Bildung

Welche Schulabschlüsse haben die Berlinerinnen und Berliner?

Daten zur Schulbildung der Berliner Bevölkerung

Im Jahr 2020 hatten die meisten Berlinerinnen und Berliner zwischen 15 und 65 Jahre die Fachhochschulreife bzw. das Abitur – außer in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen überwiegt dabei der Frauenanteil. Der größte Abstand zwischen Männern und Frauen ist in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen (Männer mit Abi: 42,5 Prozent, Frauen mit Abi: 56,8 Prozent).
Sowohl bei den akademischen Abschlüssen als auch bei Lehre und Berufsausbildung sowie dem Anteil derer ohne beruflichen Abschluss liegen die Berlinerinnen und Berliner etwa gleich auf. Unterschiede gibt es bei den Promotionen mit einem höheren Männer-Anteil und bei den Fachschulabschlüssen mit einem höheren Frauen-Anteil. Bei den Abschlüssen im Gesundheitswesen wie der Pflege waren im Schuljahr 2019/20 deutlich mehr Frauen vertreten.

Im Jahr 2020 hatten etwa 54 % aller Berliner Männer zwischen 15 und 65 Jahren die Fachhochschulreife/Abitur. Mit fast 70 % hat die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen am häufigsten die Fachhochschulreife/Abitur. Bei den 35- bis 44-Jährigen sind es 60 %. In der Altersgruppe 45-54 Jahre etwa 50 %.

Im Vergleich zu den Berliner Frauen (in einer separaten Grafik dargestellt) haben Männer außer in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen seltener die Fachhochschulreife/Abitur. Der größte Abstand zwischen Männern und Frauen ist in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen (Männer: 42,5 %, Frauen: 56,8 %).

Im Jahr 2020 hatten etwa 59 % aller Berliner Frauen zwischen 15 und 65 Jahren die Fachhochschulreife/Abitur. Mit fast 75 % hat die Gruppe der 25- bis 34-jährigen Frauen am häufigsten die Fachhochschulreife/Abitur. Bei den 35- bis 44-Jährigen sind es fast 65 %. In der Altersgruppe 45-54 Jahre etwa 50 %.

Im Vergleich zu den Berliner Männern (in einer separaten Grafik dargestellt) haben Frauen außer in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen häufiger die Fachhochschulreife/Abitur. Der größte Abstand zwischen Männern und Frauen ist in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen (Männer: 42,5 %, Frauen: 56,8 %).

Berlinerinnen und Berliner im Alter von 15-64 Jahren liegen mit einem Abstand von maximal 4,2 Prozentpunkten bei Fachhochschulreife/Abitur bei den höchsten Bildungsabschlüssen in etwa gleich auf.
Die meisten haben die Fachhochschulreife bzw. das Abitur (Frauen: 58,5 , Männer: 54,3 %). Es folgen Realschulabschlüsse (Frauen:19,9, Männer: 20,0%), Hauptschulabschlüsse (Frauen: 6,8%, Männer 9,3% und Abschlüsse der Polytechnischen Oberschule (Frauen: 7,2 %, Männer: 7,4 %). Etwa 3,7 % der Frauen und 4,2 % der Männer haben keinen Schulabschluss.

Berlinerinnen und Berliner im Alter von 25-64 haben etwa gleich oft einen akademischen Abschluss (Frauen: 27,5%, Männer: 28,7%). Beim höchsten akademischen Abschluss, der Promotion, liegen die Männer mit 3,2% am deutlichsten vor den Frauen (1,9%).
30% der Frauen und 28,9% der Männer haben eine abgeschlossene Lehre/Berufsausbildung. Einen Fachschulabschloss haben 7,2% der Frauen und 4,6% der Männer. Ohne beruflichen Abschluss sind etwa 20% sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern.

Im Schuljahr 2019/20 haben etwa 8.100 Männer und etwa 6.000 Frauen die Berufsschule erfolgreich abgeschlossen. Bei der Berufsfachschule waren es etwa 1.400 Männer und 2.300 Frauen. Auch bei der Fachschule haben mit etwa 1.000 Männern und fast 2.400 Frauen mehr Frauen ihren Abschluss gemacht.

Bei den Abschlüssen im Gesundheitswesen wie der Pflege sind deutlich mehr Frauen vertreten (471 Männer, 1.269 Frauen).

Berlinerinnen und Berliner an den Universitäten

Daten zur Hochschulbildung der Berliner Bevölkerung

Außer an der Technischen Universität sowie den Hochschulen für Technik studierten im Wintersemester 2020/21 jeweils mehr Frauen als Männer an den Universitäten und Hochschulen. Bis auf die Ingenieurswissenschaften und die Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften zeigt sich dieser Trend auch bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern im Wintersemester 2020/21.

