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Robert-Koch-Schule (Gymnasium) - Sanierung der Schulgebäude

16.09.2021

Bildvergrößerung: Robert-Koch-Schule, kurz vor der Baufertigstellung - am hofseitigen Anbau fehlt noch die Fassade, der Flur im Hochparterre, Wiederbezug der Klassenräume
Robert-Koch-Schule, kurz vor der Baufertigstellung - am hofseitigen Anbau fehlt noch die Fassade, der Flur im Hochparterre, Wiederbezug der Klassenräume
Bild: S.T.E.R.N. GmbH, Stadtentwicklungsamt

Es ist soweit:
Zum neuen Schuljahr 2021/2022 wurde das Hauptgebäude der Robert-Koch-Schule wieder bezogen und die Schüler*innen und Pädagog*innen zogen endlich wieder ein.

Letzte kleinere Maßnahmen werden im laufenden Betrieb abgeschlossen.
Der hofseitige Anbau, an dem z.B. noch die Fassade fehlt, wird voraussichtlich in den Herbstferien fertiggestellt.

Während der zwei Jahre dauernden Sanierungsarbeiten dienten die im Hof aufgestellten Container als vorübergehende Klassenräume.

Zur Schulanlage der Robert-Koch-Schule (Gymnasium) zählen das Hauptgebäude in der Dieffenbachstraße 60, das Haus in der Böckhstraße 10, die Sporthalle in der Böckhstr. 5 und die Caféteria im Hof.

Das Hauptgebäude wurde als “Doppelschule am Urban” von 1875 bis 1876 nach Plänen des Stadtbaurats Hermann Blankenstein errichtet. Im Jahr 1895 entstand der Gebäudeteil an der Böckhstraße, in dem damals Lehrerwohnungen und im Seitenflügel der Unterrichtstrakt untergebracht waren. Bis zum Ende der 1970er Jahre diente dies als Standesamt.

Die Schule teilt sich ihren Schulhof mit der Lemgo-Schule (Grundschule).

Link zur Homepage der Robert-Koch-Schule

Information zum Denkmalschutz Böckhstr. 10

Was geschieht aktuell:

Bildvergrößerung: Robert-Koch-Gymnasium (orange) / Lemgo-Grundschule (blau) mit Schulhof (gestreift) - 2020
Robert-Koch-Gymnasium (orange) / Lemgo-Grundschule (blau) mit Schulhof (gestreift) - 2020
Bild: S.T.E.R.N. GmbH

Im laufenden Schulbetrieb werden kleinere Maßnahmen im Hauptgebäude abgeschlossen (u.a. Versiegelung der Granitstufen, Anbringung außenliegender Sonnenschutz).

Der hofseitige Anbau, der die durch den Umbau entstandenen Raumverluste im Altbau kompensieren soll, wird in den Herbstferien fertiggestellt. Die Holzfassade fehlt noch, Personal- und Lieferschwierigkeiten haben hier zu leichten Verzögerungen geführt.

Die Dreifach- Sporthalle im Gebäude Böckhstr. 5 (aus den 1980er Jahren), die bisher für den Sportunterricht genutzt werden konnte, ist derzeit gesperrt. Der vorhandene Sportboden war durch Eindringen von Niederschlagswasser des defekten Daches stark geschädigt und wies Schimmelbefall auf. 2019 wurden die Regenfallrohre am Dach repariert. Nach der Planungsvorbereitung 2020 wurde der Sportboden ausgebaut, werden das Dach und anschließend der Hallenboden saniert. Diese Baumaßnahmen sollen im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden. Die Sporthalle wird aber auch danach noch hohen Sanierungsbedarf aufweisen.

Bildergalerie, aktuelle Sanierung des Hauptgebäudes:

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Was ist schon passiert:

Die Bauarbeiten an der Robert-Koch-Schule (Gymnasium) zählten zu den ersten Maßnahmen im Fördergebiet Urbanstraße. Damit ist ein sichtbares Zeichen für eine umfassende Schulgebäudeerneuerung durch das Förderprogramm Lebendige Zentren und Quartiere (bis 2019: “Städtebaulicher Denkmalschutz”) gesetzt worden.

