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Neue Sonderausstellung am Informationsort Schwerbelastungskörper

Pressemitteilung Nr. 174 vom 19.05.2025

Umbenennen?! Berlins Straßennamen und ihre Geschichte

Am 22. Mai 2025 um 16:00 Uhr eröffnet die neue Sonderausstellung am Informationsort Schwerbelastungskörper:

Umbenennen?! Berlins Straßennamen und ihre Geschichte
„Fliegerviertel“ – ein umstrittenes Erbe

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 22. Mai 2025 um 16:00 Uhr

Informationsort Schwerbelastungskörper
General-Pape-Straße / Loewenhardtdamm, 12101 Berlin

Laufzeit der Ausstellung: 24. Mai bis 31. Oktober 2025

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts „umbenennen?!“ nehmen die zwölf Berliner Bezirksmuseen und das Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e. V. die Geschichte der stadtweiten Straßenbenennungen in den Blick. Die Ausstellung ist – jeweils ergänzt durch bezirksspezifische Inhalte – 2025 und 2026 in allen Bezirken zu sehen.

Am Schwerbelastungskörper steht das „Fliegerviertel“ im Mittelpunkt. Die Wohnsiedlung Neu-Tempelhof entstand ab 1911 auf dem Westteil des Tempelhofer Feldes, das damals noch größere Ausmaße hatte.

1936 veranlasste NS-Reichsluftfahrtminister Hermann Göring hier die Umbenennung von sechzehn Straßen zu Ehren von Kampfpiloten des Ersten Weltkriegs – ein Akt ideologischer Kriegsvorbereitung. Durch diese Namensgebung erhielt das Gebiet den Namen „Fliegerviertel“. Bis heute wird über einen angemessenen Umgang mit diesem umstrittenen Erbe diskutiert.

Die Ausstellung beleuchtet die Entstehung und Bedeutung der Straßennamen in Neu-Tempelhof. Sie wird durch künstlerische Positionen von Stella Flatten, Mara Grehl, Anthea Kennedy und Ian Wiblin ergänzt.

Programm zur Ausstellungseröffnung am 22. Mai 2025 um 16:00 Uhr:

Begrüßung:

  • Tobias Dollase, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur

Zur Ausstellung:

  • Dr. Irene von Götz, Leiterin des Fachbereichs Kunst, Kultur, Museen und der Museen Tempelhof-Schöneberg
  • Antonia Wolff, Kuratorin

Zur Ausstellung erscheint eine Dokumentation, die bei den Museen Tempelhof-Schöneberg erhältlich ist.

Die Ausstellung ist in Deutsch und Englisch.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Museen Tempelhof-Schöneberg und auf der Internetseite zur Ausstellung umbenennen?!

Eine Auswahl von Pressefotos wird gerne auf Anfrage zugesandt.

  • Cover einer Karte

    Cover der Einladungskarte; Titelbild: Feierlichkeiten zur Umbenennung von 16 Straßen auf dem Paradeplatz, 21. April 1936

  • Eine Person hält ein Schild auf dem Hein-Kapelle-Straße steht unter das Straßenschild der Manfred-von-Richthofen-Straße.

    Symbolische Umbenennung, 1984, Joachim Dillinger

  • Stadtplan

    Schwarz-Stadtplan von Berlin, 1946, Richard Schwarz, Landkartenhandlung und Geographischer Verlag