Informationstafeln: Mahnmale "Orte des Schreckens"

Standorte der Informationstafeln: Richard-von-Weizsäcker-Platz und Wittenbergplatz

Inhalt der Informationstafeln

Mahnmal am Wittenbergplatz

Das Mahnmal „Orte des Schreckens“ entstand 1967 und geht auf eine Initiative der „Liga für Menschenrechte“ und der Bezirksverordnetenversammlung Schöneberg zurück. Die Auflistung nennt Konzentrations- und Vernichtungslager. An diese Orte deportierten die Nationalsozialisten einen Großteil der jüdischen Bevölkerung aus Schönberg, um sie hier auszubeuten, zu foltern und zu ermorden.

Die Orte Trostenez und Flossenbürg wurden 1995 ergänzt. Die Gestaltung reagiert auf „Mahnmale für Heimatvertriebe“, die ab 1950 unter anderem in Kreuzberg aufgestellt wurden. Diese Erinnerungszeichen ähnelten optisch Straßenschildern und wiesen auf die Entfernung zu ehemaligen deutschen Städten im heutigen Polen und Russland hin.

Die Auseinandersetzung verdeutlicht unterschiedliche Motive verschiedener Interessengruppen in der frühen Bundesrepublik: Einer Seite ging es um die Erinnerung und Aufarbeitung des Holocaust, der anderen teilweise um die Rückgewinnung verlorener Gebiete.

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