Erste Informationen

Karton mit einem Informationszeichen
Bild: vege - Fotolia.com

Wie Kontakte während der Haftzeit aufrechterhalten werden können:

TelefonBriefeBesuchGeldKleidung

Telefon

Gefangene sind telefonisch nicht zu erreichen und dürfen keine Mobilfunkgeräte besitzen oder benutzen, sie können aber nach draußen telefonieren.

Hierfür steht auf jedem Stationsflur ein Telefonsystem zur Verfügung. Das Telefonsystem wird von der Firma Telio bereitgestellt. Der Gefangenen wird auf Antrag ein Telefonkonto mit PIN eingerichtet. Angehörige können Geld auf das Telefonkonto überweisen.

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Briefe

Briefverkehr mit den inhaftierten Frauen ist in allen Bereichen der JVA für Frauen möglich. Briefe können jedoch nicht persönlich abgegeben werden, sondern müssen über die Post versandt werden.

Der private Schriftverkehr bei Untersuchungsgefangenen kann einer Kontrollanordnung durch das Gericht unterliegen. Die Überwachung erfolgt in der Regel durch den/die Richter/in oder der Staatsanwaltschaft und kann den Postweg erheblich verzögern.

Alle eingehenden Schreiben werden in Anwesenheit der inhaftierten Frau auf verbotene Beilagen geprüft.

Unzulässige Beilagen sind zum Beispiel:

  • Geld
  • nicht kontrollierbare Karten
  • Polaroidfotos
  • Bekleidungsstücke, Hygieneartikel
  • Trockenblumen, Samen
  • Gegenstände, die die Sicherheit und Ordnung der JVA für Frauen gefährden, z.B. drogenverdächtige und waffenähnliche Gegenstände, politisch motivierte radikale Schriften, pornographische Abbildungen

Besuch

Möchten Sie eine Untersuchungsgefangene mit richterlichen Auflagen besuchen, müssen Sie den Besuch bei dem / der zuständige/n Richter/in oder bei der Staatsanwaltschaft beantragen. Sie erhalten vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft einen sogenannten Sprechschein. Im Besitz des Sprechscheines rufen Sie bitte in der JVA für Frauen an, um einen Besuchstermin zu vereinbaren.

  • Lichtenberg Tel.: (030) 90253-616
  • Pankow Tel.: (030) 90245-700

Mit Ihrem Sprechschein und einem gültigen Personaldokument erscheinen Sie zum vereinbarten Besuchstermin bitte pünktlich.

Bei allen anderen Strafhaften, auch Untersuchungsgefangene ohne richterliche Auflagen, beantragt die Inhaftierte den Besuch und unterrichtet Sie selbstständig (telefonisch oder über den Postweg) über den zugewiesenen Termin.

Wichtig, zu wissen, um Frustrationen und Enttäuschungen vorzubeugen.
Verspätungen behindern die Besuchsdurchführung und können zur Besuchsuntersagung führen. Drogen- und/ oder Alkoholeinfluss führen zu Besuchsuntersagung.

Zweimal im Monat dürfen maximal 15 Euro in Münzgeld (Kleingeld) zur Sprechstunde mitgebracht werden. Von dem Geld kann die inhaftierte Frau im Anschluss an die Sprechstunde einen sogenannten „Automatenzug“ durchführen und Genussprodukte kaufen.

Die maximale Besucheranzahl liegt bei 3 Erwachsenen und 2 Kindern für eine Sprechstunde.

Nur Besucher die im Vorfeld namentlich von der inhaftierten Frau per Antrag benannt und genehmigt wurden, erhalten auch Zutritt zur JVA für Frauen in Berlin.

Sie und Kinder ab dem zweiten Lebensjahr benötigen zum Betreten der JVA für Frauen ein gültiges Personaldokument.

In den geschlossenen Bereichen Lichtenberg und Pankow beträgt die Besuchsdauer eine Stunde. In Sonderfällen (z.B. nachweisbare regelmäßige Anreise über 50 Kilometer Entfernung) kann auf Antrag der inhaftierten Frau die Besuchsdauer auf zwei Stunden verlängert werden.

In den offenen Bereichen Reinickendorf und Neukölln beträgt die Besuchdauer zwei Stunden.

Im offenen Vollzug am Standort Reinickendorf können nur Frauen ohne Ausgang oder Freigang Besuch und Kinderspielstunden erhalten.

Geld

Der Besitz von Bargeld jeglicher Währung ist für Inhaftierte verboten. Die Zusendung von Bargeld in Briefen oder Paketen ist nicht zulässig. Jede Inhaftierte in der JVA für Frauen besitzt ein Konto, auf das Geld überwiesen werden kann.

Geldinstitut Postbank Berlin
Konto-Nr. 0041 4851 00 IBAN DE66 1001 00100041 4851 00
Bankleitzahl (BLZ) 100 100 10 BIC PBNKDEFF
Verwendungszweck: Im Verwendungszweck ist die Buchnummer der inhaftierten Frau sowie der Begriff “Mehrbedarf” zu notieren.

Kleidung

Grundsätzlich wird den inhaftierten Frauen Anstaltskleidung zur Verfügung gestellt. Den inhaftierten Frauen ist das Tragen von Privatkleidung gestattet. Die Kosten für die Reinigung, Instandsetzung sowie der Wäschewechsel, sind von den Frauen zutragen. Jede Frau kann sich innerhalb der ersten 14 Tage nach ihrer Inhaftierung einmalig (Erstabgabe) ohne vorherige Genehmigung, Privatkleidung durch Angehörige einbringen lassen oder diese als Selbststellerin mitbringen.

Die Erstabgabe umfasst:

Oberteile (T-Shirt, Pullover, Unterhemd, Kleid) max. 6 Stück
Unterteile (Hose, Rock) max. 2 Stück
BH max. 3 Stück
Slip max. 6 Stück
Jacke max. 1 Stück
Strumpfhose, Leggings, kurze Hose max. 3 Stück
Nachtwäsche max. 1 Stück
Badehandtuch max. 1 Stück
Socken max. 6 Paar
Schuhe max. 2 Paar

Achtung es werden nur die aufgezählten Sachen angenommen !

Abgabe von Privatwäsche ist für den Bereich Lichtenberg (aufnehmende Anstalt) am Besuchereingang möglich, von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00 Uhr – 18:00 Uhr.

Die Modalitäten der anderen Bereiche der JVA für Frauen erfragen Sie bitte bei Ihren inhaftierten Angehörigen oder Bekannten.

Alle weiteren saisonalen Privatwäscheabgeben werden von der Anstalt für einen überschaubaren Zeitraum bestimmt und müssen von der Inhaftierten beantragt werden. Die Anzahl der Kleidung ist bedarfsgerecht festgelegt und wird Ihnen von der Inhaftierten nach Genehmigung ihres Antrages mitgeteilt.