Blühende Brunnen auf dem Wittenbergplatz

Pressemitteilung Nr. 363 vom 01.09.2026

Von links nach rechts: Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck, Torben Rutz (Geschäftsführer BID), Ronja Losert (Bezirksverordnete), Ingeborg Hofer-Hutter (Bezirksverordnete), Klaus Hackenschmied (Bezirksverordneter, leicht verdeckt), Ralf Olschewski (Bezirksverordneter) Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann

Wo vorher blanker Stein war, blüht es nun: Die Schalen der zwei stillgelegten Zierbrunnen wurden durch das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg klimaangepasst und standortgerecht bepflanzt. Die temporäre Gestaltung wurde am Montag, den 31. August 2026, durch Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann, Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck und dem Geschäftsführer der Business Improvement District (BID) Kudamm-Tauentzien GmbH Torben Rutz feierlich eingeweiht.

Für einen nahezu ganzjährigen Blühaspekt wurden die Brunnenschalen mit Stauden, Gräsern und Frühjahrsblühern bestückt. Folgende Pflanzenarten sind aufgrund attraktiver Blatt- und Blütenstrukturen sowie ihrem ökologischen Mehrwert für Insekten besonders hervorzuheben:

  • Hosta (Funkie)
  • Miscanthus sinensis (Chinaschilf)
  • Anemone sylvestris (Großes Windröschen)
  • Salvia nemorosa (Steppen-Salbei)
  • Liatris spicata (Prachtscharte)
  • Zwiebelpflanzen, wie beispielsweise Krokusse, die als Frühblüher eine erste wichtige Nahrungsquelle für Insekten und Bienen darstellen

Das Projekt wird gemeinsam mit der BID, einer Tochterfirma des AG City e.V., umgesetzt. Während das Bezirksamt die initiale Bepflanzung der Brunnenschalen übernommen hat, wird sich die BID um die dauerhafte Pflege kümmern und diese finanzieren.

Einer der bekanntesten und meistfrequentierten Plätze im Bezirk erhält damit ein neues, attraktives Antlitz.

Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck und Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Als Visitenkarte von Tempelhof-Schöneberg und Berlin ist der Wittenbergplatz ein zentraler, lebendiger und stark frequentierter Ort. Täglich kommen hier viele Menschen zusammen, die einen schön gestalteten Wittenbergplatz erleben sollen. Ich bin dankbar für die gute Zusammenarbeit mit den umliegenden Gewerbetreibenden und der BID GmbH. Neben einem tollen Ergebnis zeigt die Brunnenbepflanzung: Wenn Verwaltung, Wirtschaft und lokale Akteure gemeinsam zielorientiert arbeiten, können auch unter schwierigen Rahmenbedingungen gute und innovative Lösungen entstehen.“

Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck:
„Das Pilotprojekt zeigt mit welchen – manchmal auch unkonventionellen – Ideen die Aufenthaltsqualität auf Plätzen erhöht werden kann. Auch wenn eine Sanierung des Brunnens aufgrund fehlender Ressourcen aktuell nicht möglich ist, wird mit der Bepflanzung die Biodiversität erhöht und das Stadtbild verschönert. In den kommenden Monaten wird die Aufenthaltsqualität am Wittenbergplatz mit weiteren Maßnahmen, z.B. mit neuen Bänken, erhöht.“

Geschäftsführer der BID Torben Rutz:
„Die neugestalteten Brunnen sind für uns ein guter und vor allem ein sichtbarer Anfang unserer Arbeit rund um den Wittenbergplatz. Mit dem geplanten Folge-BID wollen wir ab dem nächsten Jahr den gesamten Platz und seine Grünflächen in den Blick nehmen, die Pflege verlässlich unterstützen und den Platz Schritt für Schritt weiterentwickeln.“

Warum sprudelt es nicht mehr?

Am Nord- und Südbrunnen des Wittenbergplatzes ist eine grundständige Sanierung aller Teile inklusive der Wassertechnik – gemäß Trinkwasserverordnung vom 20. Juli 2023 – der Brunnenschale, der Abdichtungen, der Figuren und Leitungsanlagen notwendig. Die Kombination aus baulichen und technischen Mängeln macht die Sanierung der Anlage so anspruchsvoll, dass weder der Fachbereich Grünflächen des Straßen- und Grünflächenamtes noch die Berliner Wasserbetriebe über die notwendige Spezialexpertise verfügen. Zudem ist die Sanierung sehr kostenintensiv. Gemeinsam mit dem BID hat das Bezirksamt sich daher für eine temporäre, kurzfristige Verbesserung ohne grundhaften Umbau entschieden. Einer möglichen Sanierung steht dies nicht entgegen. Die Bauzäune wurden abgebaut und die Brunnenschalen als Pflanztröge einer neuen, grünen Nutzung zugeführt. Aktuell sind die Pflanzen noch klein, werden aber bis zum Ende der Vegetationsperiode anwachsen und im kommenden Frühjahr in voller Pracht erblühen. Die langfristige Pflege wird vom BID übernommen.