Aktuelles aus Ihrem Bezirksamt: 21. Newsletter Schöneberg Süd - Juni 2026

Collage von Orten im Schöneberger Süden

Liebe Schöneberger_innen,

der Sommer steht vor der Tür und in Tempelhof-Schöneberg wird unter freiem Himmel die Nachbarschaft gefeiert. Einen großartigen Startschuss hierfür hat das 2. Internationale Fußballturnier auf dem Dominicus-Sportplatz am Pfingst-Wochenende gegeben. 150 Kinder und Jugendliche aus unseren Partnerstädten und zwei Berliner Vereinen haben unter dem Motto „Freundschaft durch Fußball“ miteinander gekickt. Sie haben nicht nur ihre Medaillen mit nach Hause genommen, sondern auch viele wunderschöne Eindrücke. Über ihre Begegnungen werden sie in ihren Heimatstädten berichten und den Gedanken der Städtepartnerschaften weitertragen.

Am 13. Juni 2026 ist es soweit – das 8. Nachbarschaftsfest vor dem Rathaus Schöneberg und in der Freiherr-vom-Stein-Straße geht an den Start. Das überaus beliebte Nachbarschaftsfest wird dieses Jahr mit 130 Ständen noch größer und bietet ein großartiges Mitmach- und Bühnenprogramm. Ganz wichtig ist mir, dass wir mit einer feierlichen Zeremonie die bisherige Solidaritätspartnerschaft von Tempelhof-Schöneberg mit der ukrainischen Stadt Mykolajiw in eine Städtepartnerschaft verstetigen werden.

Ich freue mich auch, Sie beim 2. Gazino – Basar und Musikfest am 4. Juli 2026 in der Steinmetzstraße begrüßen zu können. Mit dem Fest und einem großartigen Bühnenprogramm erinnern wir an den legendären Türkischen Basar im U-Bahnhof Bülowstraße und halten ein Stück der Kultur der türkeistämmigen Berliner_innen lebendig.

Zudem wartet im Volkspark Mariendorf auf Sie am ersten Juliwochenende das große Spielfest für Kinder und Jugendliche sowie der traditionelle Rocktreff. Beide Events sind wahre Publikumsmagnete und ich kann nur sagen, ein Besuch lohnt sich immer.

Spannung versprechen auch die neuen BezirksTouren der Museen Tempelhof-Schöneberg. Sie geben nicht nur die Gelegenheit den Bezirk von Nord nach Süd unter verschiedenen Gesichtspunkten kennenzulernen, sondern dies auch in Gemeinschaft zu tun.

Abschließend möchte ich Sie noch auf die „Langen Tafeln aufmerksam machen, die an fünf Terminen von Juni bis September in verschiedenen Kiezen stattfinden. Die Tafeln stehen unter dem Motto „Gemeinsam Essen. Neue Menschen kennenlernen. Gegen Einsamkeit – mitten im Kiez.“ Die erste Lange Tafel findet am 20. Juni 2026 am Grazer Platz in Friedenau vom 17 bis 19 Uhr statt. Es gibt einen kleinen Imbiss, Beratung und Mitmachangebote. Während für die BezirksTouren Online-Anmeldungen erforderlich sind, können Sie an den Langen Tafeln spontan teilnehmen.

Informationen zu allen Veranstaltungen finden Sie auf unserer bezirklichen Webseite.

Ich wünsche Ihnen eine begegnungsreiche Sommerzeit!

Ihr
Jörn Oltmann
Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg

Auf der Übersichtsseite der „Nachbarschaften“-Newsletter können Sie sich für diesen und weitere Newsletter anmelden und auch einen Blick ins Archiv werfen.

Infos für Schöneberg Süd

Logo der Bezirkstouren Tempelhof-Schöneberg 2026

BezirksTouren 2026

Von Mai bis September laden die Museen Tempelhof-Schöneberg zu den beliebten BezirksTouren ein. Insgesamt stehen 30 abwechslungsreiche Touren zur Auswahl – vom Norden bis in den Süden des Bezirks. Alle, die sich gern mit anderen Interessierten durch den Stadtbezirk bewegen und dabei Kultur und Geschichte entdecken wollen, sind herzlich eingeladen.

Auch in Schöneberg finden Touren statt, z. B.:

Details zu diesen und weiteren Terminen in Schöneberg und dem restlichen Bezirk sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie auf den Seiten der Museen Tempelhof-Schöneberg. Die Teilnahme an den BezirksTouren ist kostenlos.

Neuer E-Rikscha Standort in Schöneberg

Am 15. April 2026 wurde der neue E-Rikscha Standort in Schöneberg durch Gesundheitsstadtrat Oliver Schworck eingeweiht.
Die elektrisch unterstützte Rikscha ist am Stadtteilzentrum Schöneberg (Hauptstraße 121 A, 10827 Berlin) stationiert und steht für gemeinsame Fahrten mit bis zu zwei Personen kostenlos zur Ausleihe zur Verfügung. Die beiden weiteren vom Bezirk finanzierten Ausleih-Standorte sind in Mariendorf am „Seniorenzentrum Marie“ des Deutschen Roten Kreuzes und dem AlexA (Pflege und Betreuung) in Lichtenrade.

