Der Titel verweist auf Zustände des Dazwischen: auf feine Verschiebungen, Übergänge, Resonanzen sowie auf laute und leise Zwischentöne, die dort entstehen, wo unterschiedliche Ausdrucksformen, Erfahrungen und Wahrnehmungen aufeinandertreffen.
„ZWISCHEN | LAUT“ versammelt 16 künstlerische Positionen, die sich mit Spannungsfeldern und Resonanzräumen unserer Gegenwart auseinandersetzen. In Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Textilarbeit und Collage wird das Dazwischen in seinen unterschiedlichen Facetten sichtbar gemacht, untersucht und hinterfragt. Es entstehen Räume, in denen Unterschiede aufeinanderprallen, nebeneinander bestehen oder neue Beziehungen eingehen.
Die Arbeiten greifen sowohl gesellschaftliche als auch persönliche Themen auf: urbane Verdichtung und Lebensräume, Sinnesüberflutung, Musik und Stimmengewirr, Fragen von Identität und Heimat ebenso wie leise oder spannungsgeladene Momente des Innehaltens.
Die „Fünfzehnte Tempelhofer Kunstausstellung“ versteht sich dabei nicht nur als Präsentation künstlerischer Arbeiten, sondern auch als Reflexionsraum über den Zustand der Gegenwart. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit Formen von Nähe ohne Intimität, Gleichzeitigkeit ohne Synchronität und Kollektivität ohne Einheit auseinander — Phänomene, die unsere heutige Lebensrealität zunehmend prägen.
So eröffnet „ZWISCHEN | LAUT“ einen vielschichtigen Erfahrungsraum, in dem Wahrnehmung, Begegnung und gesellschaftliche Dynamiken neu verhandelt werden.
Es stellen aus: Ferenc Burian, Barbara Eismann, Ellen Ernst, Christian Gröschel, Yüksel Hayirli, Frauke Langguth, Maximilian Ludwig, Chiemi Miura, Lisa Palm, Johannes Rigal, Iman Scheiko, Konstantina Skreka, Barbara Stark, Thomas Staudenherz, Leona Tobien, Conny Weber.