Südliche Manfred-von-Richthofen-Straße wird Fahrradstraße

Pressemitteilung Nr. 338 vom 19.08.2026

Für dieses Jahr ist der Umbau der südlichen Manfred-von-Richthofen-Straße, vom Tempelhofer Damm bis zum Werner-Voß-Damm, zur Fahrradstraße vorgesehen.

Die Manfred-von-Richthofen-Straße ist Teil des Radverkehrsnetz Berlin, das Stück für Stück ausgerollt wird. Gleichzeitig fügt sich die Maßnahme in das Verkehrskonzept Gartenstadt ein. Dieses wurde durch Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beim Bezirksamt angeregt und in einem mehrstufigen Beteiligungsverfahren mit Anwohnenden und interessierten Bürger_innen entwickelt.

Auf der Fahrradstraße haben künftig Radfahrende Vorrang. Für Kraftfahrzeuge gilt: nur Anlieger dürfen die Straße befahren. Regelmäßige Piktogramme, Grünmarkierung der Fahrbahngasse und die Markierung des Dooringbereichs tragen zur Sicherheit der Radfahrenden bei. Auch Zufußgehende profitieren vom Umbau: an insgesamt 12 Stellen wird es neue markierte Querungsstellen geben.

Um dem Durchgangsverkehr aktiv zu begegnen, wird mit Einrichtung der Fahrradstraße auch ein modaler Filter auf Höhe des Rumeyplans umgesetzt. Das bedeutet: nur Rad- und Fußverkehr können zukünftig die gesamte Straße durchfahren. Der Kfz-Verkehr hat auf Höhe des Rumeyplans keine Durchfahrt durch die Manfred-von-Richthofen-Straße mehr. Alle Anlieger der Manfred-von-Richthofen-Straße können jedoch auch zukünftig mit ihren Kraftfahrzeugen ihre Ziele erreichen.

Der modale Filter wurde im Verkehrskonzept festgelegt, wird die Fahrradstraße entlasten und den Ausweichverkehr vom Tempelhofer Damm über die Manfred-von-Richthofen-Straße effektiv unterbinden.

Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck:
„Mit der Fahrradstraße MvR erreichen wir gleich zwei Ziele: der Radverkehr wird gestärkt und der Ausweichverkehr vom Tempelhofer Damm über die Gartenstadt wird aktiv unterbunden. Mit dem modalen Filter, der den Kfz-Durchgangsverkehr herausfiltert, wird ein zentrales Element des Verkehrskonzeptes zur Verkehrsberuhigung umgesetzt. Aber auch der Fußverkehr profitiert: durch neue Querungsstellen und durch die zukünftig leichtere Querung der Straße auf Höhe des Gartensdenkmals Parkring entsteht mehr Komfort und Sicherheit für die Fußgänger_innen.“

Hintergrund Verkehrskonzept Gartenstadt

Auf Basis von Beschlüssen der BVV und unter großer Bürgerbeteiligung wurde von 2021 bis 2023 ein Verkehrskonzept für die Gartenstadt entwickelt. Daraus wurden bisher verschiedene Maßnahmen umgesetzt, wie die Radverkehrsanlage auf der Boelckestraße, die barrierefreie Bushaltestelle am Rumeyplan, Einführung von Tempo 30 auf der Boelckestraße, zwei Zebrastreifen und mehrere Knotenpunktumgestaltungen auf den Schulwegen zur Schule am Tempelhofer Feld und zur Tempelherren-Schule. Zuletzt wurde die Einführung der Parkraumbewirtschaftung im letzten Sommer umgesetzt. Mit der Einrichtung der Fahrradstraße in der südlichen Manfred-von-Richthofen-Straße wird nun ein weiteres Element des Verkehrskonzepts realisiert.

Der Umbau des Platz der Luftbrücke sowie der nördlichen Manfred-von-Richthofen-Straße wird bereits von der GrünBerlin GmbH durchgeführt und ergänzt die Maßnahmen.

Das Verkehrskonzept ist auf der Webseite des Bezirksamtes einsehbar.

Zeitplan zur Umsetzung der Fahrradstraße

Als erster Schritt werden im August Fahrbahnschäden im Bereich zwischen Rumeyplan und Tempelhofer Damm asphaltsaniert. Im Anschluss starten dann die eigentlichen Arbeiten für die Fahrradstraße: das Aufbringen der Markierungen und das Aufstellen der Beschilderung. Der Umbau zu Fahrradstraße ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der südliche Teil zwischen Tempelhofer Damm und Eschwegering wird als erstes umgesetzt, gefolgt vom nördlichen Teil. Hintergrund ist eine Baustelle der Berliner Wasserbetriebe im Nordabschnitt, die zuerst fertiggestellt werden muss. Die Fertigstellung der Fahrradstraße insgesamt ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Einen Überblick über die Fahrradstraßen im Bezirk gibt es auf dieser Seite „Fahrradstraßen“.