Das Mobilitätsangebot bietet Angehörigen und Nachbar_innen die Möglichkeit zu gemeinsamen Ausfahrten und Erledigungen mit ihren in der Mobilität eingeschränkten Nahestehenden. Gleichzeitig kann die E-Rikscha am Standort selbst und in kooperierenden Einrichtungen von Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen genutzt werden. Mit dem Projekt können alltägliche Bewegungsräume älterer oder mobilitätseingeschränkter Menschen erweitert werden. Außerdem trägt es zur Teilhabe, Inklusion und Sichtbarkeit älterer Menschen in der Stadt bei. Umsetzender Partner und Zuwendungsempfänger ist fLotte SoziaL.

Die Grünanlage am Innsbrucker Platz heißt nun Erna-Proskauer-Park

Am 23. März 2026 wurde die Grün- und Erholungsanlage am Innsbrucker Platz in Erna-Proskauer-Park benannt. Die Benennung geht auf einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung vom 25. August 2021 zurück. Mit der konsequenten Um- und Neubenennung von Straßen, Plätzen und Grünanlagen nach Frauen setzt sich das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg für die Würdigung von Frauen in Gesellschaft, Kultur und Geschichte ein.

Erna Proskauer (1903 bis 2001) war Juristin und Schönebergerin. Sie lebte ab 1930 in der Schwäbischen Straße 3. Sie schloss 1931 ihre juristische Ausbildung mit dem zweiten Staatsexamen ab und strebte als Gerichtsassessorin eine Karriere als Richterin an. Aufgrund des nationalsozialistischen Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums und ihrer jüdischen Herkunft wurde Erna Proskauer im April 1933 jedoch erst beurlaubt und im Juli 1933 schließlich aus dem Staatsdienst entlassen. Noch im selben Jahr emigrierte sie mit ihrem Ehemann zunächst nach Frankreich und im darauffolgenden Jahr nach Palästina. 1953 kehrte Erna Proskauer nach West-Berlin zurück. Sie ging fest davon aus, ihre juristische Laufbahn als Richterin fortsetzen zu können, ihr Antrag wurde jedoch abgelehnt. Sie klagte dagegen, verlor aber 1956 in letzter Instanz. Die diskriminierende Begründung lautete, dass sie aus beamtenrechtlichen Gründen „als verheiratete Frau“ nicht in den Justizdienst aufgenommen worden wäre. Daraufhin arbeitete sie ab 1957 als Anwältin und unterstützte Opfer des Nationalsozialismus bei Entschädigungsanträgen. 1962 wurde sie zusätzlich zur Notarin bestellt. Für ihr Engagement erhielt sie 1995 das Bundesverdienstkreuz.

Weiterbetrieb der Ecotoiletten im Cheruskerpark und Heinrich-Lassen-Park für 2026 gesichert

Nach der Entscheidung der Senatsverwaltung, den Weiterbetrieb von Ökotoiletten in Parks einzustellen, wurden diese den Bezirken angeboten. Die beiden gut besuchten Ecotoiletten im Cheruskerpark und Heinrich-Lassen-Park sind daraufhin am 2. April 2026 in die Zuständigkeit des Bezirks überführt worden.

Erfreulicherweise ist der Weiterbetrieb der Ecotoiletten bis einschließlich Dezember 2026 sichergestellt.

Tempelhof-Schöneberg Allgemein

Titelbild des Nachbarschaftsfestes am Rathaus Schöneberg am 13. Juni 2026 von 12 bis 19 Uhr mit Foto des Rathausturms

Nachbarschaftsfest am Rathaus Schöneberg

Zum achten Mal richtet das Bezirksamt in diesem Jahr das Nachbarschaftsfest rund um das Rathaus Schöneberg aus. Zahlreiche gemeinnützige Organisationen, Vereine und Ehrenamtliche zeigen, was die Nachbarschaft auszeichnet und leisten kann. Auch verschiedene Ämter, Beauftragte und Abteilungen des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg stellen sich auf dem Fest vor.

  • Samstag, 13. Juni 2026 von 12:00 bis 19:00 Uhr
  • auf dem John-F.-Kennedy-Platz und der Freiherr-vom-Stein-Straße

Ab 12:00 Uhr können sich alle Besucher_innen auf tolle Acts auf der Bühne auf dem John-F.-Kennedy-Platz freuen. Von Bands und Chören über Tanzgruppen bis zur Queeren Stunde ist für alle was dabei. Zwischen den Acts erwarten Sie spannende Interviews mit diversen Einrichtungen aus Tempelhof-Schöneberg. In der Freiherr-vom-Stein-Straße wird es eine Kinderbühne mit bunter Unterhaltung und einem tollen Mitmach-Programm für die kleinen Besucher_innen geben. Rund um die Bühne bietet ein eigener Bereich mit Spielständen die Teilnahme an tollen Aktivitäten.
Höhepunkt des Nachbarschaftsfest wird die feierliche Unterzeichnung der Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Mykolajiw sein. Im letzten Jahr wurde bereits eine Solidaritätspartnerschaft begründet, diese soll nun mit einer feierlichen Zeremonie zu einer Städtepartnerschaft ausgebaut werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bezirksamtes zum Nachbarschaftsfest am Rathaus Schöneberg.

Gazino – Basar und Musikfest

Gazino – Basar und Musikfest

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann lädt zum zweiten Mal zu einem großen Fest in die Steinmetzstraße in Schöneberg ein.

