Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg

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Das Bündnis stellt sich vor

Das Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg versteht sich als ein Gremium, das sich gegen Antisemitismus und für eine stärkere Sichtbarkeit jüdischer Realitäten einsetzt. Das Bündnis problematisiert jede Form von Antisemitismus und reagiert nicht ausschließlich auf radikale (manifeste) Formen von Antisemitismus. Antisemitismus wird gesamtgesellschaftlich gedacht und nicht einzelnen Gruppen übertragen. Antisemitismus versteht das Bündnis dabei im Anschluss an die IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus als eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.
Die IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus ist verbindliche Arbeitsgrundlage aller Mitglieder und Kooperationsparter_innen des Bündnisses gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg.

Die Gründung des Bündnisses erfolgt im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie „Gemeinsam in Tempelhof-Schöneberg – Demokratie leben!“. Diese wird vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg sowie Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg DGB/VHS e. V. im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) umgesetzt. Sie ist Teil des Förderprogramms „Demokratie leben!“. Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST e.V. koordiniert den Aufbau und die Arbeit des Bündnisses im Auftrag der Partnerschaft für Demokratie.

Die Veranstaltung zur Gründung des Bündnisses wurde live im Internet übertragen und kann auch weiterhin angesehen werde

Die Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe entscheidet über die Aktivitäten des Bündnisses. Nachfolgend stellen sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe vor

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann

Jörn Oltmann

Bezirksbürgermeister Tempelhof-Schöneberg und Sprecher des Bündnisses

„Auch wenn jüdisches Leben in Deutschland heute wieder lebendig und vielfältig ist, zeigt sich Antisemitismus offen, leider auch bei uns im Bezirk. Dem treten wir mit dem Bündnis entschieden entgegen und zeigen, dass wir jede Form von Antisemitismus aktiv bekämpfen. Dies geht uns alle an und wir ziehen eine deutliche Grenze: Wir dulden keine Menschenfeindlichkeit in unserem Bezirk.“

Marina Chernivsky

Marina Chernivsky

OFEK e. V., stellvertretende Sprecherin des Bündnisses

“Wir begrüßen die Gründung des Bündnisses als Reaktion auf die Verdichtung antisemitischer Gewalt und Strategie, mit vereinten Kräften gegen diese Bedrohung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg vorzugehen. Damit wird die Botschaft überbracht, dass diese Entwicklung erkannt und die Bereitschaft zum Handeln gewürdigt und gebündelt wird. Auch für die Betroffenen antisemitischer Gewalt und Diskriminierung ist es wichtig zu wissen, dass es starke Bündnisse gibt, die Antisemitismus gesamtgesellschaftlich einordnen und wichtige Akteur*innen gegen diese Bedrohung mobilisieren.”

Bild von Sigmount Königsberg

Sigmount Königsberg

Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde, stellvertretender Sprecher des Bündnisses

“In Tempelhof-Schöneberg lässt es sich gut leben. Urbanität einerseits, aber auch viel Grün machen den Bezirk attraktiv. Er gehört zu den bevorzugten Wohnadressen von Jüdinnen*Juden.
Doch auch hier grassiert Antisemitismus. Menschen wurden angegriffen oder bedroht, das Mahnmal in der Münchener Straße beschmiert, Stolpersteine beschädigt.
Dabei gibt es gerade in diesem Bezirk eine Zivilgesellschaft, die sich gegen Antisemitismus einsetzt. Diese zu stärken und zu unterstützen, ist für mich das wichtigste Motiv, mich im Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg zu engagieren.”

Dr. Samuel Salzborn vor der Synagoge Oranienburger Straße

Prof. Dr. Samuel Salzborn

Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus

“Als Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus halte ich die bezirkliche Ebene für elementar wichtig, wenn wir Antisemitismus auf allen Ebenen erfolgreich bekämpfen wollen. Ich freue mich, das Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg hierbei unterstützen zu dürfen.”

Henning Kruse, Geschäftsführer Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg DGB/VHS e. V.

Henning Kruse

Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg DGB/VHS e. V.

“Unser Verein wurde im Jahr 1951 vom Deutschen Gewerkschaftsbund und den Berliner Volkshochschulen gegründet. Gründungsidee war die Förderung von Politischer Bildung, Demokratie und Vielfalt im Nachkriegsdeutschland.
Zusammen mit dem Bezirksamt haben wir 2019 das Projekt „Gemeinsam in Tempelhof-Schöneberg – Demokratie leben!“ initiiert, aus dem das bezirkliche Bündnis gegen Antisemitismus entstanden ist. Der Einsatz gegen Antisemitismus hat für uns, auch im Hinblick auf die Entstehungsgeschichte unseres Vereins, eine besondere Priorität.”

Lala Süsskind neben einer deutschen und einer israelischen Flagge

Lala Süsskind

Jehi ‘Or Jüdisches Bildungswerk für Demokratie – gegen Antisemitismus

“Engagement in diesem Bündnis beinhaltet für mich den Versuch:
TIKUN OLAM – die Welt ein wenig besser zu machen.”

