Lebendige Zentren - Potsdamer Straße

Leitbild ISEK Potsdamer Strasse

Die Potsdamer Straße

Zwischen Kulturforum im Norden und Kleistpark und Hauptstraße im Süden verbindet die Potsdamer Straße die Bezirke Mitte und Tempelhof-Schöneberg. An der Grenze der beiden Bezirke liegt das Ortsteilzentrum Potsdamer Straße. Hier finden sich Lebensmittelmärkte, inhabergeführte Geschäfte, aber auch Gastronomie für jeden Geschmack und Geldbeutel und eine breite Kulturszene von Street Art bis Galerien. Die beiden Bezirksteile haben dabei beim genaueren Hinsehen unterschiedliche Eigenarten. Nördlich der Kurfürstenstraße wird das Gebiet von der Nähe zum Kulturforum geprägt. Neben höherpreisigem Wohnen finden sich hier Gewerbehöfe, Boutiquen und Galerien. Südlich der Kurfürstenstraße sind die Mieten durch einen hohen Anteil landeseigener Wohnbauunternehmen vergleichsweise erschwinglich; das Angebot in den Geschäften und Lokalen orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen im Quartier.
Trotz ihrer unterschiedlichen Prägung stehen beide Teilbereiche vor gemeinsamen Herausforderungen. Dazu zählen der hohe Versiegelungsgrad, der im Sommer zu Hitzestau und bei Starkregen zu Überflutungen führen kann, sowie Nutzungskonflikte im Zusammenhang mit der Straßenprostitution im Bereich der Kurfürstenstraße und der umliegenden Straßen.

Förderprogramm „Lebendige Zentren“ und ISEK

Mit dem Förderprogramm „Lebendige Zentren“ sollen die Zentren in ihren vielfältigen Funktionen gestärkt werden. Klimaschutz und Klimaanpassung sind zentrale Bestandteile des Programms. Dazu gehören bauliche Maßnahmen, beispielsweise die Sanierung sozialer Einrichtungen oder Entsiegelungsmaßnahmen im Straßenraum. Ebenso wichtig sind die aktive Ansprache von Bewohnenden und Gewerbetreibenden, der Aufbau von Netzwerken und die Organisation bedarfsorientierter Veranstaltungen und Events.
Grundlage ist das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK). Das ISEK beinhaltet eine Bestandsaufnahme. Ausgehend von einer Analyse des Ist-Zustandes wurden ein Leitbild und Handlungsfelder erarbeitet. Daraus werden konkrete Maßnahmen sowie eine grobe Zeit- und Kostenplanung für den zwölfjährigen Förderzeitraum abgeleitet.

Das ISEK wurde unter Beteiligung der Öffentlichkeit mit zwei großen Informationsveranstaltungen, Straßenbefragungen sowie aufsuchender Jugendbeteiligung erstellt. Über mein.berlin.de erfolgte die Onlinebeteiligung. Begleitet wurde der ISEK-Prozess von engagierten Personen aus lokalen Initiativen, Einrichtungen, Trägern und Vereinen.

Maßnahmen und Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt in koordiniertem Vorgehen der beiden beteiligten Bezirke Mitte und Tempelhof-Schöneberg. Zuständig ist grundsätzlich der Bezirk, in dessen Gebiet die jeweilige Maßnahme umgesetzt wird. Bei bezirksübergreifenden Maßnahmen übernimmt einer der beiden Bezirke federführend.
Zu den ersten geplanten Maßnahmen gehören Kleinmaßnahmen, mit denen Straßenbäume an die Folgen des Klimawandels angepasst werden sollen, die Erstellung einer Entsiegelungsstrategie für Tempelhof-Schöneberg und die Sanierung der Kita „Haus der Kinder“ in der Kurmärkischen Straße. Darüber hinaus ist ein Gebietsfonds vorgesehen, über den Anwohner*innen, Initiativen und Gewerbetreibende Mittel für Kleinmaßnahmen erhalten können.

Weiterführende Informationen

Downloads

  • Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)

    PDF-Dokument (20.5 MB)

  • Auftaktveranstaltung mit Anwohnenden zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts

    Auftaktveranstaltung mit Anwohnenden zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts

  • Kreuzung Potsdamer Kurfürstenstraße

    Kreuzung Potsdamer Straße / Kurfürstenstraße

  • Kreuzung Potsdamer Straße

    Kreuzung Potsdamer Straße / Bülowstraße

  • Leitbild ISEK Potsdamer Straße

    Leitbild ISEK Potsdamer Straße

  • Legende zum Leitbild ISEK Potsdamer Straße

    Legende zum Leitbild ISEK Potsdamer Straße

Kontakt

Lebendige Zentren

Florian Nachreiner

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