  • Samstag, 4. Juli 2026 von 14:30 bis 21:00 Uhr
  • in der Steinmetzstraße, zwischen Bülow- und Alvenslebenstraße, 10783 Berlin

„Gazino – Basar und Musikfest“ erinnert an den legendären Türkischen Basar im U-Bahnhof Bülowstraße. Das Fest vereint modernes und traditionelles Leben und hält ein weiteres Stück der Kultur der türkeistämmigen Berliner_innen lebendig.Die musikalischen Darbietungen reichen von türkischer Folklore bis Pop. Der musikalische Hauptact des Abends ist die Sängerin Zeynep Avcı, die 2025 als Allstar bei The Voice of Germany wieder die Coaches begeisterte. Ein Angebot typischer Speisen und Getränke sorgt für den kulinarischen Genuss.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bezirksamtes zum Gazino – Basar und Musikfest.

Spielfest und Rocktreff im Volkspark Mariendorf

Auch in diesem Jahr laden das Spielfest und der Rocktreff kurz vor den Sommerferien wieder in den Volkspark Mariendorf ein:

  • Spielfest: Samstag, 4. Juli 2026 und Sonntag, 5. Juli 2026
  • Rocktreff: Freitag, 3. Juli 2026 bis Sonntag, 5. Juli 2026
  • Volkspark Mariendorf, Prühßstraße 90, 12109 Berlin

Neben den Ständen des Jugendamtes, der bezirklichen Kinder- und Jugendeinrichtungen und des Kinder- und Jugendparlaments wirken traditionell zahlreiche ortsansässige Vereine, Institutionen und Nachbarschaftsprojekte mit ihren Aktivitäten am Spielfest mit. Spiel, Spaß und Action sind bei diesem vielfältigen, kreativen Angebot garantiert.

Beim Rocktreff werden auf großer Bühne junge Amateur-Bands ihr Können unter Beweis stellen. Aus jährlich hunderten Bewerbungen werden 16 Bands ausgewählt, die an drei Tagen des Festivals das Line-Up stellen – ein Open-Air-Fest für die ganze Familie.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten zum Spielfest und Rocktreff.

Kinder- und Jugend-Fußballturnier der Partnerstädte

Ganz unter dem Motto „Freundschaft durch Fußball“ verwandelte sich der Dominicus-Sportplatz am Pfingstwochenende in eine kleine Fußball-Europameisterschaft. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann hatte zum zweiten Mal Mädchen- und Jungen-Teams aus den 15 Partnerstädten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg zu einem Internationalen Fußballturnier der Partnerstädte eingeladen. Mehr als 150 Mädchen und Jungen kamen zusammen, um Fußball zu spielen und Einblicke in das ehrenamtliche und städtepartnerschaftliche Engagement zu erhalten.

Bei den Mädchen gewann das Team aus Werra-Meißner-Kreis das Finale mit 3:1 in Neunmeterschießen. Den zweiten Platz belegt FC Internationale.
Den Pokal bei den Jungen nahm das Team aus Koszalin mit 1:0 mit nach Hause. Platz zwei geht an Nahariya.

Ein weiterer Höhepunkt des Turnierwochenendes war das Freundschaftsspiel „Tempelhof-Schöneberg gegen Tempelhof-Schöneberg Friends“. Vertreter_innen aus Politik und Verwaltung Tempelhof-Schönebergs und aus den Partnerstädten spielten am Sonntag ebenfalls um einen Pokal. Als Sieger geht das Team Tempelhof-Schöneberg hervor, das mit 4:0 das Spiel für sich entschied.

Lange Tafel für Gemeinschaft

Einsamkeit ist eine stille Herausforderung unserer Zeit und sie entsteht oft ganz im Alltag: dort, wo soziale Kontakte fehlen, finanzielle Hürden bestehen oder der Weg zu bestehenden Angeboten zu weit erscheint. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg setzt dem etwas entgegen: mit einer langen Tafel mitten im Quartier.

Gemeinsames Essen ist eine der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Formen sozialer Verbindung. Es schafft unmittelbare Nähe, informelle Gesprächsanlässe und ein echtes Gefühl von Gemeinschaft. Das Ehrenamtsbüro und die Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (OE SPK) starten im Sommer 2026 ein sozialräumliches Pilotformat: die „Lange Tafel für Gemeinschaft”. An fünf Terminen in fünf verschiedenen Kiezen werden alle Bewohner_innen eingeladen – offen, kostenlos und ohne Anmeldung. Neben dem gemeinsamen Essen sind auch lokale Träger, Initiativen und Beratungsangebote vor Ort – zum Informieren, Mitmachen und Vernetzen.

Weitere Informationen zur Langen Tafel für Gemeinschaft und allen Terminen finden Sie auf der Internetseite des Bezirksamtes „Lange Tafel für Gemeinschaft in den Bezirksregionen“.

Hitzeschutz zum Mitmachen

Mit einer Mitmachaktion für Kinder, Jugendliche und Familien beteiligt sich die Planungs- und Koordinierungsstelle für Gesundheit des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg auch in diesem Jahr am bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni. Gemeinsam mit der mobilen Stadtteilarbeit des Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. organisiert das Bezirksamt eine Informations- und Aktionsveranstaltung auf dem Dürerplatz.

  • Donnerstag, 11. Juni 2026 von 15:30 bis 17:00 Uhr
  • Dürerplatz, 12157 Berlin

Im Mittelpunkt stehen spielerische und alltagsnahe Informationen rund um die Themen Hitzevorsorge und UV-Schutz. Besucher_innen können sich an einem Informationsstand über Schutzmaßnahmen bei hohen Temperaturen informieren und Materialien zum Hitzeschutz mitnehmen. Für Kinder und Jugendliche gibt es außerdem ein Quiz, Bastelangebote mit UV-Perlen sowie kleine Experimente rund um Sonnenstrahlung und UV-Licht. Zur Erfrischung werden Wasser und Obst angeboten.

