Die Marienhöfe / Der HOGA Campus

Aktuelle Entwicklungen auf dem ehemaligen Güterbahnhof Mariendorf

Auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs Mariendorf zwischen Attilastraße und Röblingstraße entsteht ein neues Quartier. Das Areal liegt in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof Attilastraße.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg brachte die Planungen am 11. Februar 2020 mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 7-95 „Marienhöfe“ auf den Weg. Seit dem 30. Juli 2023 ist der Bebauungsplan in Kraft.

Inzwischen hat die Bebauung des Wohnquartiers im nördlichen Teil begonnen. Für den südlichen Teil des Geländes haben sich die Planungen grundlegend verändert: Auf einer rund 34.000 Quadratmeter großen Fläche soll dort zukünftig der HOGA Campus Berlin entstehen. Der Campus bringt Bildung, Ausbildung, Weiterbildung und Praxis für das Hotel- und Gastgewerbe an einem Standort zusammen.

Die aktuellen Planungen für die beiden Bereiche werden im Folgenden vorgestellt:

Nördlicher Teil – neues Stadtquartier Marienhöfe

Im nördlichen Bereich des Geländes entsteht ein neues Stadtquartier mit rund 900 Wohnungen. Rund 30 Prozent der Wohnungen sind als geförderter Wohnraum vorgesehen. Ergänzt wird das Wohnangebot durch eine Kita, Wohnraum für Senior_innen, ein sogenanntes Nachbarschaftshaus am nördlich geplanten Stadtplatz, ein medizinisches Versorgungszentrum sowie Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen.

Neue Grün- und Aufenthaltsflächen gehören ebenfalls zur Planung. Bisher nicht öffentlich zugängliche und überwiegend versiegelte Flächen werden damit erstmals als Freizeit- und Erholungsflächen für die Öffentlichkeit nutzbar. Im nördlichen Bereich entstehen beispielsweise eine Grünfläche mit Sport- und Spielanlagen sowie ein als Parkanlage gestalteteter Wohnanger.

Das neue Stadtquartier ist als autoarmer Standort geplant. Eine gute und leistungsfähige ÖPNV-Anbindung sowie eine zentrale Tiefgarage unterstützen dieses Konzept. In der Tiefgarage sind die Kfz-Stellplätze und verschiedene Mobilitätsangebote gebündelt.

Eine neue Verbindung in Ost-West-Richtung soll das Quartier zudem besser mit den angrenzenden Stadtbereichen verbinden. Die ursprünglich vorgesehene Unterkunft für Geflüchtete ist nicht mehr Bestandteil der aktuellen Planung.

Mit der Grundsteinlegung im November 2025 hat die bauliche Umsetzung des nördlichen Teils begonnen.

Visualisierung Quartier Marienhöfe - Anger

Visualisierung des geplanten Wohnangers mit Grün- und Aufenthaltsflächen im neuen Stadtquartier Marienhöfe.

Südlicher Teil – HOGA Campus Berlin

Für den südlichen Teil des Geländes haben sich die ursprünglichen Planungen geändert. Dort waren zunächst vor allem gewerbliche Nutzungen vorgesehen, darunter ein Handwerkerhaus mit 10.000 Quadratmetern Geschossfläche. Inzwischen ist für diesen Bereich eine neue Nutzung geplant.

Auf der rund 34.000 Quadratmeter großen Fläche soll der HOGA Campus Berlin entstehen.Geplant ist ein Bildungs- und Forschungscampus für das Gastgewerbe und die Tourismusbranche, der Ausbildung, Weiterbildung, Praxis und Austausch an einem Standort zusammenführt.

Zum Campus sollen unter anderem ein Oberstufenzentrum für das Gastgewerbe, Fach- und Hochschulangebote, ein Übungshotel sowie Angebote zur Fort- und Weiterbildung gehören. Hinzu kommen ein Verbände- und Innovationszentrum, Wohnangebote für Auszubildende und Räume, in denen neue gastronomische Konzepte erprobt werden können.

Langfristig sollen mehr als 3.000 Auszubildende und Studierende am Campus lernen und sich qualifizieren. Außerdem sollen dort 500 bis 600 Arbeitsplätze entstehen.

Hinter dem Projekt steht die HOGA Campus Berlin eG, eine Genossenschaft, die den Campus entwickeln und betreiben soll.

Damit der HOGA Campus an diesem Standort entstehen kann, muss der geltende Bebauungsplan 7-95 geändert werden. Die im Bebauungsplan 7-95 festgesetzten verkehrsberuhigten Verkehrsflächen, der Fuß- und Radweg in Richtung Röblingstraße sowie die Park- und Grünanlagen werden in den Bebauungsplan 7-95-1 übernommen. Das Nutzungskonzept für den Campus orientiert sich hinsichtlich des Versiegelungsgrades und der Gebäudehöhen weitgehend an den bisherigen Festsetzungen des Bebauungsplans 7-95.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat am 5. Mai 2026 die Änderung des Bebauungsplans 7-95 für den südlichen Bereich beschlossen. Das neue Bebauungsplanverfahren trägt die Bezeichnung 7-95-1.

Perspektive des HOGA -Campus.

Bei dieser Darstellung handelt es sich um einen Vorentwurf. Änderungen sind möglich.

  • Pressemitteilung zum HOGA Campus Berlin

    PDF-Dokument (79.9 kB)

Stadtentwicklungsamt

Geschäftsstelle
Rathaus Schöneberg
Raum 3008/3009

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle
Montag bis Donnerstag:
9 bis 16 Uhr
und Freitag:
9 bis 15 Uhr

Postanschrift
10820 Berlin

Sprechzeiten für persönliche Beratung im Stadtentwicklungsamt
Dienstag 9 Uhr bis 12 Uhr
und nach vorheriger Vereinbarung

Ihre Ansprechpersonen im Stadtentwicklungsamt

Öffnungszeiten des Bauaktenarchivs

Dienstag und Donnerstag 9 Uhr bis 12 Uhr
und nach vorheriger Vereinbarung