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KiTS aktuell: Weltmädchentag 2025

Die Teilnehmerinnen des Weltmädchentages beim gemeinsamen Tanz
  • 23.10.2025

Im Jahr 2011 erklärten die Vereinten Nationen den 11. Oktober zum Internationalen Weltmädchentag. Dieser Tag soll daran erinnern, dass die Rechte vieler Mädchen* weltweit eingeschränkt werden und ein geschütztes sowie gleichberechtigtes Leben für viele von ihnen noch immer keine Realität ist. Gleichzeitig soll er dazu anregen, sich für die Rechte von Mädchen* einzusetzen und weltweit für ihre Gleichstellung und Sicherheit zu kämpfen.

Martina Zander-Rade, die stellvertretende Vorsitzende der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg

Bereits zum 13. Mal wurde eine große Mädchen*-Party von der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sowie den Frauen* der Fach AG Mädchen*arbeit organisiert.

Eingeladen hatten der Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und Jugendstadtrat Oliver Schworck, vertreten durch Martina Zander-Rade, der stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksverordnetenversammlung, da die Türen der “Weissen Rose” an diesem Tag ausschließlich Mädchen* und Frauen* offenstanden.

Sie kamen in Scharen und strömten bereits vor dem offiziellen Beginn ins Foyer.

Postkarten, die von den Teilnehmerinnen des Weltmädchentag 25 geschrieben werden

Das Motto „Mädchenrechte sind…“ war den Besucher*innen schon im Vorfeld auf Plakaten und Postkarten überall im Bezirk begegnet. Unter der Überschrift „Karten für Katharina Günther-Wünsch“ malten und schrieben die Besucherinnen im Foyer ihre persönlichen Botschaften an die für Jugend zuständige Senatorin. Belohnt wurden sie dann mit einem goldenen Festivalband mit der Aufschrift „ My Body My Choice“. Auf großen Stellwänden wurde dieser Slogan in viele Sprachen übersetzt und dazu aufgefordert, fehlende Sprachen hinzuzufügen. Alle sollten verstehen können, welch wichtige Botschaft von diesem Satz ausgeht.

Um unnötigen Müll zu vermeiden, wurden auch in diesem Jahr vom Umweltamt gesponserte Trinkflaschen verteilt, die die Silhouette eines fröhlich tanzenden Mädchens* auf goldenem Hintergrund zeigen. Die Flaschen konnten nach Belieben mit Wasser oder Apfelschorle nachgefüllt werden.

Anschließend wurden die Postkarten auf die Bühne des Saals gebracht und dienten als Einstieg in eine Diskussion mit dem Publikum über Mädchen*rechte.

Viele junge Frauen und Mädchen während der Fragestunde im Saal der Weissen Rose am Weltmädchentag 25

Auch in diesem Jahr beteiligten sich viele Besucher*innen mit teils sehr berührenden Wortmeldungen an der Gesprächsrunde. Das im Eingangsbereich von Leben Lernen e.V. aufgestellte Glücksrad mit Fragen zu allen Themen, die Mädchen* bewegen, hat bereits Tradition. Ebenso die ausgelegten Informationen von der Mädchen*-Suchtberatungsstelle von FrauSuchtZukunft e.V.

Als die Türen zum großen Saal geöffnet wurden, beeindruckte auch in diesem Jahr der schillernde Bühnenhintergrund. Jeder Buchstabe wurde in den Vorjahren durch eine andere Einrichtung gestaltet. So unterschiedlich, so bunt und so schön wie die Mädchen*arbeit im Bezirk, war auch der Bühnenhintergrund dieser Veranstaltung.

Ulrike Dietrich und Eylül Aydin aus dem Jugendcafé am Dorfteich

Zum Programmstart stellte sich die Moderatorin Ulrike Dietrich aus dem Café Pink vor, die seit vielen Jahren mit großem Engagement und viel Sensibilität durch das Programm führt. In diesem Jahr wurde sie, auch nicht zum ersten Mal, von Eylül Aydin aus dem Jugendcafé am Dorfteich unterstützt.

Die Begrüßungsworte sowie der besondere Dank an die vielen Frauen* der Fach AG Mädchen*arbeit, die durch ihren Einsatz diese Großveranstaltung möglich machen, wurden durch Julia Selge, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte im Bezirk Tempelhof-Schöneberg sowie Valerie Lenck von Leben Lernen e.V. überbracht.