Dialog zum Thema „Wie geht es mir mit unserer Demokratie?“

Raus aus der Sprachlosigkeit und rein ins Gespräch – das soll die Reihe „Sprechen und Zuhören“ Menschen im Stadtteil ermöglichen. Alle Interessierten sind zum nächsten Termin der Reihe eingeladen:

  • Dienstag, 30. Juni 2026 von 16:30 bis 18:30 Uhr (Ankommen ab 16:00 Uhr)
  • Mittelpunktbibliothek Schöneberg, Hauptstraße 40, 10827 Berlin
  • Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung über cituro wird gebeten.

Die Stelle für Koordination und Beteiligung des Bezirksamtes führt in diesem Jahr die Reihe „Sprechen und Zuhören“ in Kooperation mit dem Stadtteilzentrum Schöneberg durch. Mehr Demokratie e.V. moderiert und leitet das Dialogformat an. Unterstützt wird der Termin „Wie geht es mir mit unserer Demokratie“ durch die Mittelpunktbibliothek im Schöneberger Norden.

Das Dialogformat „Sprechen und Zuhören“ wurde von Mehr Demokratie e.V. entwickelt und wird inzwischen deutschlandweit durchgeführt. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite von Mehr Demokratie.

„Die Kette. Gesichter - Geschichten – Schöneberg“ – Portraitreihe von John Kolya Reichart

Am 12. Mai 2026 eröffnete die Sonderausstellung „Die Kette. Gesichter – Geschichten – Schöneberg“ mit Fotografien von John Kolya Reichart im Schöneberg Museum.

Ein Jahr lang ist John Kolya Reichart unterwegs, trifft Menschen, hört ihnen zu und porträtiert sie. Jede fotografierte Person schlägt die nächste vor, so reihen sich die Begegnungen aneinander. Der erste Teil der Ausstellung zeigt vierzig Menschen, verbunden durch Nähe, Sympathie oder Neugier. Im zweiten Teil erzählen sie von ihrem Alltag, von Brüchen, Hoffnungen und neuen Perspektiven. Es entsteht ein vielstimmiges Bild von Schöneberg – das sichtbar macht, wie vielfältig der Kiez ist und wie seine Geschichten miteinander verknüpft sind. Eine Kette zum Entdecken und Weiterführen.

Schöneberg Museum
Hauptstraße 40/42, 10827 Berlin
Öffnungszeiten: Samstag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, Freitag von 9 bis 14 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. Januar 2027 im Schöneberg Museum zu sehen. Weitere Informationen zur Ausstellung und Führungen finden Sie auf der Internetseite zur Ausstellung „Die Kette. Gesichter - Geschichten – Schöneberg“.

Ausstellung „Elfenbein in Tempelhof. Spuren kolonialer Ausbeutung im Franckepark“

Am 11. Juni 2026 um 18 Uhr eröffnet die neue Sonderausstellung „Elfenbein in Tempelhof. Spuren kolonialer Ausbeutung im Franckepark“ im Tempelhof Museum.

Auf dem Gelände des heutigen Franckeparks betrieb der Kaufmann Theodor Francke im 19. Jahrhundert eine Elfenbeinbleiche. Importiertes Elfenbein aus kolonialen Handelsnetzen wurde hier gebleicht und unter anderem zu Klaviertastaturen weiterverarbeitet. Nach Franckes Tod weitet die von ihm gegründete Francke GmbH ihr Geschäft aus und beteiligt sich am Handel mit Raubkunst wie den Benin-Bronzen. Die Ausstellung macht diese bislang wenig bekannten Spuren kolonialer Ausbeutung sichtbar. Sie zeigt, wie Handel und Gewalt den Rohstoff Elfenbein vom afrikanischen Kontinent in den Franckepark brachten, welche Strukturen dahinterstanden und warum der illegale Elfenbeinhandel bis heute fortbesteht.

Tempelhof Museum
Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist bis zum 3. Januar 2027 im Tempelhof Museum zu sehen. Weitere Informationen zu der Ausstellung sowie zu Führungen und KiezTouren dazu finden Sie auf der Internetseite des Tempelhof Museums.

moves11 crawl, Athen OAKA Calatrava, 2019

„sight·seeing“ – Ausstellung von Beate Spitzmüller und Judith Brunner

Judith Brunner und Beate Spitzmüller präsentieren in einer intimen Kammerspiel-Ausstellung Werkserien zum Thema Konstruktion und Dekonstruktion urbaner Ansichten im Spannungsfeld mit Menschen und Natur. In Gemälden, Gouachen, Fotografien, Zeichnungen und einer filmischen Arbeit entfaltet sich der Dialog zweier künstlerischer Positionen, die das Urbane nicht als statische Kulisse begreifen, sondern als Gefüge aus Übergängen, Kräften und Einschreibungen.

Dabei spielt der Titel bewusst mit seiner Doppelbedeutung: „sight·seeing“ meint kein touristisches Flanieren entlang von Sehenswürdigkeiten und kein beiläufiges Konsumieren von Ansichten, sondern ein bewusstes, vertieftes Schauen – ein Innehalten, das Wahrnehmung selbst zum Thema macht und zum Akt der Erkenntnis werden lässt.

