Neue Methode zur Eindämmung des invasiven Japanischen Staudenknöterichs am Wilhelmsteich

Pressemitteilung Nr. 300 vom 14.07.2026

Am Wilhelmsteich im Lehnepark in Tempelhof beginnen zwischen Juli und Anfang August 2026 gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs.

Die hochinvasive und extrem schnell wachsende Pflanzenart bedroht die heimische Flora und Fauna am Gewässer, da sie andere (konkurrenzschwache) Pflanzenarten in rasantem Tempo verdrängt. Um das ökologische Gleichgewicht am Wilhelmsteich wiederherzustellen und dauerhaft zu schützen, zu erhalten und weiterzuentwickeln kommt nun das innovative und umweltschonende RooterWave-Verfahren zum Einsatz.

Die gesamte Maßnahme wurde im Vorfeld eng mit dem bezirklichen Umwelt- und Naturschutzamt abgestimmt.

Wie funktioniert das RooterWave-Verfahren?

Beim RooterWave-Verfahren wird vollkommen auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln (Herbiziden) verzichtet. Stattdessen wird der Knöterich mit gezielten, hochfrequenten Stromimpulsen, die in die Pflanze gerichtet werden, behandelt. Der Strom fließt durch den Stängel bis tief in das weitverzweigte Wurzelsystem der Pflanze. Dort wird die Energie in Wärme umgewandelt, wodurch das Wasser in den Pflanzenzellen verdampft und die Zellstrukturen bis in die Tiefe zerstört werden. Die Pflanze stirbt dadurch von innen heraus ab.

Ein wichtiger Hinweis für Spaziergänger_innen und Erholungssuchende

Nach der Behandlung mit dem RooterWave-Gerät bleibt der absterbende Knöterich bewusst für etwa zwei bis drei Wochen vor Ort liegen. Diese Liegezeit ist notwendig, um den vollständigen Zersetzungs- und Absterbeprozess bis in die letzten Wurzelspitzen sicherzustellen. Erst nach Ablauf dieser Frist wird das braune Pflanzenmaterial weggeräumt und fachgerecht entsorgt.

Langfristiger Einsatz für dauerhaften Erfolg

Der Japanische Knöterich ist für seine extreme Hartnäckigkeit und seine tiefen, speicherfähigen Wurzeln (Rhizome) bekannt. Eine einmalige Behandlung reicht daher nicht aus. Bis zur endgültigen und nachhaltigen Wirksamkeit der Maßnahme ist ein Zeitraum von etwa zwei bis drei Jahren veranschlagt. In dieser Zeit werden insgesamt acht Behandlungen am Wilhelmsteich durchgeführt.

Wir bitten alle Anwohnenden und Parkbesuchenden des Lehneparks um Verständnis für diese notwendige Naturschutzmaßnahme und die damit verbundenen temporären Sperrungen während der Arbeiten sowie die optischen Beeinträchtigungen durch das liegengelassene Pflanzenmaterial. Dieser Einsatz ist ein entscheidender Schritt, um die heimische Natur an unserem Teich nachhaltig zu bewahren.