Drucksache - DS/0464/III  

 
 
Betreff: Straßenumbenennung Gröbenufer
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:B'90/Die GrünenVorsteherin
  Burkert-Eulitz, Marianne
Drucksache-Art:AntragBeschluss
Beratungsfolge:
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
24.10.2007 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg überwiesen   
Kultur und Bildung Vorberatung
21.11.2007    Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung      
Kultur und Bildung Vorberatung
22.04.2009 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung vertagt   
06.05.2009 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
27.05.2009 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Entscheidung
23.09.2009 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlagen:
DS0464IIIStraßenumbenennungGröbenufer  

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt, das Gröbenufer im Bezirksteil Kreuzberg

umzubenennen in May-Ayim-Ufer, da die Beibehaltung des Namens Gröbenufer

nach heutigem Demokratieverständnis menschenverachtend ist und dem Ansehen

des Bezirks nachhaltig schaden würde.

 

Begründung:

Das Gröbenufer wurde nach Otto Friedrich von der Groeben (1656-1728) benannt,

welcher Ende des 17. Jahrhunderts im heutigen Ghana die brandenburgisch-preußische Handelskolonie Großfriedrichsburg gründete.

Diese diente der Brandenburgisch-Afrikanischen Kompanie für knapp drei Jahrzehnte als wichtigster Sklavenumschlagsplatz aus dem westafrikanischen Hinterland.

Nach Schätzungen von Historikern wurden aus Großfriedrichsburg im Laufe der Jahre ca. 30000 Menschen verschleppt und als Sklaven verkauft.

 

May Ayim (1960-1996) war eine deutscheDichterin, Pädagogin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung. Ab 1984 lebte sie in Berlin wo sie eine Ausbildung als Logopädin machte und als Lehrbeauftragte an mehreren Hochschulen arbeitete. Ihre Diplomarbeit über die Geschichte Afrodeutscher von 1986 veröffentlichte sie im Buch "Farbe bekennen". Die Arbeit wurde von einem Berliner Professor mit der Begründung abgelehnt, in Deutschland gebe es keinen Rassismus.

Sie gilt als eine der Pionier/innen der kritischen Weißseinsforschung in Deutschland,

welche sich mit Strukturen und Subjekte, die Rassismus verursachen und von rassifizierenden Prozessen profitieren, beschäftigt. (Diese Forschungsrichtung nahm von den USA aus ihren Ausgang und wird heute in Europa, so in Deutschland, als kritische Weißseinsforschung angewandt)

 

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Die Drucksache wird in den Ausschuss für Kultur und Bildung überwiesen.

 

06.05.2009 KuBi

 

 

Das Bezirksamt wird beauftragt, das Gröbenufer im Bezirksteil Kreuzberg

umzubenennen in May-Ayim-Ufer, da die Beibehaltung des Namens Gröbenufer

nach heutigem Demokratieverständnis menschenverachtend ist und dem Ansehen

des Bezirks nachhaltig schaden würde.

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt, das Gröbenufer im Bezirksteil Kreuzberg

umzubenennen in May-Ayim-Ufer, da die Beibehaltung des Namens Gröbenufer

nach heutigem Demokratieverständnis menschenverachtend ist und dem Ansehen

des Bezirks nachhaltig schaden würde.

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.

 

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Die Vorlage des Bezirksamtes wird zur Kenntnis genommen.

 

 
 

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