Kommunale Galerie im Tempelhof Museum
Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. Juli 2026 in der Galerie im Tempelhof Museum zu sehen. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Internetseite zur Ausstellung „sight·seeing“.

Ausstellungen im Haus am Kleistpark

It’s not violence, if it’s normal, seit 2024

Ausstellung „Mind the Gap“ der Meisterklasse der Ostkreuzschule für Fotografie

Die Ausstellung „Mind the Gap“ bewegt sich in Zwischenräumen: Zwischen dem, was nicht mehr gilt, und dem, was noch nicht ist. Zwischen Vertraut-Gewohntem und Ungewissheit und Zweifel, zwischen dem Sichtbaren und dem, was sich entzieht. „Mind the Gap“ versammelt 15 Positionen, die Spannungsfelder und Wandlungsprozesse untersuchen. Die Serien greifen zentrale gesellschaftliche und persönliche Themen auf: Gewalt und ihre Spuren, Flucht- und Grenzerfahrungen, fragmentierte Familienbiografien, das Verhältnis von Menschen zu Natur, nach Geschlechterrollen und Identität, sogar Fragen nach außerirdischem Leben.

Die Fotograf_innen verwenden unterschiedliche Präsentationsformen, die die dokumentarische und künstlerische Abbildung erweitern: bewegte Bilder sind ebenso Bestandteil der Auseinandersetzung wie Installationen mit Objekten, Found Footage, Collagen oder Projektionen.

Die Meisterklasse ist das Postgraduiertenprogramm der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Unter der Leitung von Prof. Linn Schröder und Ingo Taubhorn wurde mit den Meisterschüler_innen in den Jahren 2024 bis 2026 ein reiches Spektrum an künstlerischen Arbeiten entwickelt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Juni 2026 im Haus am Kleistpark zu sehen. Weitere Informationen zur Ausstellung sind auf der Internetseite vom Haus am Kleistpark zu finden.

Damjan, Bileća, 2017

„Men don’t cry“ – Ausstellung von Hannes Jung

Hannes Jung untersucht in seiner künstlerisch-fotografischen Arbeit, wie individuelle und gesellschaftliche Traumata in Menschen weiterwirken. Unter anderem interessiert ihn der Aspekt, welche körperlichen und seelischen Spuren Gewalt hinterlassen kann und wie sich diese Erfahrungen in individuelle und kollektive Selbstbilder einschreiben. Seit vielen Jahren begleitet ihn dabei die Frage, was vom Krieg in der Gesellschaft übrig bleibt. In subtilen Schwarz-Weiß-Aufnahmen verbindet Jung dokumentarische Recherche mit einer poetisch verdichteten Bildsprache, die das Sichtbare mit dem nur schwer Sagbaren in Beziehung setzt.

Die Ausstellung „Men don’t cry“ präsentiert Arbeiten, die zwischen 2017 und 2024 in Bosnien und Herzegowina entstanden sind. Im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung steht ein lange tabuisiertes Thema: sexualisierte Gewalt an Männern. Während des Bosnienkrieges 1992 bis 1995 wurden in Lagern und Gefängnissen nicht nur Frauen, sondern auch Männer unterschiedlicher Nationalitäten gefoltert, missbraucht und zu Gewalt untereinander gezwungen. Während die Verbrechen an Frauen zunehmend dokumentiert und teilweise anerkannt wurden, blieben männliche Opfer weitgehend unsichtbar.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Juni 2026 im Projektraum im Haus am Kleistpark zu sehen. Weitere Informationen zur Ausstellung sind auf der Internetseite vom Haus am Kleistpark zu finden.

Kommunale Galerie Haus am Kleistpark

  • Grunewaldstraße 6-7, 10823 Berlin
  • Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr
  • Der Eintritt ist kostenfrei.

Ausstellung zum inklusiven Kunstprojekt „Partitur: Wenn Tanz und Malerei sich begegnen“

Im Mai 2025 leiteten die Künstler_innen Silja Korn, Jac Carley und der Choreograf Prof. Ingo Reulecke an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ zwei Tage lang einen inklusiven und interdisziplinären Workshop, in dem die Verbindung von Bewegung und Malerei erkundet wurde. Künstler_innen mit und ohne Behinderung mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Hintergründen waren beteiligt.

Die Ausstellung zeigt sowohl die entstandenen Werke als auch fotografische und filmische Einblicke in den kreativen Prozess – eine Zusammenarbeit, in der Vertrauen, Offenheit und gemeinsame künstlerische Freiheit wachsen konnten. Kuratiert wurde das Workshop-Projekt von Musiker und Klangkünstler Paul Brody.

Die Ausstellung ist noch bis zum 9. Juli 2026 in der Mittelpunktbibliothek Schöneberg zu sehen.

Mittelpunktbibliothek Schöneberg
Hauptstraße 40, 10827 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch und Freitag von 10 bis 19 Uhr, Donnerstag von 13 bis 19 Uhr, Samstag von 10 bis 19 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Neue Sonderausstellung im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße

Am 11. März 2026 eröffnete die Sonderausstellung „Durch ein Fenster gesehen …“ Blicke auf die Nachbarschaft und das SA-Gefängnis – 1933 bis heute im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße.

