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Natternkopf, Gundermann und Sonnenbraut – naturnaher Treffpunkt in der Paul-Hertz-Siedlung

Pflanzaktion der IG Paul-Hertz-Siedlung an der Schwambzeile

Mitglieder der IG Paul-Hertz-Siedlung bei der Pflanzaktion

Am 8. August 2026 leuchtet die gelbe Sonnenbraut mit den pinkfarbenen Westen der Interessengemeinschaft (IG) Paul-Hertz-Siedlung um die Wette. An der belebten Wegkreuzung zwischen Schwambzeile und Teichgräberzeile pflegen Anwohnerinnen und Anwohner mit Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft Gewobag seit gut einem Jahr eine kleine grüne Oase zum Sitzen, Balancieren und Spielen, wie in dem mit Mitteln aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung finanzierten Konzept von 2025 vorgesehen. Bei der großen Pflanzaktion heute sind rund 20 engagierte Menschen ab 10 Uhr vor Ort. Sie pflanzen, jäten, reparieren und schwatzen. „Wenn man hier gemeinsam etwas schafft, ist das gleich ein ganz anders Miteinander“, meint Frau Kukuk, eine der Initiatorinnen. Und schon nach knapp zwei Stunden kann man zum gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen übergehen.

Pflanzaktion der IG Paul-Hertz-Siedlung an der Schwambzeile

Arbeit am Kaninchen-Schutzzaun für den jungen Silber-Ahorn

Neu gepflanzt wurden blauer Natternkopf, scharfer Mauerpfeffer und Königskerze – die heimischen Stauden mit den beeindruckenden Namen wurden vom Team ausgewählt, weil sie unattraktiv für die hier zahlreich lebenden Kaninchen sein sollen. Andere Pflanzen – wie die Sonnenbraut, das Beerenobst und der Silberahorn – sind mit zwei mal 40 Zentimeter Maschendraht über und unter der Erde geschützt. Die Zäunchen müssen repariert und nachgezogen werden. Zu tun gibt es immer etwas, deshalb trifft man sich, so oft es nötig ist, hier vor Ort und einmal im Monat zur Besprechung, offen für alle. Die IG Paul-Hertz-Siedlung hatte sich im Juli 2024 gegründet und von Beginn an am Freiflächenkonzept mitgearbeitet.

Neben der im vergangenen Jahr gemeinsam angelegten Schichtholzhecke hat sich Gundermann ausgebreitet – ein essbares Kraut. Er darf bleiben und eine grüne Decke bilden. Stämme und Findlinge laden zum Balancieren ein, was die Kinder regelmäßig nutzen. Auf einer Begrenzungsmauer wurden im letzten Jahr Sitzauflagen montiert, geeignet eher für jüngere Leute. Die IG wünscht sich eine seniorengerechte Bank und einen unterfahrbaren Spieltisch, um den Ort noch besser für alle nutzbar zu machen.