Mengü Özhan-Erhardt

Mengü Özhan-Erhardt

Landeskommission Berlin gegen Gewalt

„Das Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg setzt eine starke Marke für unsere solidarische, bürger*innennahe Gemeinschaft gegen Antisemitismus durch unsere gelebte Erinnerung, unseren beherzten Mut und unsere aktive Verantwortung für ein diskriminierungsfreies Tempelhof-Schöneberg!“

Porträt Jan-Dirk Hübner

Jan-Dirk Hübner

SIBUZ Tempelhof-Schöneberg Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum

„Schule als Lebensraum ist nicht nur ein Ort, an dem junge Menschen zu Akzeptanz und Toleranz erzogen werden, es ist auch ein Ort an dem, wie in der übrigen Gesellschaft, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit existieren kann. Im Bündnis gegen Antisemitismus möchte ich einen Beitrag leisten, dass Schulen (weiterhin) mutig antisemitischem Handeln entgegentreten und Vorurteile und Diskriminierung durch Sichtbarkeit, Vorbild und gemeinsames Erleben von Wertschätzung abbauen. Wegsehen ist keine Option!“

Svetlana Linberg, Beauftragte für queere Lebensweisen und gegen Rechtsextremismus

Svetlana Linberg

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Beauftragte für queere Lebensweisen und gegen Rechtsextremismus

“Tempelhof-Schöneberg ist ein bunter, vielfältiger Bezirk. Alle Menschen, unabhängig ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer geschlechtlichen Identität, ihrer sexuellen Orientierung usw., sollen hier Platz finden, um ihr Leben selbstbestimmt und frei von Hass und Gewalt zu leben. Vom Bündnis gegen Antisemitismus werden dazu wichtige Impulse ausgehen.”

Logo Register Berlin

Registerstelle zur Erfassung und Dokumentation rechtsextremistischer und diskriminierender Vorfälle in Tempelhof-Schöneberg

“Für das Register Tempelhof-Schöneberg ist von größter Bedeutung, Mitglied des Bündnisses gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg zu sein. Wir positionieren uns klar gegen Antisemitismus und Rassismus und wollen zusammen mit anderen lokalen und regionalen Akteuren entschieden gegen Antisemitismus arbeiten!”

Gemeinsame Erklärung des Bündnisses gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg

Bezirkliches Bündnis gegen Antisemitismus in Tempelhof-Schöneberg hat ein öffentliches Positionspapier verabschiedet.

In der Sitzung vom 7. Juni 2022 ratifizierten die Mitglieder der Steuerungsgruppe ein gemeinsames, öffentliches Positionspapier. Eckpfeiler sind das Berliner Landeskonzept gegen Antisemitismus und die IHRA-Arbeitsdefinition. Grundsätzlich agiert das Bündnis gegen alle Erscheinungsformen von Antisemitismus.
Schriftlich zu Papier gebracht sind nun Ziele, nach denen das Bündnis und seine Mitglieder arbeiten.

Beratungs-/Anlaufstellen

  • OFEK e. V.
    OFEK e. V. ist seit 2017 eine Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung.
    Link zu OFEK e. V.
  • Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin)
    RIAS Berlin erfasst seit 2015 antisemitische Vorfälle und vermittelt u. a. psychosoziale und juristische Opferberatung.
    Link zu RIAS Berlin
  • Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr Berlin)
    Die mbr Berlin arbeitet und berät seit 2001 zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
    Link zur mbr Berlin
  • Berliner Register – Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle in Berlin
    Das Berliner Register dokumentiert rassistische, antiziganistische, antimuslimische, anti-schwarze, antisemitische, extrem rechte, LGBTIQ*feindliche, behindertenfeindliche, sozialchauvinistische und antifeministische Vorfälle. Damit werden viele Vorfälle erst sichtbar gemacht. In allen Bezirken sind entsprechende Anlaufstellen eingerichtet.
  • AnDi – Die Berliner Antidiskriminierungs-App
    AnDi ist eine mobile App der Landesstelle für Gleichbehandlung und gegen Diskriminierung (LADS), mit der Diskriminierungen direkt gemeldet und passende Beratungsangebote gefunden werden können.
    Der Download ist in den üblichen App-Stores möglich.
    Link zur AnDi-Webseite

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Sie interessieren sich für eine Mitarbeit im Bündnis? Sie möchten gerne weitere Informationen zum Bündnis bekommen?

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt per E-Mail an das Bündnis auf.

Aktuelles/Termine

Logo zum Sommerfest und Interkultur Cup

Sommerfest und InterKultur Cup

Antisemitismus ins Abseits. Für Vielfalt. Gegen Ausgrenzung. Im Sport und überall.

  • Sonntag, 03.07.2022 von 13 bis 18 Uhr
  • Auf dem Vereinsgelände des FC Internationale
    Vorarlberger Damm 38, 12157 Berlin
  • Eintritt: frei

Kommen Sie vorbei!

Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg gegründet

Am 28. Juni 2021 wurde das Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg offiziell gegründet. Die Kick off-Veranstaltung wurde live auf dem youtube-Kanal des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg gesendet und kann auch weiterhin angesehen werden.

Podiumsgespräch zur Gründung des Bündnisses gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg

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Formate: video/youtube

Die o. g. Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autor_innen die Verantwortung.

Förderlogo BMFSFJ/DL mit Förderzusatz

Logo der Partnerschaft für Demokratie - Hirsch, Rathaus Schöneberg und Luftbrückendenkmal gehen ineinander über