Tabea Witt, Geschäftsführerin von Outreach:
„Gerade am Stadtrand treffen fehlende Infrastruktur und gesellschaftliche Spaltung oft direkt aufeinander. In der sensiblen Phase des Heranwachsens entsteht dadurch leicht ein Gefühl des ‚Abgehängtseins‘. Zukunftsängste, Orientierungslosigkeit oder mentale Probleme können die Folgen sein. Mit der Eröffnung des Jugendtreffs signalisieren wir den Jugendlichen: Ihr seid wichtig. Ihr bekommt hier einen eigenen Rückzugsort außerhalb von Familie und Schule – und wir sind als vertrauliche Ansprechpersonen an eurer Seite, auch wenn‘s mal stürmisch wird.“
Eva Majewski Sparacino, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Facility Management:
„Ein Quartier wie der Tirschenreuther Ring braucht Orte der Begegnung für alle. Der neue Jugendtreffpunkt schließt eine dringende Lücke. Hier finden Jugendliche Ansprechpartner, die ihnen zuhören, sie in schwierigen Situationen begleiten und ihnen Orientierung geben. Gleichzeitig können sie den Treff mit eigenen Ideen und Vorstellungen mitgestalten und Verantwortung für den Ort übernehmen. So ergänzen wir die Angebote im Quartier und schaffen gute Voraussetzungen für ein respektvolles und gelingendes Miteinander im Kiez.“
Oliver Schworck, Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit:
„Auch in diesem Stadtteil haben wir bisher viel zu wenig Angebote für Jugendliche. Gerade die mobile Jugendarbeit ist unverzichtbar, denn sie trifft die Jugendlichen dort, wo sie sich aufhalten. Dabei geht es nicht darum, für Ruhe zu sorgen, sondern den Jugendlichen zuzuhören und mit ihnen gemeinsam Angebote zu schaffen, die auch gewollt sind.“
Angelika Neuer, Leiterin des Kundencenter Süd der degewo:
„Lebenswerte Quartiere entstehen nicht allein durch Wohnungen, sondern vor allem auch durch gute soziale Angebote. Mit dem neuen Standort für die mobile Jugendsozialarbeit schaffen wir gemeinsam mit Bezirk und Outreach einen wichtigen Anlaufpunkt für junge Menschen in Marienfelde Süd. Der Ort bietet Jugendlichen Raum und Perspektiven und trägt gleichzeitig dazu bei, das Miteinander im Quartier zu stärken.“
Hintergrund
Der Jugendtreff soll sich zu einem festen Ankerpunkt für Jugendliche entwickeln. Das dreiköpfige Outreach-Team ist regelmäßig vor Ort und koordiniert Angebote, die sich an den Interessen und Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren. Der Name des Treffs wird von den Jugendlichen selbst gewählt. Ergänzend ist das Team im Rahmen von Streetwork und aufsuchender Arbeit im Quartier unterwegs.
Der Standort ist in bestehende Strukturen eingebunden, u. a. durch die Zusammenarbeit mit dem W40-Quartiersbüro der AG SPAS.
Weitere Informationen zum Projekt, zu Outreach und zur Finanzierung finden in unserer Pressemitteilung vom 31.08.2026.