Die Aktion findet erneut vor dem Tempelhofer Hafen-Center statt. Eingerahmt wird die Ausgabe der Notfalldosen von einem vielfältigen Beratungs- und Informationsangebot rund um das Thema Patientensicherheit an weiteren Marktständen. Mit dabei sind die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen, Krebs und chronischen Erkrankungen des Gesundheitsamtes, der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin sowie die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle Tempelhof-Schöneberg. Auch die Apothekerkammer, der DRK Blutspendedienst Nord-Ost, die Senior_innenarbeit des Sozialamtes, die Verbraucherzentrale Berlin, der VdK-Pflegestützpunkt mit dem gerontopsychiatrischen Verbund Tempelhof-Schöneberg e.V. und der Evangelische Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg sind vertreten. Die E-Rikscha mit Beratungen des Trägers fLotte SoziaL zur Ausleihe und der Mobilitätshilfedienst der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. runden das Informationsangebot ab. Die Lotsinnen der präventiven Berliner
Hausbesuche stellen ihren Dienst vor. Die Patientenfürsprecherin am Auguste Viktoria Klinikum informiert über ihre ehrenamtliche Arbeit und Patientenrechte. Außerdem stellt der Bewegungskoordinator des Bezirks sein Angebot vor.
Oliver Schworck, Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit:
„Wir alle könnten durch einen Unfall oder eine Erkrankung plötzlich zu Patientinnen und Patienten werden. Das Thema Patientensicherheit sollte uns deshalb alle vorsorglich beschäftigen, nicht erst im Notfall. Der Tag der Patientensicherheit hat sich innerhalb weniger Jahre von einer kleinen Aktion mit der Ausgabe der Notfalldose zu einem richtigen Gesundheitsmarkt entwickelt. Nutzen Sie bitte die Dienstleistungen und Beratungsmöglichkeiten über Patientenverfügungen, Brailleschrift, Pflegeversicherungen oder vorbeugende Maßnahmen gegen Demenz. Selbstverständlich erhalten alle Interessierten auch wieder eine Notfalldose – kostenlos und so lange der Vorrat reicht. Ich danke allen Mitwirkenden, insbesondere dem Tempelhofer Hafen für die freundliche Unterstützung bei der Durchführung des Gesundheitsmarktes.“
Der Welttag der Patient_innensicherheit wurde von der Weltgesundheitsorganisation ausgerufen und thematisiert die Notwendigkeit, alle Patient_innen entsprechend ihrer medizinischen Bedürfnisse zu versorgen. Gleichzeitig ruft er dazu auf, die Bevölkerung ausreichend über diese Versorgungsangebote zu informieren.
Das Gesundheitsamt Tempelhof-Schöneberg und die Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit unterstützen die Ziele des Welttages. Mit der Bekanntmachung der Notfalldose setzt der Bezirk außerdem einen entsprechenden Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung um (Drucksache 1610/XX). Die Notfalldose ist ein kleiner grün-weißer Behälter, den Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu Hause in der Kühlschranktür aufbewahren sollten. Sie enthält ein Notfall-Infoblatt, das unter anderem Angaben zum Gesundheitszustand, Medikamenten und wichtigen Kontaktpersonen enthält. Mit diesen Angaben können Notfallhelfer_innen besser reagieren, wenn eine hilfsbedürftige Person nicht ansprechbar oder auskunftsfähig ist und eine sofortige Versorgung einleiten. Auch Angaben zu Haustieren und deren Versorgung können vermerkt werden.
Weitere Informationen und Materialien finden Einrichtungen, die den Welttag unterstützen möchten auf der Internetseite zum Tag der Patientensicherheit.