„Ich bin die Nachbarschaft“ – Tempelhof-Schöneberg macht Einsamkeit sichtbar und setzt auf aktive Gemeinschaft

Pressemitteilung Nr. 245 vom 17.06.2026

Einsamkeit ist kein Randphänomen: Sie betrifft Menschen aller Altersgruppen und Lebenswelten. Gleichzeitig bleibt sie häufig unsichtbar, da viele Betroffene nicht darüber sprechen und Unterstützungsangebote nicht erreichen. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg bricht dieses Tabu und setzt ein Zeichen für gelebten Zusammenhalt: Am 22. Juni 2026 eröffnet Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann die neue Öffentlichkeitskampagne „Ich bin die Nachbarschaft – Engagement gegen Einsamkeit in Tempelhof-Schöneberg“.

Die Kampagne ist Teil der geplanten bezirklichen Strategie „Engagiert gegen Einsamkeit“ des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg und wird künftig im öffentlichen Raum, in bezirklichen Einrichtungen sowie über digitale Kanäle sichtbar sein. Sie verfolgt einen bewusst positiven Ansatz: Nicht Einsamkeit als individuelles Defizit steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie Nachbarschaft, Engagement und soziale Verbundenheit entstehen können.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Um Einsamkeit wirksam zu reduzieren, braucht es Ansätze, die das Thema sichtbar und besprechbar machen, ohne zu stigmatisieren. Kommunikation, die soziale Verbundenheit positiv hervorhebt und lokale Engagementmöglichkeiten aufzeigt, ist dafür ein entscheidender Schritt.“

Gesichter des Bezirks: Engagement als Antwort auf Einsamkeit

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen zehn authentische Fotoporträts und persönliche Botschaften von Menschen, Gruppen und Initiativen aus Tempelhof-Schöneberg. Sie zeigen die Vielfalt des Engagements im Bezirk: aus Nachbarschaftsprojekten, Vereinen, Initiativen, Jugend- und Senior_innenarbeit, Inklusions- und Kulturprojekten, Sportangeboten sowie aus niedrigschwelligen Begegnungsorten und dem öffentlichen Raum.

Die Porträtierten stehen stellvertretend für viele Menschen, die täglich soziale Verbindungen ermöglichen: Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Begegnungsräume, unterstützen andere und gestalten aktiv eine offene Nachbarschaft.

Die zentrale Botschaft der Kampagne lautet: Jede_r kann Teil der Lösung sein. Mit der Frage „Und du? Was möchtest du in deinem Bezirk bewegen?“ lädt die Kampagne dazu ein, das eigene Potenzial im sozialen Miteinander zu reflektieren und Möglichkeiten zum Engagement zu entdecken sowie aktiv Gemeinschaft zu gestalten.

Freiwilliges Engagement spielt dabei eine zentrale Rolle. Viele Angebote gegen Einsamkeit entstehen durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, Beziehungen aufbauen und Räume schaffen, in denen Begegnung möglich wird.

Teil einer nationalen Bewegung

Mit der Kampagne beteiligt sich Tempelhof-Schöneberg an der Aktionswoche gegen Einsamkeit des Kompetenznetzes Einsamkeit (KNE) und setzt gemeinsam mit zahlreichen Kommunen und Organisationen ein Zeichen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Teilhabe.

Die Kampagne „Ich bin die Nachbarschaft“ ist ein Baustein der bezirklichen Strategie „Engagiert gegen Einsamkeit“, die Einsamkeit als Querschnittsthema versteht. Ziel ist es, bestehende Angebote sichtbar zu machen, Begegnungsmöglichkeiten zu stärken und langfristig Strukturen zu fördern, die soziale Verbundenheit im Bezirk ermöglichen.