Eine Herausforderung in der Umsetzung der Wärmewende in Berlin sind die zahlreichen Altbauquartiere. In einem neuen Forschungsprojekt steht der Kiez „Schöneberger Norden“ Pate für die Entwicklung von Lösungen für die klimafreundliche und bezahlbare Wärmeversorgung von Bestandsgebäuden in stark verdichteten Innenstadtbereichen.
Das Projekt WärmSchöN untersucht mit Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE), wie Bezirk, Land und lokale Akteure die Wärmewende auf Quartiersebene gemeinsam umsetzen können und wie die Erfahrungen anderen Quartieren als Blaupausen dienen können.
Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann betont:
„Damit eine sozialverträgliche Wärmewende gelingt, müssen Senat, Bezirk und Unternehmen vor Ort gut zusammenarbeiten. Zugleich sollten Bürger_innen frühzeitig einbringen können, was ihnen wichtig ist.“
Das Projekt WärmSchöN untersucht die dafür nötigen Prozesse und Werkzeuge.
Die Ergebnisse sollen auch in anderen dicht besiedelten Bestandsquartieren in Berlin und darüber hinaus als Vorbild für klimaneutrale und sozialverträgliche Wärmeversorgungslösungen dienen. Geplant sind aufbereitete Konzepte und Infomaterialien, die Bezirke und andere Akteure bei der Planung, Kommunikation und Realisierung unterstützen.
In dem Projekt kooperiert das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), dem Hermann-Rietschel-Institut der Technischen Universität Berlin (TU Berlin), der Gewobag Energie- und Dienstleistungsgesellschaft, der AG Wärmewende beim Quartiersrat Schöneberger Norden und der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU).