Bei der Auswahl der Baumarten setzt das Straßen- und Grünflächenamt verstärkt auf strapazierfähige, klimaresistente und zukunftsfähige Arten. Zu den am häufigsten gepflanzten Bäumen der vergangenen Jahre sind die Top 5:
- Ulme (Ulmus Resista®): 293 Exemplare
- Spaeth-Erle (Alnus spaethii): 290 Exemplare
- Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia): 212 Exemplare
- Kegel-Linde (Tilia flavescens): 193 Exemplare
- Amerikanischer Amberbaum (Liquidambar styraciflua): 172 Exemplare
Denn das Leben – insbesondere für Straßenbäume – kann durchaus anspruchsvoll sein: Zahlreiche Umwelteinflüsse stellen Stressfaktoren für die Bäume dar und können ihre Gesundheit beeinträchtigen. Die zunehmende Trockenheit und immer extremere Hitzeperioden setzen den Bäumen zu. Allerdings kann auch zu viel Wasser ein Problem sein: Überschwemmungen infolge von Starkregenereignissen belasten die Bäume ebenfalls.
Vor allem aber schädigen Bodenverdichtungen im Straßenland, eine starke Versiegelung sowie das Befahren der Baumwurzeln durch Kraftfahrzeuge die Baumgesundheit, wodurch in manchen Fällen leider Fällungen notwendig werden. Neben Neupflanzungen versucht das Straßen- und Grünflächenamt den bestehenden Baumbestand zu schützen und stärken, zum Beispiel durch Entsiegelung und Vergrößerung von Baumscheiben.
In Tempelhof-Schöneberg fiel die Baumbilanz der Straßenbäume im Betrachtungszeitraum dennoch erfreulich aus: Abgesehen vom Jahr 2024, in dem besonders viele Bäume gefällt werden mussten, wurden durchgängig deutlich mehr Bäume gepflanzt als gefällt.
Spezielle Auswertungen
Neben den Neupflanzungen wurden auch besondere Auswertungen erstellt, die online auf der Internetseite uMap einsehbar sind:
- Standorte der Eichen
- Standorte der Jungbäume, die in Trockenperioden besonders gegossen werden müssen (Standalter 5-12 Jahre in 2027)
- Bäume mit einem Standalter über 90 Jahre
Diese Auswertung beruft auf den Datensätzen Straßenbäume und Anlagebäume (Stand: 09.04.2026) Geoportal Berlin (Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0)