Mitten im heutigen Stadtalltag liegt das ehemalige SA-Gefängnis in der Papestraße – ein Ort, der über Jahrzehnte kaum im öffentlichen Bewusstsein präsent war. Als frühes Instrument nationalsozialistischer Gewalt war es Schauplatz politischer Verfolgung und zugleich Teil des Alltagsraums einer Berliner Nachbarschaft. In drei Kapiteln spannt die Ausstellung einen Bogen vom Inneren des Hauses über seine direkte Umgebung bis zum gesamten Kiez. Historische Fotografien und Karten, Interviews und künstlerische Zugriffe bieten den Besuchenden Einblicke in die vielfältigen Lebensbiografien und politischen Entwicklungen über fast 100 Jahre Schöneberger Geschichte hinweg.

Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße
Werner-Voß-Damm 54 A, 12101 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Ausstellung und Führungen finden Sie auf der Internetseite zum Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße.

Saisonstart am Informationsort Schwerbelastungskörper

Seit dem 1. April 2026 ist der Informationsort Schwerbelastungskörper wieder für den Publikumsverskehr geöffnet. Jeden 1. Sonntag im Monat um 15 Uhr finden kostenlose Führungen statt.

Als unmittelbares Zeugnis der nationalsozialistischen Stadtplanung für Berlin hat der Schwerbelastungskörper überregionale Bedeutung. Auf dem Gelände informieren drei Stelen über die Geschichte des Ortes, ein Aussichtsturm macht die städtebaulichen Dimensionen der damaligen Planungen erfahrbar, ein Pavillon steht für Besucherbetreuung zur Verfügung.

Informationsort Schwerbelastungskörper
General-Pape-Straße / Loewenhardtdamm, 12101 Berlin
Saisonal geöffnet vom 1. April bis 31. Oktober 2026
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite zum Informationsort Schwerbelastungskörper.

Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg

Sommerprogramm

Suchen Sie noch eine Beschäftigung für den Sommer? In den Kursen des Sommerprogramm der Volkshochschule (VHS) Tempelhof-Schöneberg gibt es noch freie Plätze. Nutzen Sie den Bildungssommer zum Lernen mit Sinn und Freude. Vielfältige Lernangebote bieten Ihnen die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung und um Neues zu entdecken. Verpassen Sie nicht die Chance auf einen Platz in Ihrem Lieblingskurs.

Ein besonderes Angebot ist auch in diesem Jahr im Juli wieder die „Sommer-Flat 3.0“. Für einen einmaligen Beitrag können Sie von einer Vielzahl von Online-Kursen aus dem Bereich Arbeitswelt, Beruf und digitale Kompetenzen profitieren. Die kompakten After-Work-Formate bieten einen wunderbaren Einstieg in aktuelle Themen der beruflichen und digitalen Weiterbildung.

Alle Infos zum Sommerprogramm und der Sommer-Flat 3.0 finden Sie auf der Internetseite der VHS Tempelhof-Schöneberg.

Herbstprogramm

Auch das Herbstprogramm ist bereits online! Die VHS startet mit einem vielfältigen Kursprogramm in den Herbst 2026 und lädt alle Interessierten ein, Neugier und Lernfreude auszuleben. Über 1.000 Kurse, Workshops und Veranstaltungen, die zwischen September und Dezember stattfinden, sind auf der Website der Volkshochschule veröffentlicht und dort rund um die Uhr buchbar.

Weitere Informationen zu allen Kursen, Anmeldemöglichkeiten und Standorten finden Sie auf der Internetseite der VHS.

Ausstellung „Peace Counts“ im Haus am Barbarossaplatz

Schauen Sie auch bei der Ausstellung „Peace Counts“ im VHS vorbei! Die Ausstellung basiert auf einem besonders gelungenen Zusammenspiel von Friedenspädagogik und Friedensjournalismus. Journalist_innen reisten in verschiedene Konfliktregionen um zu recherchieren, wie Menschen Frieden machen. Die beeindruckenden Reportagen wurden in der Ausstellung zusammengestellt.
Von dem jugendlichen Rapper Mateo in Kolumbien über Victoria, die mit Südafrikas Gefängnisinsassen arbeitet, bis zu den ehemaligen Soldaten, die auf unterschiedliche Weise für Frieden in Nord-Irland, Israel oder dem Libanon kämpfen: Die Ausstellung Peace Counts stellt die Arbeit erfolgreicher Friedensmacher_innen in aller Welt in den Mittelpunkt.

Ausstellung „Peace Counts“ vom 1. Juni bis 31. August 2026
Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg, Einstein-Bögen im 1. Obergeschoss
Barbarossaplatz 5, 10781 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 08:30 bis 21:30 Uhr, Samstag und Sonntag von 09:30 bis 17:00 Uhr (Öffnungszeiten in den Sommerferien abweichend)

FEIN-Mittel 2026: Ehrenamtlich engagieren – Sachmittel finanziert bekommen!

Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften (FEIN)

Auch in diesem Jahr ist es wieder möglich, Anträge zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur im Bezirk Tempelhof-Schöneberg zu unterstützen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat dem Bezirk hierfür 69.400 Euro zur Verfügung gestellt. Pro Projekt können bis zu 3.500 Euro für benötigte Sachmittel beantragt werden (z. B. Materialien für Renovierung, Bepflanzung, Hochbeete erstellen).

Antragsberechtigt sind ehrenamtlich engagierte Personen sowie gesellschaftliche Initiativen, die nicht gewinnorientiert arbeiten.
Gefördert werden Projekte, die zur Aufwertung oder Verbesserung öffentlicher Infrastruktureinrichtungen in der Nachbarschaft beitragen und außerhalb von Quartiersmanagementgebieten umgesetzt werden.
Unterstützt werden können Maßnahmen an Schulen einschließlich Horten, in Kindertagesstätten, Begegnungsstätten, Nachbarschaftsheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Seniorenfreizeiteinrichtungen und weiteren sozialen Einrichtungen sowie auf Sport- und Grünanlagen und öffentlich zugänglichen Straßen und Plätzen.

