Ein multifunktionaler Schulcampus an der Sömmeringstraße

Baumrigolen am Halemweg - vor der neuen Anna-Freud-Schule

Beispielhaft: Die Baumrigolen vor dem Schulgebäude der Anna-Freud-Schule am Halemweg

Die Stadtteilzeitung CHARLIE stellt in ihrer 33. Ausgabe das Konzept für ein Pilotprojekt der Mehrfachnutzung vor

Derzeit haben Sekundarschülerinnen und -schüler im Charlottenburger Norden lange Schulwege, sofern sie kein Gymnasium besuchen. Weder in der Jungfernheide-, noch in der Paul-Hertz-Siedlung gibt es eine Oberschule. Unabhängig davon hat der Bezirk die Idee eines neuen Schulcampus an der Sömmeringstraße entworfen, der auch Vorteile für Charlottenburg-Nord bringt.
Der Campus ist mit Bus und U-Bahn gut erreichbar. Und dies ist auch für Familien relevant, denn neben der Sömmeringhalle (Hauptspielort der Alba-Basketballfrauen) soll ein Neubau entstehen, der neben einer Integrierten Sekundarschule auch Platz für die Musik- und die Volkshochschule, für Kunst, Kultur, eine Kita sowie für die Gesundheitsberatung bietet. Zudem ist geplant, dass Nachbarschaftsinitiativen Räume nutzen können.

Der Neubau und ein Teil der existierenden Bildungseinrichtungen – wie die Jugendkunst-, die Mierendorff-Grundschule und eine vorhandene Kita – werden über gemeinsame Freiflächen miteinander verbunden. Selbstverständlich soll dieser Freiraum künftig klimaangepasst und nach dem Prinzip der Schwammstadt gestaltet sein. Für diese komplexe Aufgabe ist im kommenden Jahr die Auslobung eines Architekturwettbewerbs vorgesehen, der über Mittel aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung finanziert wird.

Titel der Zeitung Charlie Nr. 33, Herbst 2026

Titel der aktuellen CHARLIE-Ausgabe

Schulhöfe nach dem Schwammstadtprinzip umzugestalten, ist eine Maßnahme zur Umsetzung des „Berliner Masterplans Wasser“. Welche Ideen und Strategien der Bezirk Charlottenburg-Wilmerdorfs verfolgt, darüber berichtet die Zeitung CHARLIE in ihrem aktuellen Themenschwerpunkt. Die Redaktion befragte zudem die Berliner Wasserbetriebe, vor welchen Herausforderungen die Wasserver- und Abwasserentsorgung generell steht und wie der Bedarf im Berliner Nordwesten bei sinkenden Pegeln in Flüssen und Seen gedeckt werden kann.

Ein weiterer Aspekt des Klimawandels bewegte die Bewohnerinnen und Bewohner in den vergangenen Monaten: die Raupen des Eichenprozessspinners. Dessen Härchen haben sich nicht nur im Volkspark Jungfernheide, sondern auch in den umliegenden Wohnsiedlungen ausgebreitet und zu gesundheitlichen sowie wirtschaftlichen Schäden geführt. Allein im Volkspark hat das Grünflächenamt insgesamt 14.530 Nester beseitigen lassen. Darüber hinaus waren auch etliche Spezialfirmen im Auftrag der Wohnungsbaugesellschaften im Dauereinsatz und sammelten Raupennester ein. Angesichts dieser Dimension ist allen klar: Es müssen neue Lösungen für Tiere und Pflanzen gefunden werden, die sich infolge des Klimawandels hier ausbreiten und andere Arten verdrängen. Mit diesem und weiteren Umweltthemen wird sich sicher auch das neue Team der beliebten „Erlebniswelt Tier & Natur“ beschäftigen. Das Gelände befindet sich mitten im Volkspark unter dem Blätterdach großer Eichen. Der Landschaftspflegeverein Spandau als neuer Betreiber lädt ab September zu den ersten Umwelt-Workshops ein. Der Verein baut auf seine Erfahrungen aus der Naturschutzstation am Hahneberg in Spandau, die ebenfalls mit Mitteln aus der Städtebauförderung in den letzten Jahren umgestaltet wurde und einen Besuch wert ist.

  • Charlie - Zeitung für die Nachhaltige Erneuerung im Charlottenburger Norden

    Ausgabe 33, Herbst 2026

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