Jugendliche machen Geschichte sichtbar: Künstlerische Intervention und Einweihung eines Gedenkzeichens im Park am Gleisdreieck

Pressemitteilung Nr. 194 vom 21.05.2026

„Wohin führen diese Gleise?!“ – und was bedeutet das heute? Dieser Frage gehen sechzehn Jugendliche des Robert-Blum-Gymnasiums seit September 2025 ein Schuljahr lang nach und beschäftigen sich mit der NS-Geschichte des Gleisdreieckparks und der Bedeutung für ihre Gegenwart. Am 27. Mai 2026 präsentieren sie Ergebnisse ihrer Arbeit: eine künstlerische Performance im Park am Gleisdreieck sowie die Einweihung eines gemeinsam entwickelten Gedenkzeichens, das an die historische Bedeutung des Ortes erinnern wird.

Einweihung des Gedenkzeichens im Park am Gleisdreieck
im Rahmen des Forschungsprojekts mit Jugendlichen „Wohin führen diese Gleise?“

Mittwoch, 27. Mai 2026 um 16:30 Uhr

über den Yorckbrücken im Park am Gleisdreieck
Yorckstraße, 10965 Berlin

Die Jugendlichen haben sich mit historischen Dokumenten und verschiedenen Biografien zwischen Verfolgung, Widerstand und Täterschaft auseinandergesetzt und dabei eigene Familiengeschichten wie auch heutige Spuren im Park erforscht. Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichten von Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Einige wurden vom Anhalter Bahnhof über die Yorckbrücken deportiert, andere konnten ins Ausland fliehen. Auch Kinder, die auf Kindertransporten in Sicherheit gebracht wurden, sind Teil der Recherchen.

Das Projekt wird im Programm „MemoRails Halt! Hier wird an NS-Geschichte erinnert“ von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert. Das Förderprogramm richtet sich an zivilgesellschaftliche Initiativen in Deutschland, die auf kreative und zeitgemäße Art und Weise an die Verbrechen des NS-Regimes und ihre Folgen an Bahnhöfen in Deutschland erinnern.

  • Texte und Bilder, die nebeneinander angeordnet sind
  • Jugendliche sitzen sich gegenüber