Beteiligungsbeirat 2025–2027

Beteiligungsbeirat 2025–2027

Der im Jahr 2025 berufene Beteiligungsbeirat.

Der Beteiligungsbeirat 2025–2027

Der Berliner Senat fördert Beteiligung. Dazu wurden im Jahr 2019 die „Leitlinien für Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Projekten und Prozessen der räumlichen Stadtentwicklung“ beschlossen. Die Leitlinien enthalten neun Grundsätze für gute Beteiligung und fünf Instrumente zur Umsetzung der Leitlinien. Der Beteiligungsbeirat ist eines der fünf Instrumente und trat erstmals 2021 zusammen. Nach Auswertung der Erfahrungen aus den ersten Jahren begann Mitte 2025 die zweite Laufzeit mit neuen Mitgliedern und neuer Ausrichtung.

Welche Aufgaben hat der Beirat?

Die zentrale Aufgabe des neuen Beirats ist es, sich mit Beteiligungskonzepten für geplante städtebauliche Vorhaben zu beschäftigen. Es ist beabsichtigt, dass dem Beirat regelmäßig ausgewählte Beteiligungskonzepte in einem frühen Stadium der Ausarbeitung vorgestellt werden und er dazu eine konstruktiv-kritische Rückmeldung gibt. Die federführenden Verwaltungen haben so ausreichend Zeit, um ihren Beteiligungsansatz anpassen und verfeinern zu können. Die Rückmeldung des Beteiligungsbeirats ist zunächst vertraulich, wird jedoch später zusammen mit dem Beteiligungskonzept auf mein.berlin.de veröffentlicht.

Daneben befasst sich der Beirat in einem „Denklabor“ mit übergreifenden Themen rund um Bürgerbeteiligung. Er entwickelt darin konkrete Vorschläge, wie Beteiligung in Berlin verbessert werden kann. Die Ergebnisse des Denklabors sollen auch mit der interessierten Öffentlichkeit diskutiert werden.

Zum Abschluss seiner Amtsperiode wird der Beteiligungsbeirat die Ergebnisse seiner Arbeit in einer öffentlichen Sitzung im Sommer 2027 vorstellen.

Wozu arbeitet der Beirat?

Der Beteiligungsbeirat berät einerseits die Berliner Verwaltungen zu Beteiligungskonzepten für konkrete Vorhaben. Andererseits entwickelt er eigene Vorschläge, wie Beteiligung in Berlin übergreifend verbessert werden kann.

Im Jahr 2025 hat sich der Beirat dreimal getroffen. Während die ersten beiden Treffen im Juli und September dem gegenseitigen Kennenlernen und der Ausarbeitung eines Aufgabenplans dienten, wurde in der dritten Sitzung im Dezember erstmals ein Beteiligungskonzept vorgestellt.

Die erste Beiratssitzung im Jahr 2026 fand im Februar statt, in der erneut ein Beteiligungskonzept behandelt wurde. Die Sitzung im April legte den Grundstein für die inhaltliche Ausrichtung des Denklabors.

Für die restliche Amtszeit des Beirats ist neben der Beratung weiterer Beteiligungskonzepte geplant, die Ergebnisse des Denklabors an verschiedene Akteure aus der Verwaltung heranzutragen. Voraussichtlich Ende 2026 wird es hierzu eine fachöffentliche Sitzung geben, in der die Vorschläge diskutiert und gegebenenfalls verfeinert werden. Im Rahmen einer öffentlichen Abschlusssitzung im Sommer 2027 wird der Beirat das Gesamtergebnis seiner Arbeit öffentlich vorstellen.

  • Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

    Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

  • Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

    Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

  • Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

    Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

  • Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

    Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

  • Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

    Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

  • Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

    Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

  • Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

    Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

  • Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

    Eindrücke aus der Beiratssitzung im April 2026

Wer sitzt im Beirat?

