Queerfeindliche Beschädigung einer Regenbogenbank am Innsbrucker Platz

Pressemitteilung Nr. 384 vom 08.09.2026

Beschädigte Regenbogenbank

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg zeigt Flagge für Vielfalt und Solidarität

Am Morgen des 7. September 2026 wurde eine Regenbogenbank des Bezirks Tempelhof-Schöneberg am Innsbrucker Platz mit schwarzer Farbe beschmiert aufgefunden. Aktuell prüft das Bezirksamt, ob weitere Bänke betroffen sind. Die beschmierte Bank wird schnellstmöglich entfernt und im Laufe des Septembers ersetzt. Zudem wird der Schaden zur Anzeige gebracht.
Dieser Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende gesellschaftliche Dynamik ein: Steigender Hass gegen queere Symbolik und queere Menschen prägt zunehmend den öffentlichen Raum und den Alltag queerer Menschen. Die Fallzahlen queerfeindlicher Vorfälle steigen, und queere Antigewaltprojekte berichten von vielfältigen und steigenden Anfragen und Bedarfen. Besonders seit dem islamistischen Anschlag auf den CSD ist die Stimmung in der queeren Community angespannt.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Die queere Community ist ein fester Bestandteil unseres Bezirks. Mit unserer Teilnahme bei vielen queeren Großveranstaltungen, unseren Flaggenhissungen und unserer queeren Öffentlichkeitsarbeit zeigen wir: Tempelhof-Schöneberg steht für Vielfalt, Respekt und ein Miteinander ohne Ausgrenzung. Gemeinsam feiern wir die Stärke und den Mut der queeren Community – heute und jeden Tag.“

Klare Haltung: Vielfalt, Sichtbarkeit und Solidarität!

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg setzt sich klar und deutlich für Vielfalt, Sichtbarkeit und ein solidarisches Miteinander ein. Unsere Überzeugung lautet: „Im kollektiven und gemeinsamen Austausch lernen wir, unsere Unterschiede anzuerkennen und als Stärke zu verstehen.“

Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck:
„Die queere Community ist vielen Anfeindungen, Angriffen und Diskriminierungen ausgesetzt. Die Sichtbarmachung queerer Symbolik ist ein Zeichen der Unterstützung für die Community in unserem Bezirk. Unsere Regenbogenbänke sind ein wichtiges und sichtbares Zeichen im öffentlichen Raum. Das Bezirksamt verurteilt jegliche Art von Gewalt gegen queere Menschen! Wir alle müssen uns gemeinsam jeden Tag für Demokratie, Vielfalt und Selbstbestimmung einsetzen.“

Kai Münch, Queerbeauftragte_r des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg, ergänzt:
„Die verschärfte Queerfeindlichkeit lässt sich nur gemeinsam und durch eine Vielzahl an Maßnahmen bekämpfen. Durch Gewaltprävention, Sichtbarkeit, Öffentlichkeitsarbeit, Bildung, Aufklärung und Sensibilisierung können wir gemeinsam Zeichen der Stärke, des Miteinanders und des gegenseitigen Respekts in die Gesellschaft senden. Nur durch gemeinsame Begegnungen, durch Unterstützung von Betroffenen und durch konsequente Aufklärung können wir Queerfeindlichkeit begegnen.“

Regenbogenbezirk – das ganze Jahr

Tempelhof-Schöneberg steht für Vielfalt, Dialog und ein demokratisches Miteinander. Queere Menschen sind hier selbstverständlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens – ob in Arbeit, Schule, Familien, Bars und Clubs oder im öffentlichen Raum. Respekt, Vielfalt und Akzeptanz sind Aufgaben des alltäglichen Lebens aller Menschen.
Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg unterstützt die queere Community und ihre vielfältigen Projekte das gesamte Jahr und legt fortlaufend einen Schwerpunkt auf die Förderung queerer Lebensweisen.