Beim wissenschaftlichen Personal sieht es hingegen völlig anders aus: In nahezu allen Personalbereichen und Besoldungsgruppen überwiegt der Anteil von Männern. Zum größten Teil deutlich.

An den staatlichen Universitäten in Berlin studieren mit einem Anteil von jeweils etwa 60% mehr Frauen als Männer. Einzige Ausnahme ist die Technische Universität mit einem Studentinnenanteil von knapp unter 40%. Insgesamt studieren etwa 116.500 Männer und Frauen an den Universitäten.

An den Kunsthochschulen studieren insgesamt fast 5.900 Menschen. Auch hier ist der Frauenanteil insgesamt bei etwa 60%. An der Kunsthochschule Weißensee ist der Frauenanteil mit fast 70% am höchsten, an der Hochschule für Musik mit 45% am niedrigsten.

An den Fachhochschulen ist der Frauenanteil geringer und liegt bei etwa 44% der insgesamt 43.320 Studierenden. An der Hochschule für Wirtschaft und Recht ist das Geschlechterverhältnis jedoch fast ausgeglichen (51,7% Frauen) und an der Alice Salomon Hochschule sind Frauen mit einem Anteil von 75% vertreten.

Insgesamt haben fast 20.000 Menschen im Wintersemester 2020/21 ein Studium begonnen. Mit 52% waren etwa die Hälfte Frauen.

Die meisten Studienanfängerinnen bzw. Studienanfänger sind bei den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (insgesamt 6.070 Menschen) und den Ingenieurwissenschaften (5.599 Menschen).

Die größten Geschlechterunterschiede bei der Wahl des Studienfachs zeigt sich bei den Ingenieurwissenschaften (70% Männer) und bei den Geisteswissenschaften (fast 70% Frauen). Auch bei den Kunstwissenschaften gibt es mit fast 66% mehr Studentinnen.

Über alle Besoldungsgruppen hinweg sind etwa zwei Drittel oder mehr der Professuren mit Männern besetzt.
Einzige Ausnahme sind die W1/AT-Junior-Professorinnen und Professoren – hier ist das Geschlechterverhältnis in etwa ausgewogen.
In der höchsten Besoldungsgruppe der C4-Professuren sind nur 28 der insgesamt 168 Professorinnen und Professoren Frauen. Das entspricht gerade einmal 16,7%.

Die Stellen für nebenberuflich tätige wissenschaftliche Hilfskräfte sind mit knapp 54% überwiegend mit Frauen besetzt.
Abgesehen davon sind beim nebenberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Personal an den staatlichen Hochschulen die Männer deutlich im Plus: Bei den Lehrbeauftragten ist das Geschlechterverhältnis mit 40% Frauen und 60% Männern noch am ausgewogensten. Bei den Honorarprofessuren sind Frauen nur mit 16,8% vertreten, bei den Emeriti sogar nur mit 3,8%.

Bei den hauptberuflichen Lehrkräften ist die Gruppe der wissenschaftlich und künstlerischen Mitarbeitenden mit 12.362 Beschäftigten die größte Gruppe. Etwa 46% von ihnen sind Frauen. Auch bei den 88 Dozentinnen bzw. Dozenten und Assistentinnen und Assistenten sind gut 46% der Stellen mit Frauen besetzt. Von den insgesamt 484 Lehrkräften mit besonderen Aufgaben sind knapp 62% Frauen.

An allen staatlichen Hochschulen sind die C3- und C4-Professuren deutlich häufiger mit Männern besetzt. Die einzige Ausnahme sind die C3-Professuren an der Humboldt-Universität, die mit 7 Frauen und 8 Männern nahezu gleich besetzt sind. Außer bei den Kunsthochschulen dominieren auch bei den C2-Professuren die Männer deutlich.
Tendenziell steigt der Frauenanteil mit abnehmender Besoldungsgruppe, häufig liegt der Frauenanteil dennoch deutlich unter 50%. Bei den befristeten Professuren überwiegt hingegen der Frauenanteil in den meisten Fällen.

Über alle Besoldungsgruppen hinweg liegt der Frauenanteil lediglich an drei Hochschulen über 50%: An der Kunsthochschule Weißensee (53,2% Frauen), der Hochschule für Schauspielkunst (63,3% Frauen) und der Alice Salomon Hochschule (70,3% Frauen). An allen anderen Berliner Hochschulen liegt der Frauenanteil zwischen 21,3% (Technische Universität) und 41,1% (Universität der Künste).