Neue Mitte Tempelhof
Neue Mitte Tempelhof
Die „Neue Mitte Tempelhof“ ist ein Gebiet im Städtebauförderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“. Das Gebiet umfasst eine Mischung aus privaten und öffentlichen Flächen sowie zahlreiche öffentliche Einrichtungen rund um das Rathaus Tempelhof. Ziel ist es, einen grünen, multifunktionalen und zukunftsfähigen Stadtraum zu schaffen.
Im Rahmen der Quartiersentwicklung entstehen neue öffentliche Gebäude und Wohnangebote. Geplant oder bereits in Umsetzung sind unter anderem Neubauten für Polizei, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie ein Schwimmbad. Darüber hinaus wird das Rathaus Tempelhof saniert und erweitert sowie bestehende öffentliche Einrichtungen neu geordnet. Zudem entstehen neue Wohnquartiere mit rund 500 zusätzlichen Wohneinheiten.
Leitbild der Neuen Mitte Tempelhof ist eine nachhaltige und klimagerechte Stadtentwicklung. Dazu gehören die Erneuerung und Erweiterung des öffentlichen Gebäudebestands, die Aktivierung innerstädtischer Entwicklungspotenziale durch Nachverdichtung, die bessere Vernetzung bestehender Grünräume sowie eine zukunftsfähige energetische Quartiersentwicklung.
Energetische Quartiersentwicklung
Die energetische Quartiersentwicklung ist ein zentraler Baustein der Neuen Mitte Tempelhof. Bereits im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen und des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) bis 2018 wurde ein erstes Energiekonzept erarbeitet und die Grundlage für ein Integriertes Quartierskonzept (IQK) geschaffen.
In den Jahren 2019 bis 2020 folgte ein kooperatives Werkstattverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit. 2022 wurde das Integrierte Quartierskonzept durch die BSW-KP erstellt und im Rahmen der Programme KfW 432 sowie Nachhaltige Erneuerung gefördert.
Die 2023 vorgelegten Ergebnisse des IQK umfassen eine Bestandsanalyse, die Entwicklung eines energetischen Leitbilds sowie verschiedene Szenarien der zukünftigen Energieversorgung. Als Vorzugsvariante wurde ein Versorgungskonzept auf Basis von Abwasserwärme und einem geothermischen Speicher identifiziert.
Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines Quartierswärmenetzes, das lokale erneuerbare Energiepotenziale – insbesondere Abwasserwärme und Geothermie – nutzt und so einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung des Quartiers leisten soll.
Aktuell wird eine Potenzialstudie für einen Grundwasserwärmespeicher durchgeführt.
Kontakt
Beauftragte für Klimaschutz und Klimaanpassung
Charmaine Reith
- Raum: 1114b
- Tel.: (030) 90277-6528
- Fax: (030) 90277-2220
- E-Mail an die Klimaschutzbeauftragte