Teil 2: Delegationsreise nach San Rafael del Sur, Nicaragua

14.11.2019

Nicaragua Besuch des Naturreservats Estali
Bild: Helena Jansen

Weiterer Verlauf der Reise und Ausblick

Der offizielle Teil der Projektreise ist beendet und Helena Jansen berichtet rückblickend:

Aus meiner Sicht ist die Delegationsreise sehr erfolgreich verlaufen. Neben der Besichtigung des Projektgebiets, umfassenden Gesprächen zum Monitoring und zur finanziellen Abwicklung des Projekts haben auch wichtige Gespräche mit der lokalen Bevölkerung – den sogenannten „líderes comunales (kommunalen Führungspersönlichkeiten) stattgefunden. Es wurde deutlich, wie essenziell das Naturreservat für den Schutz der natürlichen Ressourcen insbesondere für die umliegenden Orte ist. In den letzten Jahren ist der Grundwasserspiegel enorm gesunken und es gibt Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Man hofft, dass das Naturreservat der Austrocknung des Bodens entgegengewirkt.

Der fachliche Austausch wurde durch die Teilnahme von Katja Frenz auf das Thema Umweltbildung ausgeweitet. Sie stellte den Naturerfahrungsraum „Rubinienwäldchen“ vor und berichtete von den Aktivitäten und den Erfahrungen der Kinder beim freien Spiel in der Natur. Selbstverständlich sind die Umstände in San Rafael del Sur anders als bei uns in Friedrichshain-Kreuzberg. Dennoch stieß das Konzept bei den Vertreter*innen der Umweltabteilung auf großes Interesse. Es wurden Kontakte ausgetauscht, um auch in Zukunft im Gespräch bleiben zu können. Noch für die kommende Woche wurde Frau Frenz eingeladen, mit einer Gruppe nicaraguanischer Kinder zu arbeiten, sodass Erfahrungen und Konzepte direkt vor Ort ausprobiert werden können.

Die Exkursion in das Naturreservat in Estelí war für uns neben Informationen zur Artenzusammensetzung im Hochland Nicaraguas insbesondere ein Ausblick in die Zukunft. Auf rund 5000 ha wird die ursprüngliche Flora und Fauna geschützt und man findet über 100 Vogelarten, Brüllaffen und andere heimische Tiere.

Als wichtigste Erfahrung nehme ich jedoch mit, wie sich durch den kontinuierlichen Austausch und die gemeinsame Projekterfahrung auch die persönlichen Beziehungen zwischen den Personen der Projektteams stets weiterentwickeln und so die Städtepartnerschaft lebendig bleibt. Neben der Projektarbeit findet hier ein Austausch zwischen Kulturen statt, der auf beiden Seiten den Horizont erweitert.

Dieses Projekt wird gefördert durch die Engagement Global gGmbH/Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Abschluss der Delegationsreise

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