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Albrecht-von-Graefe-Schule (Sekundarschule) - Sanierung der Schulgebäude und der Sporthalle ab 2021

18.06.2021

Bildvergrößerung: Grafe-Schule Haus A und B, 12.06.2017
Grafe-Schule Haus A und B, 12.06.2017
Bild: Lichtschwärmer

Die Albrecht-von-Graefe-Schule (integrierte Sekundarschule) befindet sich in der Graefestraße 85-88. Mit der direkten Lage an der Straßenfront sind die Sporthalle und das ehemalige Rektorenhaus im Stadtbild deutlich präsent und definieren die Eingangssituation zur Schule. Im Hof stehen die beiden Schulgebäude mit den Klassenräumen. Die Hofgebäude wurden bereits weitgehend saniert.

Die denkmalgeschützte Schulanlage wurde 1888-1890 nach Entwürfen von Stadtbaurat Hermann Blankenstein und Stadt-Bauinspektor Karl Frobenius errichtet. Bauprägend sind die durch Gesimse, farbig abgesetzte Klinkerbänder, Formsteine und ornamentale Keramik reich gegliederten Klinkerfassaden.

Von 1940-45 war hier eine Außenstelle des Krankenhauses Am Urban zur Unterbringung von Zwangsarbeiter*innen getrennt nach west- (Haus A) und osteuropäischer Herkunft (Haus B) untergebracht.

Link zur Homepage der Albrecht-von-Graefe-Schule

Information zum Denkmalschutz, Denkmaldatenbank

Was geschieht aktuell:

Am Blockrand zur Graefestraße befinden sich zwei noch unsanierte, denkmalgeschützte Gebäudeteile des Ensembles, die Sporthalle und das ehemalige Rektorenhaus.
Die beiden Schulhauptgebäude im Hof sind noch nicht barrierefrei erreichbar, die Fachräume sind noch nicht saniert.

Zu allen Gebäuden werden derzeit Baumaßnahmen geplant.

Für die gesamte Schule entsteht durch parallele Bauarbeiten ein großer Kraftakt für die Belegschaft sowie auch für die Schülerinnen und Schüler. Hierzu gibt es eine intensive Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Schul- und Sportamt sowie auch die umliegenden Schulen, damit Ausweichmöglichkeiten gefunden werden können. Zur besseren Koordination wird ein Umzugsmanagement beauftragt.

Die beiden Schulhauptgebäude im Hof (Haus A und B) sollen noch neue Fachräume und Aufzüge erhalten. Ausweichstandorte für die Schülerinnen und Schüler während der voraussichtlich ab Sommer 2021 geplanten Bauzeit werden auch in enger Abstimmung der Schulleitungen in den benachbarten Standorten der Lemgo- und Robert-Koch-Schule ermöglicht.

Für die Sporthalle wurde zunächst ein Bausubstanzgutachten erstellt. Seit 2019 wird die Planung zur Gebäudesanierung erstellt. Die Fassade und der Innenbereich sollen denkmalgerecht saniert werden. Außerdem wird der seitliche Sanitär-Anbau aus den 1970er Jahren durch einen barrierefreien Neubau mit optimiertem Grundriss und neuer Sanitärtechnik ersetzt, der durch einen Glasgang die Rückfassade der alten Sporthalle wieder sichtbar macht. Die Sporthalle wird voraussichtlich ab Juli 2021 bis Anfang 2023 erneuert.
Zudem werden auch die Remise saniert, die Hofmauer instand gesetzt und die Grundleitungen im Schulhofbereich erneuert.

Die Klinkerfassaden und Fenster am ehemaligen Rektorenhaus sollen denkmalgerecht instand gesetzt werden. Die dafür notwendige Bauplanungsunterlage liegt vor. Der Beginn der Baumaßnahme wird für 2022 angesetzt.

Die Baumaßnahmen werden für alle Gebäude vom Büro DHL Architekten geplant.

Bildergalerie:

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Was ist schon passiert:

Mit Mitteln aus dem Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz wurden die beiden Hauptgebäude saniert. Die bereits 2010 begonnenen Bauarbeiten am ersten Schulgebäude wurden 2015, die Maßnahmen am zweiten Hauptgebäude im Folgejahr fertiggestellt. Bei beiden Gebäuden wurden die Klinkerfassaden gereinigt und Schäden beseitigt. Die alten Fenster wurden denkmalgerecht saniert und die Außentüren erneuert. Weiterhin erfolgten eine Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung, der Sanitäranlagen und der Elektroanlagen sowie der Einbau eines Amokalarms. Die Wände der Treppenhäuser und Flure erhielten einen neuen Farbanstrich. Die Decken wurden teilweise akustisch ertüchtigt und erhielten eine neue Beleuchtung.

Was bleibt noch zu tun:

Der Schulhof ist mit Betonsteinpflaster voll versiegelt und bietet wenig Spielangebote für die Schülerinnen und Schüler. Als Abschluss der Maßnahmen am gesamten Schulstandort soll auch der Schulhof neu gestaltet werden.

Finanzierung:

Lebendige Zentren und Quartiere (ehem. Städtebaulicher Denkmalschutz), Investitionsplanung, bezirkliche Mittel

Der Schulstandort der Albrecht-von-Graefe-Schule liegt im Fördergebiet Urbanstraße, Förderprogramm “Lebendige Zentren und Quartiere” (bis 2019: “Städtebaulicher Denkmalschutz”).

Die bisherigen Baumaßnahmen sowie die geplante Erneuerung der Sporthalle, Remise und Hofmauer wurden bzw. werden noch aus Fördermitteln Städtebaulicher Denkmalschutz bzw. Lebendige Zentren und Quartiere finanziert. Dafür werden insgesamt rund 8,7 Millionen € investiert.

Link zum Förderprogramm Lebendige Zentren und Quartiere

Die nun geplante Fachraum-Sanierung und der Aufzugseinbau werden aus Mitteln der Berliner Investitionsplanung umgesetzt.

Aus bezirklichen Mitteln erfolgt die Fassaden-/Fenstersanierung des ehemaligen Lehrerwohngebäudes.