Ehre, wem Ehre gebührt. Doch Frauen werden dabei noch immer seltener bedacht. Das Land Berlin würdigt besonderes Engagement auf vielen Wege. Dazu gehören der Berliner Verdienstorden, mit Ehrengrabstätten sowie Straßen und Plätze, die den Namen einer Person tragen. Eine Übersicht aller Ehrungen und Auszeichnungen finden Sie auf der Seite der Senatskanzlei.
Frauen werden seltener geehrt
Ehrungen, Auszeichnungen und Preise gehen bis heute überwiegend an Männer. So ging bisher nur rund jeder dritte Berliner Verdienstorden an eine Frau. Dabei gestalten Frauen die Stadt jeden Tag mit: im Ehrenamt, in Wissenschaft und Kultur, in Politik und Nachbarschaft. Sichtbarkeit ist auch eine Frage gleichberechtigter Teilhabe. Das Land Berlin will die Leistungen von Frauen deshalb stärker sichtbar machen.
Regeln für mehr Gleichstellung
Seit 2021 gilt für den Berliner Verdienstorden: Frauen und Männer sollen zu gleichen Teilen ausgezeichnet werden. Auch die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten soll dabei berücksichtigt werden. Für neue Straßennamen gilt schon länger: Frauen sollen stärker zum Zug kommen.
Rechtsgrundlagen
- Verwaltungsvorschriften zur Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin vom 23. September 2021, Amtsblatt für Berlin, 71. Jahrgang, Nr. 49 vom 5. November 2021, S. 4335
- Ausführungsvorschriften zu § 5 des Berliner Straßengesetzes (AV Benennung) vom 1. Februar 2017, zuletzt geändert am 1. Dezember 2020, Amtsblatt für Berlin 2020, S. 2881, Ziffer 1 Absatz 3 Buchstabe c, dritter Spiegelstrich.
Eigene Preise für Frauen
Das Land Berlin zeichnet das Engagement von Frauen zusätzlich mit eigenen Preisen aus: dem Berliner Frauenpreis und dem Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit. So erinnert das Land Berlin an Frauen, die die Stadt geprägt haben, und stärkt diejenigen, die sie heute verändern.
Machen Sie mit
Nur wer vorgeschlagen wird, kann ausgezeichnet werden. Kennen Sie eine Frau, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzt? Dann schlagen Sie sie für das Bundesverdienstkreuz vor.