Im Hauptgebäude Dieffenbachstr. 60 sind im 1. Bauabschnitt 2011 die alten Fenster ersetzt und die Außentüren überarbeitet/instand gesetzt worden. Hinzu kam eine Erneuerung des Chemie-Fachraums mit Asbestsanierung. Im Jahr 2014 wurden im 2. Bauabschnitt die roten Klinkerfassaden zur Straße und zum Hof umfassend saniert. Der 2014 / 2015 durchgeführte 3. Bauabschnitts betraf das Gebäude in der Böckhstr. 10. Es erfolgten der Einbau eines neuen zentralen Treppenhauses (2. Fluchtweg), Grundrissoptimierungen mit Gestaltung eines neuen Kunstbereiches, die Schadstoffentsorgung, Brandschutzmaßnahmen, die Erneuerung der Elektrik und Sanitäranlagen sowie Ausbesserungen der Fassaden.
Die Sanierungsmaßnahmen des 1.-3. Bauabschnitts wurde nach Planungen des Architekturbüros Architekturbüros Meyer Große Hebestreit Sommerer durchgeführt.
Die Fertigstellung der drei Bauabschnitte wurde im Oktober 2015 mit einem Festakt aller Projektbeteiligten der Schule, aus Planung, Bau und Verwaltung gefeiert.

Der nun fast abgeschlossene 4. Bauabschnitt umfasst(e) die zeitgerechte Sanierung von Klassen- und Fachräumen, Fluren, Treppenhäusern und Verwaltungsräumen. Brandschutzmaßnahmen, die Erneuerung der Haustechnik, neue Sanitärbereiche sowie weitere Maßnahmen, um die Schule barrierefrei zu gestalten. Der hofseitige Anbau mit zusätzlichen Schulräumen hat einen Aufzug erhalten, der das gesamte Schulgebäude bedient.
Die Baumaßnahmen des 4. Bauabschnitts wurden nach Planungen des Büros Rüthnick Architekten durchgeführt.

Um die Baumaßnahme zügig durchführen zu können, mussten die Schüler*innen und Pädagog*innen während der zweijährigen Bauzeit aus dem Hauptgebäude ausziehen. Dafür wurden auf dem Schulhof zwei große Container aufgestellt. Die Container werden anschließend auch für die Sanierung der Lemgo-Schule (Grundschule) zur Verfügung stehen.

Das Gymnasium soll mit künftig 4 Klassen pro Jahrgang noch mehr Schüler*innen aufnehmen und wird sich voraussichtlich zu einer Schule mit Ganztagsbetrieb entwickeln. Damit einhergehend ist auch ein ausreichendes Mensaangebot notwendig. Die dazu erforderlichen weiteren Schulräume sollen zukünftig in den oberen Geschossen eines Sporthallenneubaus in der Müllenhoffstr. 7 untergebracht werden. Dazu wurde zunächst 2019 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie der Gesamtstandort von Robert-Koch-Gymnasium sowie der Lemgo-Grundschule einschließlich des Grundstücks Müllenhoffstr. 7 (bisher Hort der Lemgo-Schule) untersucht. Als nächster Schritt wurde 2020/2021 das sogenannte Bedarfsprogramm erstellt. Es dient als Grundlage für die weitere Planung und für die Finanzierung.

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Was bleibt zu tun:

Die für die Sanierungsmaßnahmen aufgestellten Container auf dem Schulhof werden anschließend für die Sanierung der Schulgebäude der Lemgo-Schule zur Verfügung stehen.

Erst nach Abschluss aller Maßnahmen in den Gebäuden beider Schulen können die gemeinsam mit der Lemgo-Schule genutzten Außenanlagen neu gestaltet werden.

Vorbereitende Planungen für einen Sporthallenneubau in der Müllenhoffstr. 7 mit weiteren Schulräumen in den oberen Geschossen haben stattgefunden (s. “Was ist schon passiert”).

Da bisher Bauvorbereitungsmittel fehlen, konnte mit den Bauplanungen für den Sporthallenneubau noch nicht begonnen werden. Bis zu den Baumaßnahmen wird es noch einige Jahre dauern.

Finanzierung:

Lebendige Zentren und Quartiere (ehem. Städtebaulicher Denkmalschutz), Berliner Schulbauoffensive, SIWANA, Investitionspakt für Sportstätten:

Der Schulstandort des Robert-Koch-Gymnasiums liegt im Fördergebiet Urbanstraße, Förderprogramm “Lebendige Zentren und Quartiere” (bis 2019: “Städtebaulicher Denkmalschutz”).

Die Baumaßnahmen des 1.-4. Bauabschnitts wurden aus Fördermitteln des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz finanziert, insgesamt rund 9,8 Mio €.

Link zum Förderprogramm Lebendige Zentren und Quartiere

Der geplante Neubau in der Müllenhoffstr. 7 soll aus der Investitionsplanung zur Berliner Schulbauoffensive finanziert werden.

Die zwei Container auf dem Schulhof zur Auslagerung des Schulbetriebs während der Sanierung wurden aus dem Programm Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWANA) finanziert.

Für die Teil-Sanierung der Dreifach-Sporthalle konnten Fördermittel aus dem Investitionspakt für Sportstätten gewonnen werden.

Die Fördermittel aus den Programmen “Lebendige Zentren und Quartiere” sowie “Investitionspakt für Sportstätten” werden teilweise vom Bund, teilweise vom Land Berlin gewährt.