und bedarfsgerechter weiterzuentwickeln.

Was das System besonders macht, ist seine Wandlungsfähigkeit: Die Module lassen sich passgenau auf unterschiedliche Standorte und Schulformen zuschneiden – und bei Bedarf später wieder abbauen und an anderer Stelle neu errichten. Genau dieses Baukasten-Prinzip soll künftig helfen, dem wachsenden Bedarf an Schulplätzen in Berlin schneller zu begegnen, als es klassische Bauverfahren erlauben.

Konkret entstehen an dem Standort 10 Klassen- und 7 Teilungsräume für insgesamt 268 Schülerinnen und Schüler sowie 17 pädagogische Fachkräfte. Weil ein Großteil der Bauteile bereits vorgefertigt ist, soll die Gebäudehülle noch in diesem Jahr stehen; die vollständige Fertigstellung ist für Mai 2027 vorgesehen, energetisch ausgelegt als KfW-Effizienzhaus 40. Das Bausystem soll anschließend in ganz Berlin zum Einsatz kommen.