Drucksache - DS/1253/V  

 
 
Betreff: Würdiges Gedenken an Theodor Fontane anlässlich seines 200. Geburtstages - auch er war ein Kreuzberger!
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:CDUVorsteherin
Verfasser:Husein, TimurJaath, Kristine
Drucksache-Art:AntragBeschluss
Beratungsfolge:
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
08.05.2019 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg (BVV)      
Ausschuss für Kultur und Bildung Beratung ff
14.05.2019 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung      

Beschlussvorschlag
Anlagen:
Antrag zur DS/1253/V  

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt zu prüfen, Gedenktafeln an den Kreuzberger Wohnorten des Schriftstellers Theodor Fontane anzubringen. Dabei arbeitet das Bezirksamt mit den zuständigen Landesbehörden, Eigentümern und der Theodor Fontane Gesellschaft e.V. zusammen.

 

 

Begründung:

 

Theodor Fontane (geboren am 30.12.1819 in Neuruppin; gestorben am 20.09.1898 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als literarischer Spiegel Preußens und als bedeutendster deutscher Vertreter des Realismus.

 

Er schuf Werke wie "Wanderungen durch die Mark Brandenburg", "Frau Jenny Treibel", "Effie Briest", "Der Stechlin", "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland".

 

Zu Recht wird die Stadt Neuruppin mit Theodor Fontane in Verbindung gebracht. Aber den längsten Teil seines Lebens verbrachte er in Berlin und hier insbesondere in Kreuzberg. Die erste Wohnadresse nach seiner Heirat mit Emilie Rouanet-Kummer im Jahr 1850 war die Puttkamerstr. 6. Nach seiner Rückkehr aus London, wo er mehrere Jahre beruflich tätig war, zog er 1859 mit seiner Familie in die Tempelhofer Straße 51, auf dessen Grundstück sich heute die Amerika-Gedenkbibliothek befindet. 1862 zog die Familie in einen Neubau in der Alten Jakobstraße 171. Von 1863 - 1872 wohnte die Familie in der heutigen Stresemannstr. 25. Ende der 1840er arbeitete er als angestellter Apotheker im Krankenhaus Bethanien. Daran erinnert am Mariannenplatz 1 -3 bereits eine Gedenktafel.

 

Unser Bezirk kann stolz darauf sein, dass einer der bedeutendsten Schriftsteller Deutschlands in den Grenzen des heutigen Stadtteils Kreuzberg lebte. Diese Tatsache sollte angesichts des 200. Geburtstages von Fontane auch in der Öffentlichkeit kenntlich(er) gemacht werden. Dabei ist zu überlegen, ob Gedenktafeln an allen, einigen oder nur einem Wohnort von Fontane angebracht werden sollen und mit welchem Text. Bei diesen Überlegungen ist insbesondere die Theodor Fontane Gesellschaft e.V. miteinzubeziehen.

 

 

BVV 08.05.2019

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Überweisung: Ausschuss für Kultur und Bildung

 
 

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