Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann besucht Wärmewende Friedenau e.V.

Pressemitteilung Nr. 367 vom 02.09.2026

Austausch über klimaneutrale Wärmeversorgung, Quartiersentwicklung und Unterstützung für lokale Initiativen

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann hat am 31. August 2026 die Initiative Wärmewende Friedenau e.V. am Perelsplatz besucht. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie lokale Initiativen bei der Entwicklung einer klimaneutralen und sozialverträglichen Wärmeversorgung unterstützt werden können.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Die Wärmewende braucht engagierte Menschen, die Ideen entwickeln und Projekte vor Ort anstoßen. Als Bezirksamt wollen wir deshalb genau hinschauen, wo wir Bürgerinitiativen unterstützen können.“

Bei einem Rundgang stellte die Bürgerinitiative „Wärmewende Friedenau e.V.“ ihre Vision für das Quartier vor. Ein besonderes Augenmerk lag auf den Potenzialen rund um den Perelsplatz und die geplante Sanierung des Sportplatzes an der Friedrich-Bergius-Schule. Die Sanierung bietet die Chance, die künftige Wärmeversorgung frühzeitig mitzudenken und gemeinsam mit der Quartiersentwicklung zu planen. Als eine mögliche Lösung wurde unter anderem ein kaltes Nahwärmenetz diskutiert.

Der Besuch knüpft an die Veranstaltung „Vom Wärmeplan zur Wärmewende“ an, zu der das Bezirksamt Ende Juni ins Rathaus Schöneberg eingeladen hatte. Dort hatte sich auch Wärmewende Friedenau e.V. vorgestellt. Mit dem anschließenden Besuch vor Ort setzt das Bezirksamt den Austausch mit den Wärmewende-Initiativen im Bezirk fort.

Im Gespräch ging es auch um technische und wirtschaftliche Voraussetzungen, Fördermöglichkeiten sowie politische und rechtliche Rahmenbedingungen. Dabei wurde deutlich, dass die Wärmewende auf Quartiersebene unterschiedliche Lösungen braucht. Neben der Fernwärme können dezentrale Konzepte eine wichtige Rolle spielen, die lokale Gegebenheiten und vorhandene Energiequellen berücksichtigen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Sozialverträglichkeit der Wärmewende. Bezahlbare Wärme, Mieterschutz und die Vermeidung zusätzlicher Belastungen für Bewohner_innen sind zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation der Wärmeversorgung.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Eine klimaneutrale Wärmeversorgung kann nur gelingen, wenn Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten. Wir wollen deshalb nicht nur über die Wärmewende sprechen, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort konkrete Lösungen entwickeln und umsetzen.“

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg begrüßt das Engagement von Wärmewende Friedenau e.V. und weiteren lokalen Akteur_innen, die sich für eine fossilfreie Wärmeversorgung einsetzen.

Hintergrund

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg misst der Wärmewende eine besondere Bedeutung bei. Rund 40 Prozent der Berliner CO₂-Emissionen entfallen auf die Wärmeversorgung. Eine klimaneutrale Wärmeversorgung ist daher ein zentraler Baustein, um die Berliner Klimaschutzziele zu erreichen und die Klimakrise zu bekämpfen.

Das Klimabüro des Bezirksamts begleitet den Austausch und unterstützt unter anderem Veranstaltungen und regelmäßige Austauschrunden sowie verschiedene Forschungsprojekte und Förderanträge mit Akteur_innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft.