Tempelhof-Schöneberg gedenkt Rosa von Praunheim

Pressemitteilung Nr. 404 vom 18.09.2026

Flyer zur Veranstaltungsreihe "Tempelhof-Schöneberg gedenkt Rosa von Praunheim"

Filmreihe und Dialog über Leben und Wirken

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg ehrt den Filmregisseur, Aktivisten und queeren Pionier Rosa von Praunheim mit einer vierteiligen Veranstaltungsreihe im Rathaus Schöneberg. Die Reihe startet am 1. Oktober 2026 und endet am 17. Dezember 2026, dem ersten Todestag von Rosa von Praunheim. Im Mittelpunkt stehen Filmvorführungen, Gespräche mit Zeitzeug_innen und eine kritische Auseinandersetzung mit seinem Werk – immer mit Bezug zu aktuellen Herausforderungen der queeren Community.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Rosa von Praunheim stand für Veränderung, Debatte und Austausch. Mit dieser Veranstaltungsreihe möchte der Bezirk seinem Vermächtnis gerecht werden und Raum für einen Dialog zu den Anliegen aus der queeren Community schaffen. Tempelhof-Schöneberg steht für Vielfalt, Respekt und ein Miteinander ohne Ausgrenzung – heute und jeden Tag.“

Rosa von Praunheim prägte mit seinen Filmen und seinem Aktivismus die queere Bewegung in Deutschland und international. Ein Jahr nach seinem Tod setzt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg den Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vom 18. Februar 2026 um und organisiert eine Filmreihe, die sein Lebenswerk ehrt. Die Veranstaltungen sollen nicht nur an sein Schaffen erinnern, sondern auch Parallelen zu heutigen Kämpfen für Akzeptanz und Gleichberechtigung ziehen.

Die Veranstaltungsreihe im Überblick

Ort der Veranstaltungen:

  • Rathaus Schöneberg
    Marlene-Dietrich-Saal
    John-F.-Kennedy-Platz 1
    10825 Berlin

Für alle Veranstaltungen gilt „Eintritt frei“ und es ist keine Anmeldung erforderlich.

1. Oktober 2026, 18:30 Uhr

  • Film-Vorführung:
    „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er sich befindet“ (1970)
  • Gast:
    Christelle Gebhardt (Geschäftsführung der Lesbenberatung)
  • Thema:
    Unterschiede, Gemeinsamkeiten und ein heutiger Blick aus der Perspektive der Lesbenberatung.

5. November 2026, 18:00 Uhr

  • Film-Vorführung:
    „New York Memories“ (2010)
  • Gäste:
    Oliver Sechting (Witwer und Mitwirkender im Film)
    Christos Acrivulis (damaliger Weggefährte)
  • Thema:
    Erfahrungen und Erlebnisse mit Rosa von Praunheim.

3. Dezember 2026, 18:00 Uhr

  • Film-Vorführung:
    „Tote Schwule, lebende Lesben“ (2008)
  • Gäste:
    Manuela Kay (Verlegerin, Siegessäule und L-Mag)
    Mahide Lein (Kulturvermittlerin)
  • Thema:
    Wirkung des Films und Aktualität des Anliegens

17. Dezember 2026, 18:00 Uhr

  • Film-Vorführung:
    „Satanische Sau“ (2025)
  • Format:
    Moderierte Diskussionsrunde mit dem Publikum über Leben, Wirken und die queere Community. Besonderheit: Dieser Termin markiert den ersten Todestag von Rosa von Praunheim.
  • Moderation:
    Kai Münch, Beauftragte_r für queere Lebensweisen

Kontakt

Kai Münch
Beauftragte_r für queere Lebensweisen