Der Beteiligungsbeirat des Landes Berlin besteht aus neun Einwohnerinnen und Einwohnern sowie sechs Expertinnen und Experten. Bei Bedarf werden zu einzelnen Themen Gäste hinzugeladen.

Die Expertinnen und Experten kommen aus den Bereichen Beteiligung, Gleichstellung, Teilhabe und Demokratieförderung. Sie wurden durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen benannt.

  • Dorota Maria Baraniecka
    Dorota Maria Baraniecka

    Dorota Maria Baraniecka

  • Stephanie Bock
  • Willy O. Burau
  • Cosmo Anton Fleckenstein
  • Heike Hanhörster
    Heike Hanhörster

    Heike Hanhörster

    Ich leite seit 2023 das Fachgebiet „Soziale Kohäsion, Diversität und Migration in der räumlichen Planung“ an der TU Berlin. Mein Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf der drängenden Frage nach Teilhabe und Zusammenhalt in einer sich immer weiter diversifizierenden Gesellschaft. Wie in- und exklusiv sind unterschiedliche städtische Räume – und wie kann Planung zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe beitragen? Es freut mich, dass ich durch den Beirat daran mitwirken kann, Beteiligungsprozesse in Berlin für unterschiedliche Stimmen und Positionen zugänglicher zu machen.

  • Tanja Henrich
  • Dina Kumm
    Dina Kumm

    Dina Kumm

    Mir ist es wichtig, die Demokratie zu stärken und Bürgerinnen und Bürger stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Beteiligung schafft Verständnis, Akzeptanz und Vertrauen in demokratische Entscheidungen. Je mehr Menschen die Möglichkeit haben, ihre Perspektiven und Ideen einzubringen, desto stärker identifizieren sie sich mit den Ergebnissen. Die Arbeit im Beirat sehe ich als Chance, diesen Ansatz zu fördern und Erfahrungen für eine zukunftsorientierte Beteiligungskultur zu sammeln. Berlin kann dabei als Vorbild dienen, um Bürgerbeteiligung in Deutschland weiterzuentwickeln und langfristig zu stärken.

  • Heiko Alfred Manz

    Ich engagiere mich im Beirat, weil Beteiligung ein zentraler Bestandteil einer lebendigen Demokratie ist. Mir ist wichtig, dass Beteiligungsprozesse transparent, zugänglich und für möglichst viele Menschen nachvollziehbar gestaltet werden. Berlin bietet als vielfältige Stadt großes Potenzial für innovative Formen der Beteiligung; Dieses weiter zu stärken und zu verbessern, sehe ich als eine wichtige Aufgabe des Beirats.

  • Amala Meiwes-Konyali
    Amala Meiwes-Konyali

    Amala Meiwes-Konyali

  • Lina Mourad
    Lina Mourad

    Lina Mourad

    Ich bin Lina Mourad. Als Jugendliche in Berlin bringe ich eine andere Sichtweise in den Beteiligungsbeirat für Stadtentwicklung mit. Ich bin dem Beirat beigetreten, um meine Ideen und Gedanken bezüglich guter Beteiligung in Berlin einzubringen. Gute Beteiligung kann nämlich erst funktionieren, wenn möglichst viele Menschen integriert werden. Jugendliche gehören zu einer Altersgruppe, die am stärksten von der Zukunft betroffen sein wird, weshalb es wichtig ist, dass sie gehört wird und mitentscheiden kann.

  • Detlef-Frank Müller
  • Ruben Norgall
  • Andreas Paust
    Andreas Paust

    Andreas Paust

    Ich habe Sozialwissenschaften studiert und zu Bürgerbegehren promoviert. Meine beruflichen Stationen waren u.a. bei einer Beteiligungsagentur, bei der Bertelsmann Stiftung und beim Strom-Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Derzeit bin ich Vorsitzender des Kompetenzzentrums Bürgerbeteiligung e.V.

