Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung

Bei uns sind Sie richtig, wenn:

  • Sie im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Ihre letzte Privatadresse haben/hatten.
  • Sie ohne Meldung in Berlin im Monat Februar geboren sind .
  • Sie mindestens 18 Jahre alt sind .
  • Sie durch eine Behinderung wesentlich in Ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen Behinderung bedroht sind (§ 2 SGB IX). Sie erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe, wenn die Aussicht besteht, dass die Aufgabe der Eingliederungshilfe erfüllt werden kann.
  • die Ansprüche vorrangiger Leistungsträger (beispielsweise Agentur für Arbeit, Integrationsamt, Rententräger, Krankenkassen ausgeschlossen wurden.

Wir beraten und unterstützen Sie bei:

  • Hilfen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft (beispielhafte Aufzählung):
    • Wohngemeinschaften,
    • Wohnheime für behinderte Menschen,
    • Beschäftigungstagesstätten,
    • psychosoziale Betreuung für Suchterkrankte,
    • persönliche Hilfen in der eigenen Wohnung (betreutes Einzelwohnen, Einzelfallhelfer),
    • sozialpädagogische Reisen
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (beispielhafte Aufzählung):
    • Arbeitsbereich in einer Werkstatt für behinderte Menschen nach Abschluss des Berufsbildungsbereiches bei der Agentur für Arbeit,
    • Förderbereich in einer Werkstatt für behinderte Menschen,
    • Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Tätigkeit,
    • Hilfen in Beschäftigungsstätten, die mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung vergleichbar sind,
    • Budget für Arbeit,
    • nachgehende Hilfe zur Sicherung der Wirksamkeit ärztlicher Leistungen und der Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben
  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, soweit im Ausnahmefall von keinem anderen vorrangigen Leistungsträger (beispielsweise Krankenkasse, Rententräger) gewährt.

Erforderliche Unterlagen (beispielhafte Aufzählung)

  • Antrag auf Sozialhilfe
  • Anlage 4 zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung (in zweifacher Ausführung)
  • gültiges Personaldokument (gegebenenfalls Meldebestätigung)
  • Nachweis über die Kranken- und Pflegeversicherung
  • Bescheide vorrangiger Leistungsträger (beispielsweise Agentur für Arbeit, Integrationsamt, Rententräger, Krankenkassen)
  • gegebenenfalls Bescheid des Versorgungsamtes über die Feststellung eines Grades der Behinderung
  • Schwerbehindertenausweis
  • Einkommensnachweise
  • Vermögensnachweise (beispielsweise Sparkonten , Grundstücke, Immobilien, Wertgegenstände, Kfz oder kapitalbildende Versicherung wie Lebensversicherung, Bausparversicherung, Riesterrentenverträge, Sterbeversicherung, Bestattungsvorsorge)

Fallmanagement in der Eingliederungshilfe

Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es vor allem, eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen, zu mildern und den Menschen mit Behinderung wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Hierzu gehört insbesondere die Menschen mit Behinderung die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie so weit wie möglich unabhängig von Pflege zu machen.
Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen erhalten von ihrer Fallmanagerin bzw. ihrem Fallmanager im Sozialamt ihres Wohnbezirks bei Bedarf eine umfassende persönliche Beratung und Unterstützung bei der Gestaltung und Finanzierung ihrer Eingliederungshilfe. Für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen liegt die Zuständigkeit für die Gewährung von Eingliederungshilfen bei den bezirklichen Jugendämtern.

  • Die Fallmanagerin bzw. der Fallmanager
    • bespricht die Anliegen der Betroffenen mit ihnen persönlich und auf Wunsch unter Beteiligung von Angehörigen, Betreuern und Vertrauenspersonen in Sprechstunden oder nach Terminvereinbarung auch zu Hause
    • koordiniert den Kontakt zu erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ärztlichen und sozialpädagogischen Fachdienste des Bezirksamtes
    • erarbeitet mit den Betroffenen ihre persönlichen Ziele und Perspektiven der Eingliederungshilfe und erstellt hierfür mit ihnen gemeinsam einen Gesamtplan
    • entwickelt daraus in Zusammenarbeit mit den Fachdiensten und Leistungserbringern ein passendes Hilfeangebot und bereitet auf Wunsch die Antragsstellung zum Persönlichen Budget vor
    • vermittelt die Betroffenen weiter an den für sie zuständigen Rehabilitationsträger für den Fall, dass ein Anspruch auf Unterstützung z. B. gegenüber Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern bestehen sollte
    • gibt Auskunft über etwaigen Einkommens- oder Vermögenseinsatz
    • bespricht regelmäßig mit den Betroffenen, inwieweit die im Rahmen der vereinbarten Eingliederungshilfe geleistete Unterstützung hilfreich war.

Das Leistungsangebot basiert auf fachlichen Standards, die im Handbuch für Fallmanager/innen der Eingliederungshilfe dokumentiert sind. Unterstützt wird das Fallmanagement durch Kooperationsformen zwischen Sozial- und Gesundheitsämtern und den Leistungserbringern der Freien Wohlfahrtspflege.

Handbuch für das Fallmanagement in der Eingliedrungshilfe