Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg setzt gemeinsam mit lokalen Gewerbetreibenden eine attraktive klimaresistente Bepflanzung der stillgelegten Brunnen auf dem Wittenbergplatz um. Einer der bekanntesten und meistfrequentierten Plätze im Bezirk erhält damit eine wichtige Aufwertung der Aufenthaltsqualität.
Aufgrund diverser Schäden wurden der Nord- und der Südbrunnen am Wittenbergplatz außer Betrieb genommen und mit Bauzäunen abgesperrt. Eine grundständige vollumfängliche Sanierung steht derzeit auf Grund des sehr hohen Finanzierungsbedarfes nicht in Aussicht.
Gemeinsam mit der Business Improvement District (BID) Ku’damm-Tauentzien GmbH, einer Tochterfirma des AG City e.V., hat das Bezirksamt daher eine innovative Gestaltungsidee vorangetrieben. Mit einer ansprechenden klimaresilienten Bepflanzung der Brunnen wird das Erscheinungsbild des Aushängeschildes in der City-West deutlich verbessert. Die Bauzäune können damit abgebaut und die Brunnenschalen als Pflanztröge einer neuen, grünen Nutzung zugeführt werden.
Die initiale Bepflanzung finanziert das Bezirksamt, während die dauerhafte Pflege durch den BID übernommen wird. Damit ist auch die zukünftige Pflege gesichert.
Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Der Wittenbergplatz ist die Visitenkarte von Tempelhof-Schöneberg und Berlin. Ich bin sehr dankbar dafür, dass es gelungen ist mit den umliegenden Gewerbetreibenden und der BID GmbH eine gute Lösung zu finden, die die Aufenthaltsqualität maßgeblich verbessern wird.“
Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck:
„Eine Sanierung ist nach den aktuellen Schätzungen sehr aufwendig, mit einem Kostenpunkt in Millionenhöhe, und bedarf langer Planungsvorläufe. Damit der aktuelle Zustand nicht noch länger andauert und den Bürger_innen ein schöner Ort zum Aufenthalt wieder zur Verfügung steht, freue ich mich über die gefundene Lösung. Mit der Bepflanzung der Brunnenschale wird nicht nur der Brunnen aufgewertet, sondern ein vielfach versiegelter Platz erhält auch mehr Begrünung.“
Geschäftsführer der BID Kudamm-Tauentzien GmbH Torben Rutz:
„Attraktive Stadträume sind ein entscheidender Standortfaktor für Handel, Gastronomie und Tourismus. Die neugestalteten Brunnen sind ein gelungenes Beispiel dafür, wie Investitionen in den öffentlichen Raum die lokale Wirtschaft stärken. Mit dem geplanten Business Improvement District wollen wir künftig die Voraussetzungen schaffen, solche Projekte gemeinsam mit den Eigentümern und dem Bezirk regelmäßig und verlässlich umzusetzen.“
Herausforderungen der Zierbrunnen
Am Nord- und Südbrunnen des Wittenbergplatzes ist eine grundständige Sanierung aller Teile inklusive der Technik, der Brunnenschale, der Abdichtungen, der Figuren und Leitungsanlagen notwendig. Die Kombination aus baulichen und technischen Mängeln macht die Anlage so anspruchsvoll, dass weder der Fachbereich Grünflächen des Straßen- und Grünflächenamtes noch die Berliner Wasserbetriebe über die notwendige Spezialexpertise verfügen. Dies macht eine Sanierung sehr kostenintensiv.
Gemeinsam mit dem Business Improvement District hat das Bezirksamt daher eine kurzfristige Verbesserung ohne grundhaften Umbau entschieden. Dabei wurden verschiedene Varianten eruiert und sich nun für die Bepflanzung gemeinsam mit dem BID entschieden. Nach einer Reinigung und Säuberung werden die Brunnenschale nach einem festgelegten Konzept bepflanzt und somit das Erscheinungsbild deutlich erhöht. Gleichzeitig erfährt der umliegende Platz eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität.