35. REC-Filmfestival in der ufaFabrik mit zehn Partnerstädten

Eine Gruppe auf einer Bühne; in der Mitte wird für ein Selfie zusammengerückt.

Preisverleihung in der ufaFabrik

Pressemitteilung Nr. 409 vom 21.09.2026

Drei Preise für Gewinnerfilme aus den Partnerstädten

Vom 9. bis 12. September 2026 fand das 35. REC-Filmfestival im Theatersaal der Tempelhofer ufaFabrik statt. Es ist kaum zu glauben, dass sich dieses großartige Film-Event für Kinder und Jugendliche mit zahlreichen internationalen Einreichungen, Workshops und zusätzlichen Aktivitäten aus dem relativ kleinen „Jugendmedienfestival Berlin“ entwickelt hat. Das ist insbesondere dem aktiven Engagement der vielen ehrenamtlich Helfenden im REC-Organisationsteam, aber auch der Unterstützung des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg zu danken.

Bereits seit 2014 nehmen die Partnerstädte Tempelhof-Schönebergs am REC-Filmfestival teil, aber selten kamen so viele wie in diesem Jahr: Amstelveen, Charenton-le-Pont, Koszalin, Mezitli, Mykolajiw, Nahariya, Paderborn, Penzberg, Werra-Meißner-Kreis und Wuppertal.

Im abschließenden Grußwort betonte Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann seine Freude über die vielen jungen Menschen, die einen eigenen Filmbeitrag eingereicht haben, darunter auch die zahlreichen Gäste aus den Partnerstädten. Ebenfalls dankte er dem REC-Organisationsteam und dem Team der ufaFabrik für ihr Engagement. Er lobte das REC-Filmfestival als ein beispielhaftes Event in Tempelhof-Schöneberg, das mit der ufaFabrik an genau dem richtigen Standort stattfindet.

Insgesamt hat sich Qualität der Filmbeiträge immer mehr gesteigert, so dass es dem Organisationsteam nicht leichtfiel, aus den über 600 Einreichungen die Filme auszuwählen, die auf dem Wettbewerb gezeigt wurden. Danach waren die Jurymitglieder mit der schweren Entscheidung befasst, wer die Preise für die einzelnen Bereiche „REC for Kids“, „REC for Youth“ und „Beste Filme aus den Partnerstädten“ erhält.
Alle Preisträger_innen sind auf den Seiten des REC-Filmfestivals aufgeführt.

An dieser Stelle liegt der Focus auf den Preisen für die Filme aus den Partnerstädten: Verdient gewonnen wurden die beiden „Partnerstädte-Clips“ durch Louis Grandt vom Medienprojekt Wuppertal mit ihrem Beitrag „Glow“, einer einfühlsamen Beschreibung von Gefühlen und Gedanken durch einen Mix aus Realfilm und beeindruckenden, handgemachten Animationen, und Mila Banis aus Amstelveen mit „Cyclus“, einem subtilen Psychothriller, in dem auf die Komplexität toxischer Beziehungen eingegangen wird. Ebenso ging ein „Goldener Clip“ an den Film „Memoria Dulcis Amoris“ aus Charenton-le-Pont. Die drei Schülerinnen Vildan Biyik, Sasha Dress, Mané Kaprielian des Lycée Notre-Dame des Missions St. Pierre zeigten gekonnt und mit Musik, Text und Tanz alle Facetten einer schmerzhaften Trennung.

Die Preise wurden überreicht durch Bezirksstadtrat Oliver Schworck, der in seiner Funktion als Jugendstadtrat das REC-Filmfestival lange Jahre unterstützt hatte und dafür einen Ehrenpreis erhielt.

Auch die anderen Filme aus den Partnerstädten waren bewundernswert gemacht und verdienen ein großes Lob.

Im Film aus dem Werra-Meißner-Kreis ging es um den Azubi-Alltag, beschrieben von den Auszubildenden selbst. Der Landkreis Paderborn überraschte mit einem Film von Schüler_innen der Hermann-Schmidt-Förderschule, die aufzeigen, wie Außenstehende – oft und meist unbedacht – wenig sensibel und ungerecht mit ihnen umgehen und über sie urteilen. Die junge Filmemacherin aus Mykolajiw stellte dar, wie der Krieg das Leben in ihrer Familie in große Gefahr bringt. Die Jugendlichen aus Nahariya setzten sich mit der Geschichte ihrer Stadt im Zweiten Weltkrieg auseinander. Die fünf Schülerinnen des Gymnasiums Penzberg fragten sich auf Englisch, wie Shakespeare in der heutigen Welt reagieren würde. Die beiden Jugendlichen aus Koszalin (Mitglieder des dortigen Jugendparlaments) zeigten, wie in den 80er Jahren Mitglieder der Solidarnosc in Koszalin drangsaliert wurden. Der junge Filmemacher aus Mezitli befasste sich einfühlsam mit den Problemen eines depressiven jungen Mannes, dem es schließlich gelingt, Heilung zu finden.

Auffällig ist die große Bandbreite an Themen, mit denen sich die Gäste aus den Partnerstädten in ihren Filmbeiträgen befasst haben. Vielleicht wird es möglich sein, einige der auf dem REC-Filmfestival 2026 gezeigten Filme aus den Partnerstädten zu einem späteren Zeitpunkt in Tempelhof-Schöneberg zu präsentieren, z. B. den Film aus Paderborn auf einer Veranstaltung der Ehrenamtsbeauftragten zur Inklusion oder den Film aus Amstelveen zu den mit toxischen Beziehungen verbundenen Gefahren auf dem Frauenmärz, einer Veranstaltung der Frauenbeauftragten.

Die Gäste aus den Partnerstädten verbrachten eine gute, interessante und motivierende Zeit auf dem REC-Filmfestival, ließen sich von den gezeigten Filmbeiträgen und Workshops inspirieren und schlossen neue Freundschaften. Neben den vielen Filmen und dem Austausch mit Gleichgesinnten war der Besuch der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf ein Highlight ihres Aufenthaltes. Der Abschied fiel schwer, und alle beteiligten Partnerstädte bekräftigten, dass sie beim nächsten Mal vom 15. bis 18. September 2027 wieder mit vielen neuen spannenden Ideen dabei sein werden und sich schon sehr darauf freuen.