Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg trauert um die ehemalige Leiterin des Kunstamtes Katharina Kaiser

Pressemitteilung Nr. 330 vom 06.08.2026

Katharina Kaiser

Mit großer Trauer hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg vom Tod der ehemaligen Leiterin des Kunstamtes, Katharina Kaiser (12. Februar 1947 bis 1. August 2026), erfahren.

Katharina Kaiser leitete das Kunstamt von 1982 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2011. In dieser Zeit prägte sie die kommunale Kunst- und Kulturarbeit des Bezirks in besonderer Weise. Mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und einem feinen Gespür für zeitgenössische Kunst, insbesondere für die Fotografie, entwickelte sie das Haus am Kleistpark zu einem weit über den Bezirk hinaus anerkannten Ausstellungsort.

Unter ihrer Leitung entstand ein offenes Forum für den Dialog zwischen Kunst, Gesellschaft und Stadtgeschichte. Sie setzte wichtige Impulse in der Kunstförderung und initiierte Projekte, die bis heute nachwirken. Dazu zählt insbesondere die Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ im Rathaus Schöneberg, die an das Leben und die Verfolgung jüdischer Menschen aus Schöneberg während der Zeit des Nationalsozialismus erinnert und bis heute ein bedeutender Ort der Erinnerungskultur ist.

Tobias Dollase, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur:
„Katharina Kaiser hat ihre Arbeit nie als Verwaltungsaufgabe verstanden, sondern als Einladung. Sie hat Menschen zusammengebracht, die sich sonst nie begegnet wären – im Haus am Kleistpark ebenso wie im Rathaus Schöneberg. Für dieses Engagement über fast drei Jahrzehnte sind wir ihr sehr dankbar.“

Katharina Kaiser hat die kulturelle Entwicklung Tempelhof-Schönebergs nachhaltig beeinflusst. Ihr Wirken bleibt mit dem Haus am Kleistpark und der kommunalen Kunst- und Erinnerungsarbeit des Bezirks untrennbar verbunden.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg dankt Katharina Kaiser für ihren langjährigen Einsatz und ihr außergewöhnliches Engagement für die Kunst und Kultur im Bezirk. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen sowie allen Menschen, die ihr verbunden waren.