Bei Fragen steht das Ehrenamtsbüro telefonisch oder nach vorheriger Terminabsprache im Rathaus Schöneberg zur Verfügung. Alle erforderlichen Unterlagen für die Antragstellung sowie der Kontakt zum Ehrenamtsbüro sind auf der Internetseite des Ehrenamtsbüros zu finden.

Kostenlose Sozial- und Mietrechtsberatung in Tempelhof-Schöneberg wird ausgebaut

Das Bezirksamt und das Land Berlin stärken und erweitern die kostenlose Sozial- und Mietrechtsberatung im Bezirk. Möglich wird dies durch zusätzliche bezirkliche Mittel sowie durch Mittel der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung.

Das kostenfreie Beratungsangebot in Tempelhof-Schöneberg richtet sich an alle Menschen, die Unterstützung bei sozialen oder mietrechtlichen Fragen benötigen. Die Mieterberatung bietet Orientierung bei Mietverträgen, Mieterhöhungen, Betriebskosten, Kündigungsschutz, sozialem Erhaltungsrecht sowie Fragen zu Wohnberechtigungsscheinen, Mietzuschüssen oder Wohngeld. Ein besonderer Fokus liegt auf der guten Erreichbarkeit: Die Beratungen finden wohnortnah an mehreren Standorten im Bezirk statt und sind bewusst niedrigschwellig gestaltet. So können Ratsuchende unkompliziert Hilfe in Anspruch nehmen.

Mit der Erweiterung des Angebots unterstreicht das Bezirksamt die große Bedeutung von verlässlichen, kostenfreien Beratungsstrukturen als einen wichtigen Baustein für soziale Sicherheit im Bezirk. Aktuelle Informationen zu allen Standorten und Sprechzeiten sind auch auf der Internetseite des Bezirksamtes „Kostenfreie soziale und rechtliche Beratung zu Mietfragen im Bezirk abrufbar.

Bezirk stärkt Suchtprävention für Jugendliche

Jugend- und Gesundheitsstadtrat Oliver Schworck hat ein neues aufsuchendes Präventionsprojekt für junge Menschen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg initiiert. Beim Drogennotdienst Berlin haben am 1. April 2026 zwei Sozialarbeiterinnen die Arbeit aufgenommen. Ihre Aufgabe ist es, Jugendliche in ihren jeweiligen Lebenswelten zu erreichen. Sie unterbreiten deshalb in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und anderen relevanten Settings suchtpräventive Angebote.

Hintergrund sind die Beobachtungen, dass viele Jugendliche seit der Pandemie mehr Stress empfinden, soziale Isolation erleben und ein verändertes Konsumverhalten entwickelt haben, beispielsweise im Hinblick auf Medien und Social Media. In Berlin sind darüber hinaus auch schon lange vor der Coronazeit diverse Substanzen leicht verfügbar, die mittlerweile nahezu anonym erworben werden können. Jugendliche wissen oftmals weder, wer ihnen etwas verkauft, noch, worum es sich dabei genau handelt.

Das Präventionsprojekt strebt langfristige und nachhaltige Kooperationen mit Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe an. Der Fokus liegt auf der direkten Arbeit mit jungen Menschen, zum Beispiel in Form von bedarfsorientierten Workshops oder Klassendialogen.

Hausbäume für Tempelhof-Schöneberg

Bäume sind weit mehr als nur grüne Farbtupfer im urbanen Raum: Sie prägen unser Stadtbild, schenken wertvollen Lebensraum und dienen zahlreichen Tierarten als wichtige Nahrungsquelle. An heißen Tagen spenden sie wohltuenden Schatten und tragen durch Verdunstung spürbar zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Doch durch die zunehmende Verdichtung unserer Städte ist der Baumbestand im Bezirk seit Jahren rückläufig. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, startet das Umwelt- und Naturschutzamt auch in diesem Jahr erneut die Aktion „Hausbäume für Tempelhof-Schöneberg“. Gesucht werden engagierte Baumpat_innen, die bereit sind, einen oder mehrere Bäume im eigenen Garten zu pflanzen.

Das Umwelt- und Naturschutzamt Tempelhof-Schöneberg stellt die Hausbäume kostenfrei zur Verfügung und beauftragt ein Fachunternehmen des Garten- und Landschaftsbaus mit der sachgerechten Pflanzung. Im Gegenzug verpflichten sich die neuen Baumpat_innen, die Bäume dauerhaft zu pflegen und zu erhalten.

Wer einen aktiven Beitrag für ein grüneres, lebenswerteres Tempelhof-Schöneberg leisten möchte, kann sich bis zum 30. Juni 2026 beim Umwelt- und Naturschutzamt bewerben. Weitere Informationen zur Umsetzung und Antragstellung sowie zu geeigneten Standorten und den angebotenen Baumarten finden Sie auf der Internetseite des Umwelt- und Naturschutzamtes.