    In Berlin stoßen Stadtentwicklungsprojekte regelmäßig auf eine engagierte und kritische Öffentlichkeit. Die Menschen erwarten daher zu Recht, dass Bürgerbeteiligung keine Pflichtübung ist, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ihren Einwänden und Hinweisen. Im Beteiligungsbeirat setze ich mich dafür ein, dass Beteiligung als Chance für konstruktiven Streit begriffen wird – und als Prozess, der Entscheidungen langfristig tragfähig macht. Berlin ist eine wachsende Stadt, die eine starke Beteiligungskultur als Grundlage guter Stadtentwicklung braucht.

  • Katya Romanova
    Katya Romanova

    Katya Romanova

    Ich bin interdisziplinäre Designerin und lebe seit acht Jahren in Berlin-Weißensee. Ich verfüge über viel Erfahrung in den Bereichen Non-Profit- und soziokulturellem Management, Jugendarbeit und Gestaltung. Meine Abschlüsse sind im Bereich Sprachen und Visueller Kommunikation und ich studiere derzeit Public Design im Master. Aktuell bin ich im Büro Pankow beteiligt tätig.

    In meiner Arbeit interessiere ich mich besonders dafür, wie Beteiligungsprozesse verständlicher und zugänglicher gestaltet werden können, insbesondere für Menschen mit Migrationsgeschichte, Personen ohne ausgeprägte Lese- und Schreibfähigkeiten, sowie Kinder und Jugendliche. Ich bin überzeugt, dass die Bewohnenden einer Stadt die besten Expertinnen und Experten ihres Lebensortes sind und mehr Raum erhalten sollten, diese aktiv mitzugestalten.

  • Friedemann Walther
    Friedemann Walther

    Friedemann Walther

Wie konnte man sich für den Beirat bewerben?

Um Vertreterin oder Vertreter der Berliner Einwohnerschaft zu werden, konnten sich Interessierte bis zum 27. April 2025 über ein Onlineformular des unabhängigen Dienstleisters Trendfish Insights GmbH registrieren. Die Auswahl der neun Mitglieder erfolgte über ein gewichtetes Zufallsauswahlverfahren. So konnte sichergestellt werden, dass möglichst unterschiedliche Personen die Einwohnerschaft im Beteiligungsbeirat vertreten.

Wie arbeitet der Beirat?

Der Beteiligungsbeirat trifft sich in der Stadtwerkstatt in der Karl-Liebknecht-Straße 11 in Berlin-Mitte. Die Sitzungen finden üblicherweise am frühen Abend unter der Woche statt und dauern etwa zwei bis drei Stunden.
Der Beirat wird durch eine Geschäftsstelle organisatorisch und inhaltlich unterstützt. Für diese Aufgabe konnten die beiden Unternehmen BSM – Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH und raumscript gewonnen werden. In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ist ein Team des Zentralen Raums für Beteiligung für den Beirat zuständig.

  • Geschäftsstelle
    Von links nach rechts: Sarah Sobottka, Marco Mehlin, Gaby Morr und Maik Powalla

    Von links nach rechts: Sarah Sobottka, Marco Mehlin, Gaby Morr und Maik Powalla

    Die Geschäftsstelle setzt sich aus jeweils zwei Personen der Büros BSM – Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH und raumscript zusammen. Ihre Aufgabe ist es, den Beirat in seiner Arbeit zu begleiten und zu unterstützen. Dazu zählen die organisatorische und inhaltliche Vorbereitung, die Moderation der Sitzungen sowie die regelmäßige Kommunikation mit den Beiratsmitgliedern.

Downloads

  • Vorlage zur Kenntnis an das AGH

    PDF-Dokument

  • Regeln des Miteinanders im Beteiligungsbeirat Berlin

    PDF-Dokument (1.1 MB)

Links

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Zentraler Raum für Beteiligung

Lukas Born
Nils Jonas