Für den südlichen Teil des Geländes haben sich die ursprünglichen Planungen geändert. Dort waren zunächst vor allem gewerbliche Nutzungen vorgesehen, darunter ein Handwerkerhaus mit 10.000 Quadratmetern Geschossfläche. Inzwischen ist für diesen Bereich eine neue Nutzung geplant.
Auf der rund 34.000 Quadratmeter großen Fläche soll der HOGA Campus Berlin entstehen.Geplant ist ein Bildungs- und Forschungscampus für das Gastgewerbe und die Tourismusbranche, der Ausbildung, Weiterbildung, Praxis und Austausch an einem Standort zusammenführt.
Zum Campus sollen unter anderem ein Oberstufenzentrum für das Gastgewerbe, Fach- und Hochschulangebote, ein Übungshotel sowie Angebote zur Fort- und Weiterbildung gehören. Hinzu kommen ein Verbände- und Innovationszentrum, Wohnangebote für Auszubildende und Räume, in denen neue gastronomische Konzepte erprobt werden können.
Langfristig sollen mehr als 3.000 Auszubildende und Studierende am Campus lernen und sich qualifizieren. Außerdem sollen dort 500 bis 600 Arbeitsplätze entstehen.
Hinter dem Projekt steht die HOGA Campus Berlin eG, eine Genossenschaft, die den Campus entwickeln und betreiben soll.
Damit der HOGA Campus an diesem Standort entstehen kann, muss der geltende Bebauungsplan 7-95 geändert werden. Die im Bebauungsplan 7-95 festgesetzten verkehrsberuhigten Verkehrsflächen, der Fuß- und Radweg in Richtung Röblingstraße sowie die Park- und Grünanlagen werden in den Bebauungsplan 7-95-1 übernommen. Das Nutzungskonzept für den Campus orientiert sich hinsichtlich des Versiegelungsgrades und der Gebäudehöhen weitgehend an den bisherigen Festsetzungen des Bebauungsplans 7-95.
Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat am 5. Mai 2026 die Änderung des Bebauungsplans 7-95 für den südlichen Bereich beschlossen. Das neue Bebauungsplanverfahren trägt die Bezeichnung 7-95-1.