HOGA Campus in Tempelhof: Berlin schafft innovativen Campus für Fachkräfteausbildung im Hotel- und Gastgewerbe
Pressemitteilung Nr. 377 vom 04.09.2026
Die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, der Staatssekretär für Finanzen, Wolfgang Schyrocki, der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Jörn Oltmann, sowie der Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Berlin und Vorstandsmitglied der HOGA Campus Berlin eG, Gerrit Buchhorn, haben heute das Konzept für den HOGA Campus in Berlin-Tempelhof vorgestellt.
Auf einem rund 34.000 Quadratmeter großen Grundstück im Bereich Attilastraße/Röblingstraße soll ein zentraler Ausbildungs- und Innovationscampus für das Berliner Gastgewerbe entstehen. Der HOGA Campus soll Ausbildung, Weiterbildung, Praxis und Austausch an einem Ort verbinden und damit dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte für Gastronomie, Hotellerie und Tourismus zu gewinnen und in Berlin zu halten.
Eine eigens dafür vom DEHOGA Berlin gemeinsam mit neun weiteren Mitgliedern gegründete Genossenschaft soll den Campus entwickeln und betreiben. Nach dem vorliegenden Konzept sind auf dem Gelände unter anderem ein Oberstufenzentrum für das Gastgewerbe, ein Übungshotel, Fach- und Hochschulangebote, Flächen für Fort- und Weiterbildung sowie ein Verbände- und Innovationszentrum vorgesehen. Ergänzt werden soll der Campus durch Wohnangebote für Auszubildende und Räume, in denen Gründerinnen und Gründer neue gastronomische Konzepte erproben können. Langfristig sollen mehr als 3.000 Auszubildende und Studierende am Campus lernen und sich qualifizieren. Zusätzlich soll es 500 bis 600 Arbeitsplätze am Standort geben. Das Land Berlin plant die Unterstützung des Vorhabens durch den Erwerb des Grundstücks und dessen anschließende Bereitstellung im Erbbaurecht an die Genossenschaft. Damit werden die Voraussetzungen für einen langfristig angelegten Bildungs- und Innovationsstandort für das
Berliner Gastgewerbe geschaffen.
Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe:
„Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Berlin und mit ihm die Hotel- und Gastrobranche. Mit über 12 Millionen Gästen und mehr als 29 Millionen Übernachtungen erwirtschaftet die Branche jährlich 8,4 Milliarden Euro Umsatz und sichert hier rund 225.000 Arbeitsplätze. Um zukunftsfähig zu sein braucht die Branche vor allem eines: gut ausgebildete Fachkräfte. Der HOGA Campus ist deshalb ein echtes Zukunftsprojekt für Berlin. Was die Hospitality Business School in Lausanne in der Schweiz ist, soll der Berliner HOGA Campus werden: die führende Ausbildungsstätte für Hotel- und Gaststättengewerbe in Deutschland und Europa. Mit dem Erwerb des Grundstücks und der anschließenden Bereitstellung im Erbbaurecht schaffen wir die Grundlage für die Umsetzung. So wird aus einer innovativen Idee ein konkreter Standortfaktor, um die besten Hände und Köpfe für unsere Hauptstadt und darüber hinaus auszubilden und zu sichern.“
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie:
„Zu viele junge Menschen verlassen die Schule noch immer ohne eine klare berufliche Perspektive. Das können und wollen wir uns in Berlin nicht leisten. Deshalb stärken wir die Berufsorientierung, schaffen verbindlichere Übergänge in Ausbildung und bringen Schule und Wirtschaft enger zusammen. Der HOGA Campus ist dafür ein starkes Signal: Junge Menschen brauchen nicht nur Orientierung, sondern konkrete Chancen auf Ausbildung, beruflichen Erfolg und ein selbstbestimmtes Leben. Gleichzeitig braucht Berlin gut ausgebildete Fachkräfte. Beides zusammenzubringen, ist eine zentrale Aufgabe unserer Bildungspolitik.“
Wolfgang Schyrocki, Staatssekretär für Finanzen:
„Der HOGA Campus zeigt, wie öffentliche Hand und private Initiative sinnvoll zusammenwirken können. Gerade in Zeiten knapper Kassen müssen wir neue Wege gehen: Das Land schafft die Voraussetzungen, betreibt eine strategische Liegenschaftspolitik und setzt sein Vermögen gezielt ein, während die Branche Verantwortung übernimmt und investiert. Entscheidend ist für uns, dass am Ende ein tragfähiger Business Case steht und der Beitrag des Landes haushaltsrechtlich belastbar ist. Wenn uns das gelingt, ist der HOGA Campus ein gutes Beispiel dafür, wie Berlin auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen handlungs- und gestaltungsfähig bleiben kann.“
Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg:
„Der HOGA-Campus wird für Tempelhof-Schöneberg und ganz Berlin ein Leuchtfeuer für Ausbildung und innovative Personalentwicklung. Wir hätten uns keinen besseren Ort dafür wünschen können.“
Gerrit Buchhorn, Hauptgeschäftsführer der DEHOGA Berlin und Vorstandsmitglied der HOGA Campus Berlin eG:
„Mit dem HOGA Campus wollen wir einen zentralen Zukunftsort für das Gastgewerbe, den Tourismus und die damit verbundenen Branchen schaffen. Das Konzept geht weit über einen klassischen Bildungsstandort hinaus, denn wir schaffen einen Ort an dem sich Betriebe, Beschäftigte, Wissenschaft, Verbände und Gründer vernetzen, Wissen austauschen und gemeinsam neue Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft entwickeln können. Ein wichtiger Bestandteil des Campus ist zudem bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende. Denn wenn wir junge Menschen für eine Ausbildung und eine berufliche Zukunft in Berlin gewinnen wollen, müssen wir neben guten Bildungs- und Karrierechancen auch die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.
Unser Anspruch ist es, in Tempelhof einen bundesweit wegweisenden Campus zu schaffen, der Bildung, Wirtschaft, Innovation und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbindet und neue Perspektiven für Menschen und Unternehmen eröffnet.
Er ist ein Meilenstein im Bestreben um Fachkräftesicherung und -entwicklung, Wissenstransfer, neue Geschäftsmodelle und innovative Konzepte. Er wird die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit Berlins insgesamt stärken. Dass das Land Berlin gemeinsam mit uns die Voraussetzungen für dieses ambitionierte Projekt schafft, ist ein starkes Bekenntnis zu unseren Branchen und zum Tourismusstandort Berlin.“
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Präsentation zur HOGA-Campus Pressekonferenz – 04. September 2026
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Dokument: DEHOGA BERLIN
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