Auszug - Belange und Interessen von Migrant/innen in der Arbeit der bezirlichen QM-Gebiete (Diskussion von Problemen und Erfolgen bei u. a. - Verbesserung der Bildungs-Chancen durch bessere Kooperation mit Schulen - Erweiterung von kulturellen Bildungsangeboten - Strategien der Aktivierung von Migrant/innen bei bezirklichen Entscheidungen wie z. B. beim Bürger/innen-Haushalt und bei der Stadtentwicklung von unten - Jahr des interkulturellen Dialogs Schlussfolgerungen für die Kommunalpolitik)  

 
 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für bürgerschaftliches Engagement, Demokratieförderung und Quartiersmanagement
TOP: Ö 4
Gremium: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratieförderung und Quartiersmanagement Beschlussart: mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 29.05.2008 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 21:00 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungssaal 1053
Ort: Yorckstr. 4-11
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Dr

Herr Dr. Lenk leitet das Thema ein und berichtet von einer Studie aus dem Jahr 2007 im Auftrag der Senatsverwaltung die Entwicklung der QM’s betreffend.

 

Herr Dr. Lenk informiert, dass 42 % der Beschäftigten in den QM’s Frauen mit Migrationshintergrund sind. Es entstehen zum Teil Aufgabenaufteilungen, die starr sind wie z. B., dass sich die Beschäftigten mit Migrationshintergrund auch um das Publikum mit Migrationshintergrund kümmern und das deutsche Personal eher die Konzeptentwicklung macht.

 

Die Erfahrungen der einzelnen QM’s zeigen, dass der Austausch mit der Senatsverwaltung nicht gut funktioniert, was von den Mitarbeiter/innen bemängelt wird.

Die Beteiligung von Migranten/Migrantinnen in Gremien wird als gut aber als nicht ausreichend bewertet. Frauen, die sich Arbeitsgruppen organisieren sind engagierter, wobei reine Diskussionsveranstaltungen nicht gut besucht werden. Menschen, deren Aufenthaltsstatus ungesichert ist, können nur schwer in die Arbeit eingebunden werden.

Wünschenswert wäre z. B. mehr Fotomaterial in der Arbeit, mehr Kontaktpflege zu den Moschee-Vereinen und ein intensiverer Kontakt zu den Wohnungsbaugesellschaften.

 

Frau Basaran vom QM Wrangelkiez berichtet über die Schwerpunkte in der Arbeit der letzten Jahre. Die Anwohner/innen seien schnell zu aktivieren, wenn das unmittelbare Umfeld betroffen ist, wobei Diskussionsveranstaltungen in geschlossenen Räumen nicht gut besucht sind, sondern eher ein Treffen im Freien gewünscht wird. Ziel sei, das Sozialgefüge zu stabilisieren, Anonymität aufzulösen und eine Basis für das Engagement interessierter Bürger/innen zu schaffen.

 

Auf Nachfragen zum Quartiersbeirat berichtet Frau Basaran, dass vor 2 Jahren ca. 300 Personen angeschrieben wurden, davon jedoch nur 25 reagiert haben. Die Aktivierung der Bewohner/innen per Brief funktioniert nicht sehr gut, persönliche Ansprache ist immer besser und in der Regel erfolgreicher. Der Beirat trifft sich 1 x im Monat bis 21.00 Uhr, die Sitzungen sind nicht öffentlich, dadurch reden die Menschen freier, da sie nicht vor Publikum sprechen müssen und man sich untereinander kennt. Das Mitgliederverhältnis Frauen/Männer ist ausgewogen und besteht fast ausschließlich aus Bewohner/innen. Der Bezirkskoordinator nimmt oft an den Sitzungen teil, was wichtig ist, da er die Probleme mit ins Amt nimmt.

 

Spezielle Projekte für Senioren oder Menschen mit Behinderung gibt es nicht, jedoch einen „Generationengarten“ und ein Frauentreff, wo sich 3 Generationen zusammenfinden. Das Thema Behinderung ist ein neues Thema, wird künftig in Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten des Bezirkes in die Treffen eingebettet, z. B. bei Integrationskursen.

 

Zur Zeit werden 22 Projekte finanziert. Das Fördervolumen beträgt 288.000,-- Euro.

 

Es wird folgender Beschluss gefasst:

Es wird folgender Beschluss gefasst:

 

 

 
 

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