Der erste von drei Bauabschnitten ist fertig. Das rund 250 Meter lange Stück zwischen Hedwig-Dohm-Straße und Gotenstraße ist jetzt eine fuß- und radverkehrsfreundliche Stadtstraße. Und die Bagger rollen direkt weiter. Im nahtlos anschließenden zweiten Bauabschnitt wird der angrenzende Stadtplatz hergerichtet und das Quartier deutlich aufgewertet. Mit einem symbolischen Spatenstich haben Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz Stephan Machulik, Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck und Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino die Bauarbeiten fortgeführt.
Barrierefreie Gehwege, eine eigene Radverkehrsspur, moderne Straßenbeleuchtung und neu gepflanzte Straßenbäume werten nun den Straßenraum auf, wo früher lückenhafte und teils marode Gehwege das Straßenbild prägten. Auch ein Teil der zentralen Verbindung zwischen dem Bahnhof Südkreuz und dem S-Bahnhof Schöneberg ist radverkehrsfreundlich gestaltet. Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund drei Millionen Euro, davon fördert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen 2,85 Millionen Euro über das Bund-Länder-Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“ und der Bezirk steuert 150.000 Euro aus Eigenmitteln bei.
Direkt im Anschluss beginnen die Arbeiten auf der Dreiecksfläche an der Ecke Ella-Barowsky-Straße/Gotenstraße, die bisher als Baustelleneinrichtung diente. Auf rund 2.360 Quadratmetern entsteht dort mit dem zukünftig benannten Charlotte-Wolff-Platz ein neuer Stadtplatz für die Schöneberger Linse. Der neue Platz soll Raum für Nachbarschaftsfeste, Marktbetrieb und Außengastronomie bieten. Ergänzt wird das Angebot durch Sitzmöglichkeiten sowie eine insektenfreundliche Beleuchtung, mit reduziertem Streulicht. Acht neue Bäume sorgen künftig für Schatten, darunter ein großer Solitärbaum mit Rundbank. Der Platz folgt dem Prinzip der Schwammstadt: Das Regenwasser wird dezentral vor Ort zurückgehalten und versickert. Dafür sind drei Versickerungsbereiche vorgesehen – eine zentrale Rasenfläche, ein Beet mit Stauden und Bodendeckern sowie die große Baumscheibe des Solitärbaums. Eine offene Muldenrinne entlang der Gotenstraße nutzt das natürliche Gefälle für die Entwässerung.