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Abschied von Rosa von Praunheim - Ein Meister der queeren Kunst hinterlässt ein unverwechselbares Erbe

Pressemitteilung Nr. 492 vom 22.12.2025

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann besucht in Erinnerung an Rosa von Praunheim die Ausstellung “Rendezvous of Friends“ in der Galerie The Ballery am Montag, den 22.12.2025 um 16:30 Uhr

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg nimmt mit großer Trauer Abschied von Rosa von Praunheim, der am 17. Dezember 2025 im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Der Tod des Filmemachers, Künstlers, Autors und Aktivisten bedeutet einen tiefen Einschnitt für die queere Kultur in Berlin, insbesondere für den Bezirk Schöneberg, sowie für die gesamte deutsche und internationale Kunstszene. Über Jahrzehnten hinweg prägte Rosa von Praunheim die schwule Emanzipationsbewegung und setzte sich unermüdlich für die Sichtbarkeit und Rechte der queeren Gemeinschaft ein.

Als eine der markantesten Figuren der queeren Kulturbewegung in Berlin und darüber hinaus war Rosa von Praunheim nicht nur als Regisseur und Künstler aktiv, sondern auch als unerschrockener Aktivist, der mit seinen Filmen, Performances und öffentlichen Auftritten das Bild der queeren Gemeinschaft in Deutschland maßgeblich beeinflusste. Er setzte sich für die Sichtbarkeit und das Recht auf Selbstbestimmung der queeren Menschen ein und kämpfte für ein respektvolles Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft.

Bezirksbürgermeister Oltmann zum Tod von Rosa von Praunheim:
„Der Tod von Rosa von Praunheim trifft mich und viele weitere in Tempelhof-Schöneberg sehr. Der Künstler und Aktivist kämpfte mit jeder Faser seines Wirkens für die Rechte von Schwulen, Lesben und queerer Menschen. Sein Engagement für Menschenrechte und Vielfalt bewegt mich zutiefst und ich werde mich dafür stark machen, dass sein Erbe sowie seine Forderungen nicht verschwinden. In Gedenken an Rosa von Praunheim!“

Der Tod von Rosa von Praunheim erhält einen weiteren emotionalen und kulturellen Akzent durch die aktuelle Ausstellung „Rendezvous of Friends“, die bis zum 10. Januar 2026 in der Galerie The Ballery in Berlin-Schöneberg zu sehen ist.

Ausstellung „Rendezvous of Friends“

bis zum 10. Januar 2026
Dienstag bis Samstag, 13 bis 18 Uhr
Die Galerie bleibt auch während der Weihnachtsfeiertage und über den Jahreswechsel geöffnet.

The Ballery
Nollendorfstraße 11–12, 10777 Berlin

Rosa von Praunheim (links) und Rinaldo Hopf (rechts)

Rosa von Praunheim (links) und Rinaldo Hopf (rechts)

Die Vernissage dieser Ausstellung fand am 7. November 2025 in Anwesenheit von Rosa von Praunheim statt – einer seiner letzten öffentlichen Auftritte. Gemeinsam mit dem Künstler Rinaldo Hopf, der ebenfalls eine bedeutende Rolle in der schwulen Kunstszene spielt, präsentiert von Praunheim dort einen wichtigen Teil seines bildnerischen Werks. Die Ausstellung ist ein symbolisches und künstlerisches Vermächtnis, das sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft der queeren Kunst und Kultur würdigt.

Die Ausstellung unterstreicht die Bedeutung von Schöneberg als historischen und lebendigen Ort der queeren Kultur und eröffnet einen Dialog zwischen Generationen und internationalen Künstler_innen. Sie zeigt, wie queere Kunst, weit über die Generation von Rosa von Praunheim hinaus, weiterhin eine zentrale Rolle für die Gesellschaft spielt. Auch die Unterstützung der Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg für diese Ausstellung ist ein deutliches Signal für die Wichtigkeit, das queere Leben im Bezirk mehr Sichtbarkeit zu verschaffen und die Arbeit queerer Künstler_innen zu würdigen.

Im Januar 2026 wird eine Finissage der Ausstellung stattfinden, die dem Andenken von Rosa von Praunheim gewidmet sein wird. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Galerie The Ballery erhältlich.

Besuch der Ausstellung durch Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann in Erinnerung an das Lebenswerk von Rosa von Praunheim

Am 22. Dezember 2025 um 16:30 Uhr wird Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann die Ausstellung besuchen und eine Rede zu Ehren von Rosa von Praunheim halten. Das Lebenswerk dieses Aktivisten zeigt die tiefe Bedeutung von Kunst und Gesellschaft für die queere Geschichte und Gegenwart. Rosa von Praunheim schockierte mit pointierten und symbolischen Botschaften überall dort, wo Vorurteile, Stigmatisierung und Ausgrenzung stattfanden. Er verstand Kunst als Sprachrohr für queere Belange und ist damit ein Vorbild für Vielfalt, Gemeinschaft und Demokratie. Die Trauer über seinen Tod ist somit enorm. Die Erinnerung an eine laute, schrille und wichtige Figur für die queere Community und die Demokratie aufrechtzuerhalten, ist somit unser aller Aufgabe.

The Ballery: Ein bedeutender Raum für queere Kultur und Erinnerung

Mit dem Ableben von Rosa von Praunheim gewinnt die Ausstellung „Rendezvous of Friends“ an noch größerer Bedeutung. Sie ist nicht nur ein Ort des künstlerischen Dialogs, sondern auch ein Ort des Gedenkens und der Erinnerung an einen der größten Vertreter der queeren Kunstszene. Die Galerie The Ballery, die durch ihre unabhängige Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der queeren Kunst leistet, ermöglicht es, queere Geschichte, Gegenwart und Erinnerung in einem öffentlichen Raum zugänglich zu machen.

Wir laden die Öffentlichkeit ein, die Ausstellung zu besuchen und gemeinsam das Leben und Werk von Rosa von Praunheim zu würdigen.