Aus der Bezirkspolitik war es Martina Zander-Rade, die in ihrer Ansprache die Mädchen* dazu ermutigte, sich nicht unterdrücken zu lassen und stets auf ihre Rechte zu bestehen. Der Tag solle ein Tag voller Spaß für die Mädchen* sein, aber auch dazu anregen, die politische Dimension zu verstehen und zur Partizipation einzuladen.

Bereits vor Wochen wurde in den Mädchen*gruppen der Jugendfreizeiteinrichtungen und Schulen intensiv zum Thema Mädchen*rechte gearbeitet. Und wie schon in den vergangenen Jahren wurden die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Mädchen*rechten auf der Bühne präsentiert.

In diesem Jahr führte das Jugendcafé am Dorfteich das Theaterstück „Der Spiegel“ auf, das sich mit den Themen Eigenliebe und Bodyshaming auseinandersetzte.

Zudem wurden zwei Filmbeiträge aus der Kiezlinse sowie dem Café Pink gezeigt, die die Stellung von Frauen* und Mädchen* in der Gesellschaft und das Thema Diskriminierung behandelten.

An diesen politischen Teil der Veranstaltung schloss sich das Kulturprogramm an.

Jugendliche der Kifrie Musiketage musizieren auf der Bühne

Auf der Bühne standen gleich zwei Bands aus der Kifrie-Musiketage: Die Rainbows spielten zwei Songs, darunter einen speziell für den Abend komponierten Titel mit dem Namen „Mädchenrechte“.* #Musik* begeisterte das Publikum mit zwei weiteren Songs. Die ursprünglich auf Plakaten angekündigten Box-Girls aus dem Flipperclub konnten leider nicht auftreten, wurden aber durch einen grandiosen Tanzauftritt der Flippergirls würdig vertreten.
Es folgte eine fantastische Darbietung der Dance Diamonds aus dem G-Haus.

Die Theatergruppe des Café Pink auf der Bühne

Die Theatergruppe aus dem Café Pink überraschte mit einem selbst verfassten Theaterstück, das durch Videoeinspieler ergänzt wurde. In dem Stück ging es um zwei jugendliche Held*innen im Kampf gegen Gentrifizierung und Umweltschutz. Den Darstellerinnen gelang es, dieses komplexe Thema so verständlich und zugänglich zu präsentieren, dass sie die volle Aufmerksamkeit des teilweise noch sehr jungen Publikums auf sich zogen.

Wie schon in den Jahren zuvor, begeisterte Femme Fusion auch dieses Mal mit einer beeindruckenden Performance. Gemeinsam mit dem neu hinzugekommenen Duo Kati & Emilia rundeten die beiden Tanzgruppen das vielseitige Kulturprogramm des Abends, inklusive Überraschungsgästen, auf großartige Weise ab.

In der darauffolgenden Pause strömten die Mädchen* an die Getränke- und Essensstände. Wie alles bei dieser Veranstaltung war auch die Verpflegung für die Besucher*innen kostenlos.

Eine Mädchentanzgruppe während einer Aufführung

Nach der Pause waren alle Stühle im Saal verschwunden, und eine Tanzgruppe aus dem Centre Talmar beeindruckte mit einer kraftvollen Performance gegen Gewalt an Mädchen*.
Die Tänzer*innen aus dem Centre Talmar führten den Tanz von One Billion Rising vor, der weltweit am 14. Februar als Zeichen der Solidarität, für Chancengleichheit und gegen Gewalt an Frauen und Mädchen* getanzt wird. Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr. Die Energie des gemeinsamen Tanzens war so mitreißend, dass die Mädchen* gar nicht genug davon bekommen konnten und alle noch einmal zusammen tanzten.
Dann ging es weiter mit der großartigen Djane, die ausschließlich Wunsch-Musik auflegte. Die Mädchen tanzten, bis die Veranstaltung um 21 Uhr zu Ende ging. Mit der Ankündigung auf eine Wiederholung im kommenden Jahr verließen sie glücklich die Weisse Rose.

Julia Selge, Valerie Lenk und Ulrike Dietrich auf der Bühne der Weissen Rose am Weltmädchentag 25

Was für eine wunderbare Party! So viele beeindruckende Beiträge, eine wirklich rundum gelungene Veranstaltung. Besonders schön war die einfühlsame und souveräne Moderation von Ulli und Eylül, die mit ihrem Charme die Veranstaltung begleiteten, Übergänge schafften und den aufgeregten Mädchen* den Weg auf die Bühne erleichterten.
Diese Veranstaltung und die wunderbare Atmosphäre verdanken wir dem großartigen Zusammenwirken vieler engagierter Menschen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

Eine Mädchentanzgruppe