Baumbilanz 2025

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg zieht für das Jahr 2025 eine äußerst positive Bilanz im Bereich der Straßenbäume. Die Zahl der Neupflanzungen hat die notwendigen Fällungen deutlich übertroffen: 479 Neupflanzungen stehen 274 Fällungen gegenüber. Damit ist der Bestand innerhalb eines Jahres um 205 Straßenbäume gewachsen – so stark wie in keinem anderen Berliner Bezirk. Insgesamt steigt damit der Bestand auf 36.173 Straßenbäume an. Durchschnittlich steht alle 11 Meter (einseitig) ein Straßenbaum in Tempelhof-Schönebergs Straßen.

  • Die meisten Bäume wurden 2025 im Ortsteil Marienfelde gepflanzt. Allein am Mariendorfer Damm konnte der Baumbestand mit 30 Bäumen nachverdichtet werden.
  • In Schöneberg wurden stark versiegelte Bereiche fokussiert, wie die Wexstraße am Innsbrucker Platz (12 Stück), die Bülowstraße entlang der Hochbahn (10 Stück) oder die Hedwig-Dohm-Straße am Südkreuz (6 Stück). Im Dezember 2025 wurden außerdem drei neue klimaresiliente Bäume auf dem John-F.-Kennedy-Platz entlang der Martin-Luther- Straße gepflanzt.
  • In Lichtenrade wurden allein auf der Aschaffenburger Straße 14 Bäume zur Nachverdichtung des Baumbestandes gepflanzt. Am Kaiserplatz waren es ganze 12 Stück.
  • In Mariendorf und Tempelhof wurden die Bäume gleichmäßig auf Wohnstraßen verteilt. In Tempelhof lag ein besonderes Augenmerk auf der Gartenstadt Tempelhof.

Der Bezirk genehmigt Baumfällungen dann, wenn sie eine Gefahr darstellen oder aufgrund von Baumaßnahmen unvermeidbar sind. Vermeidbare Baumfällvorhaben werden grundsätzlich nicht genehmigt. Straßenbäume leiden unter einer Vielzahl an Stressfaktoren wie z. B. verdichtete Böden, umliegende Baumaßnahmen, Hundeurin, Streusalz, Schädlingsbefall, Trockenheit, Hitze und Extremwetterereignisse.
Die neu gepflanzten Bäume werden vom zuständigen Fachbereich Grünflächen des Straßen- und Grünflächenamtes Tempelhof-Schöneberg zunehmend nach ökologischen Gesichtspunkten und ihrer Beständigkeit gegenüber dem Klimawandel ausgesucht. Auch im letzten Jahr wurden daher neben beständigen Linden-, Eichen-, Ulmen- und Ahornsorten verstärkt trockenheitsresistente Arten gepflanzt.

(Hinweis: In der Bilanz sind lediglich die Straßenbäume aufgrund ihrer besonderen Standortbedingungen aufgeführt, nicht aber die Bäume in Parks und Grünanlagen.)

Eichenprozessionsspinner: Neue Meldestruktur zur besseren Bekämpfung

Der Fachbereich Grünflächen des Straßen- und Grünflächenamtes hat eine neue Meldestruktur zur besseren Bekämpfung von Eichenprozessionsspinnern (EPS) eingerichtet. Sie haben einen EPS-Befall im öffentlichen Raum (ausgenommen Wälder) in Tempelhof-Schöneberg beobachtet? Dann melden Sie diesen ab sofort gerne an folgende E-Mail-Adresse: EPS@ba-ts.berlin.de. Die Kolleg_innen prüfen dann, ob in diesem Fall gehandelt werden muss. Befallene Straßenbäume und Bäume in Parkanlagen werden immer dann durch den Fachbereich Grünflächen behandelt, wenn Sie sich in stark frequentierten Bereichen befinden. Dazu gehören auch Bäume auf Spielplätzen, Schulen, Kitas, Sportplätzen und Friedhöfen sowie an Ampeln und Haltestellen. Die Nester mit den Raupen werden dann abgesaugt.

Im Zeitraum von Ende April bis Mitte Juli wandern die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) auf den Stämmen von Eichen zwischen Tagesnestern und Baumkrone hin und her. Das Ergebnis dieser „Prozession“ sind meist vollständig bis auf die Mittelrippe abgefressene Blätter. Befallene Eichen stechen deshalb auch Laien direkt ins Auge. Die Härchen der EPS sind gesundheitsgefährdend für den Menschen und lösen – auch nach deren Verpuppung – bei Hautkontakt (pseudo-)allergische Reaktionen aus.

Mähfreier Mai in Tempelhof-Schöneberg

Auch dieses Jahr lässt der Bezirk es wieder sprießen: Auf vielen Grünflächen in Tempelhof-Schöneberg wurde im Monat Mai nicht gemäht. Grund dafür ist, dass durch den „Mähfreien Mai“ das Nektar- und Pollenangebot, also das Nahrungsangebot für Insekten, deutlich zunimmt. Im Ergebnis tummeln sich auf den ungemähten Wiesen deutlich mehr Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und weitere Insekten.

Die ungemähten Grünflächen können wichtige Erholungsinseln, sogenannte Trittstein-Biotope, für Insekten und Pflanzen darstellen und so zu ihrem Erhalt beitragen. So leistet der Bezirk einen Beitrag zum Arten- und Naturschutz.

Lange Grashalme schützen Rasen- und Wiesenflächen außerdem vor dem Austrocknen im Sommer. Der dichtere Bewuchs verhindert, dass die Sonnenstrahlen direkt auf den Boden treffen. So bleibt das kühlere Mikroklima bodennah erhalten und die Feuchtigkeit kann besser im Boden gespeichert werden.

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Collage mit mehreren Bildern von Gebäuden aus Tempelhof-Schöneberg

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