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Saisonstart am Informationsort Schwerbelastungskörper

Pressemitteilung Nr. 123 vom 27.03.2026

Ab dem 1. April 2026 ist der Informationsort Schwerbelastungskörper wieder für den Publikumsverskehr geöffnet. Ab Mai finden jeden 1. Sonntag im Monat um 15 Uhr kostenlose Führungen statt (im April abweichend am 12. April 2026).

Informationsort Schwerbelastungskörper
General-Pape-Straße / Loewenhardtdamm, 12101 Berlin

Saisonal geöffnet vom 1. April bis 31. Oktober 2026:
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr

Kostenlose Führung ab Mai:
jeden 1. Sonntag im Monat (im April am 12.04.2026) ab 15 Uhr
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei.

Der „Schwerbelastungskörper“ zeugt bis heute von den größenwahnsinnigen Bauvorhaben, die während des Nationalsozialismus für Berlin geplant waren. Unter der Leitung des Generalbauinspektors Albert Speer, dem Architekten Adolf Hitlers, begann ab 1937 die Planung einer umfassenden Neugestaltung der Stadt. Nach Hitlers Vorstellung hätten zwei Magistralen, die so genannte „Ost-West-Achse“ und die „Nord-Süd-Achse“, die neue „Welthauptstadt“ wie ein Kreuz durchschnitten. Am Ende der Nord-Süd-Achse – einer rund 7 Kilometer langen und 120 Meter breite Prachtstraße – war ein gewaltiger Triumphbogen geplant, der alle bisherigen baulichen Dimensionen Berlins gesprengt hätte.

Im Jahr 1941 wurde in unmittelbarer Nähe zu dem geplanten Triumphbogen ein Bauwerk zur Prüfung der Tragfähigkeit des Bodens errichtet – unter Einsatz von Zwangsarbeit. Der so entstandene Schwerbelastungskörper, ein zylindrischer Druckkörper aus massivem Beton, hat einen Durchmesser von 21 Metern. Er reicht 14 Meter in die Höhe und 18 Meter in die Tiefe und sollte später nicht abgerissen, sondern der Boden aufgeschüttet und die Straße über ihn geführt werden. Die Nord-Süd-Achse wurde in der geplanten Form nie realisiert. Geblieben ist – wie ein mahnendes Relikt – der zwölftausend Tonnen schwere Betonkörper.

Wichtige Sicherheitshinweise:

Beim Betreten des Geländes bitten wir Sie, auf Unebenheiten, ungesicherte Vertiefungen und hervorstehende Bauelemente zu achten. Wir empfehlen das Tragen von festem Schuhwerk. Teile des Geländes sind aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Das Innere des Schwerbelastungskörpers ist über einen Fußgängertunnel zugänglich. Bitte folgen Sie den Sicherheitsanweisungen des Aufsichtspersonals. Das Tragen eines Helms ist für die Dauer der auf dem Gelände stattfindenden Sanierungsarbeiten verpflichtend. Helme werden am Eingang ausgehändigt.